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Gebiss-Aufhellung

Wie viel kostet das Bleaching der Zähne – und ist es schädlich?

Bleaching der Zähne mithilfe einer Schiene
Beim Bleaching kann unter anderem eine mit einem speziellen Bleichmittel bestrichene Schiene zum Einsatz kommen Foto: Getty Images

Kaffee, Tee, Rotwein, Fruchtsäfte oder Nikotin hinterlassen ihre Spuren am Gebiss. Mit Bleaching lassen sich Zähne wieder aufhellen. Doch die Prozedur ist nicht gerade günstig. Zudem ist sie nicht immer empfehlenswert.

Ein perfektes Gebiss mit weißen Zähnen gilt als Inbegriff eines gepflegten Erscheinungsbilds. Doch über die Jahre hinweg können sich Zähne verfärben. Hauptverursacher sind bestimmte Getränke und Lebensmittel sowie Rauchen. Manchmal sind aber auch Traumata schuld. Das sogenannte Bleaching kann verfärbte Zähne aufhellen. Allerdings spricht nicht jeder Zahn auf die Bleichprozedur an, sagt Dietmar Oesterreich, Vorstandsmitglied der Bundeszahnärztekammer. „Zahnärzte müssen die Patienten aufklären, dass nur eigene Zähne beim Bleaching heller werden können, nicht aber Füllungen oder Zahnersatz.“

Mögliche Ursachen für Verfärbungen

„Vor jedem Bleaching steht eine zahnärztliche Untersuchung“, erklärt Dietmar Oesterreich. „Denn nur ein Zahnarzt erkennt, ob und wie die Zähne gebleicht werden können.“ Dafür muss er zunächst die Ursachen kennen. Dabei lassen sich äußere und innere unterscheiden.

Äußere Ursachen

  • Kaffee
  • Tee
  • Rotwein
  • Fruchtsäfte und -schorlen
  • Bestimmte Früchte
  • Gewürze
  • Rauchen

Innere Ursachen

  • Mangelernährung
  • Wurzelbehandlung
  • Einblutungen
  • Alterungsprozesse

Es gibt zum Beispiel Verfärbungen, die auf ein Trauma zurückzuführen seien, von einem Sturz oder einem Stoß. „Einblutungen in den Zahn lassen diesen dunkler wirken“, sagt Oesterreich.

Auch durch eine Wurzelbehandlung könne ein Zahn dunkler erscheinen – was aber ein reguläres Bleaching von außen nicht ändert. „Einen solchen Zahn kann man zwar auch bleichen, aber das funktioniert nur ‚von innen‘ und nur durch den Zahnarzt“, erklärt Oesterreich.

Die Experten raten außerdem dazu, vor jedem Bleaching eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Die allein könne Zähne schon deutlich heller wirken lassen – und ist dabei meistens deutlich günstiger.

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Wie viel kostet das Bleaching der Zähne?

Günstig ist Bleaching nicht. „Weder private noch gesetzliche Kassen erstatten die Kosten für Bleachings, da dies eine rein kosmetische Leistung ohne medizinische Indikation ist“, erklärt Wolfgang Boer, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnmedizin. Kostenpunkt für das Bleaching der Zähne: zwischen 300 und 500 Euro.

Wann ist das Aufhellen der Zähne nicht möglich?

Wichtige Bedingung für das Bleichen seien gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch, sagt Wolfgang Eßer, Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Nicht geeignet seien daher Zähne mit:

  • unbehandelter Karies
  • undichten Füllungen
  • Defekten im Zahnschmelz
  • Frakturen

Denn dann könne das Bleichmittel „in das Innere des Zahnes eindringen, Schmerzen verursachen und den Zahn und den Nerv schädigen“, erklärt Eßer.

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Wer auf das Bleaching der Zähne verzichten sollte

Auch allzu junge Patienten sollten vorsichtig sein, warnt Eßer: „Bei Zähnen von Jugendlichen besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Zahnnerv geschädigt wird, weil die Zahnstruktur noch nicht ausgereift ist.“ Zudem gebe es Patienten, die auf das Bleichen besser ganz verzichten:

  • Schwangere
  • Stillende
  • Menschen, die Inhaltsstoffe des Bleichmittels nicht vertragen

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Die Bleaching-Methoden

Grundsätzlich stehen fürs Aufhellen der Zähne zwei Methoden zur Auswahl, erklärt Dietmar Oesterreich: „Man unterscheidet zwischen In-Office-Bleaching in der Zahnarztpraxis und dem Home- oder Walk-in-Bleaching zu Hause.“

Beim In-Office-Bleaching trägt der Arzt selbst Bleichgel auf die Zähne auf. „Beim Home-Bleaching wird zunächst eine Gebissschiene angefertigt. Diese kann der Patient dann zu Hause mit Bleachingmittel, das er beim Zahnarzt erhält, tragen“, sagt der Mediziner.

Wie lange hält die Aufhellung?

Sind die Zähne aufgehellt, können Patienten den Bleaching-Effekt zwar erst einmal genießen – jedoch nicht ewig: „In der Regel kann man davon ausgehen, dass er mindestens drei bis fünf Jahre sichtbar bleibt.“ Wie lange die Zähne nach dem Bleaching weiß bleiben, hänge sehr stark von den Ess- und Putzgewohnheiten des Patienten ab.

Hat das Bleaching der Zähne Nebenwirkungen?

Gefahren sehen die Ärzte nicht: „Bei richtiger Durchführung hat ein Bleaching eigentlich nur eine einzige bekannte Nebenwirkung“, erklärt Boer. „Es kann sehr kurzfristig zu einer gesteigerten Kalt-Warm-Empfindlichkeit der Zähne führen.“ Dieser Effekt verschwinde aber zwei bis drei Tage später, meistens sogar schon nach ein paar Stunden.

Sind Weißmacher-Zahncremes eine Alternative zum professionellen Bleaching?

Weißmacher-Zahncremes sehen die Ärzte hingegen kritisch. Denn sie können oberflächliche Verfärbungen von Kaffee, Tee oder Nikotin zwar besser entfernen als herkömmliche Zahnpasta. Dauerhaft aufhellen ließen sich die Zähne dadurch jedoch nicht, sagt Eßer. „Generell sollte mit weißmachenden Zahncremes vorsichtig umgegangen werden: Sie enthalten gröbere Schleifkörper als normale Cremes und chemische Zusätze. So tragen sie nicht nur Beläge stärker ab, sondern können auch den Zahnschmelz angreifen.“