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Neue Studie

Tabak, E-Zigaretten und Shishas im Risikovergleich

Frau raucht Shisha
Der fruchtige Tabakgeschmack – und dass sich damit schöne Rauchringe blasen lassen – könnte darüber hinwegtäuschen, dass Shishas nicht weniger schädlich sind als ZigarettenFoto: Getty Images

Neben klassischem Tabak sind heutzutage auch E-Zigaretten und Shishas eine beliebte Methode um zu Rauchen. Oft wird behauptet, diese Alternativen seien sogar gesünder im Vergleich zu klassischen Zigaretten. Aber stimmt das auch?

Shishas und E-Zigaretten sind beliebte Tabak-Alternativen

Shishas kommen ursprünglich aus dem arabischen Raum und vermögen es auch hierzulande, Freunde an einen Tisch (und ein Mundstück) zu bringen, beispielsweise in Shisha-Bars. Manche haben eine solche Wasserpfeife auch zu Hause, ebenso Tabaksorten in unterschiedlichen, meist fruchtigen Geschmacksrichtungen. Dadurch, dass der Rauch durch Wasser gezogen wird, kühlt er vor dem Inhalieren leicht ab, auch verlieren sich anteilig wasserlösliche Schadstoffe durch diesen Vorgang. Deshalb glaubte man vom Shisharauchen lange, dass es weniger ungesund sei. Auch E-Zigaretten haben teils den Ruf, gesundheitlich unbedenklicher im Vergleich zur normalen Zigarette zu sein. Es handelt sich hierbei um eine elektronische Zigarette, auch Vaporizer genannt, bei der man keinen Tabak raucht, sondern stattdessen ein verdampftes Liquid einatmet.

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Frau im Shisha-Shop
Shishas sind auch zu Hause dekorativ. Sie zu rauchen soll jedoch gesundheitsschädlicher sein als bislang angenommen.Foto: Getty Images

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Tabak, E-Zigaretten oder Shishas: Was ist gefährlicher?

Eine neue Studie, erschienen im  „European Heart Journal“, liefert nun einen Überblick über die Chemikalien und Mechanismen, die sowohl beim Rauchen, als auch Dampfen (so wird der Konsum von E-Zigaretten genannt) Einfluss auf den Körper nehmen. Aus einer Reihe von Untersuchungen konnte man folgern, dass klassisches Rauchen von Tabak im Gesamten schädlicher ist, als das konsumieren von Liquid in E-Zigaretten.  Weniger eindeutig zu bestimmen hingegen waren die nachteiligen Auswirkungen von Shishas und E-Zigaretten im Hinblick auf die Blutgefäße.

Deutlich erhöht durch Tabakzigaretten allerdings war das Risiko für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), bei der die Atemwege verengt sind. Im Vergleich stieg das Risiko hier um das Siebenfache an, bei Wasserpfeifen und E-Zigaretten hingegen „nur“ etwa um das Doppelte. Beim Lungenkrebsrisiko verursachten Zigaretten einen Anstieg um 1210 Prozent, Wasserpfeifen um 122 Prozent. Für E-Zigaretten war die Studienlage allerdings nicht ausreichend genug, um eine verlässliche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Versteifte Arterien, die zu Herzproblemen und einem Schlaganfall führen können, waren bei Tabakrauchern im Vergleich zu Nichtrauchern um 10 Prozent häufiger der Fall, bei Wasserpfeifen um 9 Prozent und bei E-Zigaretten um 7 Prozent.

Auch zeigte die Studie, dass das Liquid der E-Zigaretten eine Menge schädlicher Chemikalien enthält. So etwa Formaldehyd, Acrolein, Spuren von Übergangsmetallen und flüchtige organische Stoffe. Diese schädigen erwiesenermaßen die Zellen. Der Rauch aus herkömmlichen Zigaretten und Wasserpfeifen ist jedoch eine noch viel komplexere Mischung an Schadstoffen.

Die Studienergebnisse liefern also nicht in allen Punkten zweifelsfrei aussagekräftig Ergebnisse. Solange jedoch nicht eindeutig zu belegen ist, dass bei E-Zigaretten und Shishas tatsächlich ein geringeres Risiko vorliegt, lautet der Appell der Wissenschaftler: „Das Rauchen von E-Zigaretten und Wasserpfeifen ist nicht weniger schädlich als das Rauchen von Tabak und kann daher nicht als gesunde Alternative angesehen werden.“

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E-Zigaretten und Shishas haben noch weiteren Nachteil

Doch es gibt noch einen weiteren Faktor, weshalb man Wasserpfeifen und E-Zigaretten negativ bewerten sollte: Der aromatisierte Tabak bzw. das Liquid führe auch (junge) Menschen, denen gewöhnliche Zigaretten nicht schmecken, an das Rauchen heran. Aus den genannten Gründen sollte man also besser die Finger bzw. Lippen davon lassen.