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Z.B. bei Kälte und Sex

Warum werden die Brustwarzen eigentlich hart?

Schon gewusst, was harte Brustwarzen mit Gänsehaut zu tun haben? FITBOOK erklärt‘s.
Schon gewusst, was harte Brustwarzen mit Gänsehaut zu tun haben? FITBOOK erklärt‘s.Foto: Getty Images/Collage: FITBOOK

Männern passiert es auch, bei Frauen sieht man es aber mehr: In verschiedenen Situationen werden die Brustwarzen hart. Warum ist das so? FITBOOK hat sich schlaugemacht.

Am häufigsten lässt sich das Phänomen harter Brustwarzen bei Kälte oder im Zuge sexueller Erregung beobachten. Also in zwei Situationen, die ansonsten scheinbar wenig gemeinsam haben. Auf anatomischer Ebene passiert jedoch dasselbe.

Warum werden Nippel hart?

Unterhalb des Brustwarzenhofs befinden sich winzige Muskeln. Diese bewirken durch Zusammenziehen, dass sich die Brustwarzen durch die Haut nach außen drücken.

Der gleiche Prozess steckt hinter Gänsehaut. Die Nerven unter der Haut reagieren auf (Kälte-)Reiz, indem die gleichen Muskeln (= Musculi arrectores pilorum, übersetzt: Haaraufrichtemuskeln) aktiviert werden. Durch ihre Kontraktion richtet sich der Haarschaft auf, die Blutgefäße werden zusammengedrückt. „So bleibt die Wärme im Körper“, erklärt dazu Prof. Ulrike Blume-Peytavi, Direktorin der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Berliner Charité auf FITBOOK.

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In Gang gesetzt wird der Prozess von einem bestimmten Teil des sympathischen Nervensystems. Derselbe Teil, der den Herzschlag verstärkt und unsere Handinnenflächen zum Schwitzen bringt, wenn sich eine Kampf- bzw. Fluchtsituation ankündigt. Rein anatomisch bedeuten Gänsehaut sowie auch harte Brustwarzen „Kampfmodus“. Egal ob aus Angst, Freude oder Auf- bzw. Erregung.

Brustwarzen sind erogene Zonen

Hinzu kommt, dass es sich bei den Brustwarzen bekanntlich um erogene Zonen handelt. Dies bedeutet, dass sich die Brustwarzen auch durch Stimulation (z.B. Streicheln, Küssen) aufrichten können. Die richtigen Berührungen aktivieren den sogenannten genitalen sensorischen Cortex im Gehirn.

Frauen sind im Bereich der Brustwarzen für gewöhnlich empfindlicher als Männer, und manche von ihnen ganz besonders. Zehn Prozent von ihnen sollen allein durch Nippel-Stimulation zum sexuellen Höhepunkt kommen können. Die Wahrscheinlichkeit dafür steigt übrigens, wenn man gleichzeitig mehrere erogene Zonen stimuliert. Sexualforscher wissen, dass dadurch jeweils unterschiedliche Regionen des genitalen sensorischen Cortex aktiviert werden.

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Manchmal rein mechanische Gründe

Da die Brustwarzen sensibel sind, können sie auch auf eigentlich unangenehme Berührungen reagieren. Dazu kann das Reiben eines kratzigen T-Shirt-Stoffs oder BHs zählen und selbst ein schmerzhafter Stoß gegen die Brust. Stillende Frauen dürften damit schon mal schmerzliche Erfahrung gesammelt haben.