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Mit dem Rauchen aufhören

Wie lange braucht der Körper, um sich von der letzten Zigarette zu erholen?

Je früher Sie wieder mit dem Rauchen aufhören, desto besser.Foto: Getty Images

Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, wird Ihre Gesundheit es Ihnen in jedem Fall danken! Aber wann hat sich der Körper danach vom gesundheitsschädlichen Tabakkonsum eigentlich wieder vollständig erholt? FITBOOK listet auf, wie lange es wirklich dauert, bis sich einzelne Organe und Körperfunktionen wiederhergestellt haben.

Im Volksmund ist oft von rund sieben Jahren die Rede, bis der Körper sich nach dem Ausdrücken der letzten Zigarette wieder vollständig regeneriert haben soll. Die Amerikanische Krebsgesellschaft weiß es jedoch genauer und listet die einzelnen Phasen der Regeneration nach dem Aufhören mit dem Rauchen beziehungsweise nach der letzten Zigarette auf.

Rauchen aufhören: Diese Regenerations-Phasen setzen nach der letzten Zigarette ein

Am ersten Tag nach der letzten Zigarette

Bereits 20 Minuten (!) nach der letzten Zigarette pendeln sich Herzfrequenz und Blutdruck wieder ein. Innerhalb der folgenden acht Stunden geht die Kohlenmonoxidbelastung im Blut zurück, die Ihnen das in Tabakwaren enthaltene Nikotin zugefügt hat. Sind erst einmal 24 Stunden vergangen, folgt der nächste richtig große Schritt: Die Gefahr auf einen Herzanfall hat sich deutlich verringert.

Zigarette im Aschenbecher
Endgültig die letzte Zigarette ausgedrückt? Gut! Das wird sich bereits nach 20 Minuten – und morgen dann so richtig – ausgezahlt haben. Foto: Getty Images

Eine paar Tage nach der letzten Zigarette

Eine Nebenwirkung des Rauchens ist, dass sich Geschmacks- und Geruchssinn verschlechtern. Diese normalisieren sich jedoch innerhalb von zwei Tagen nach der letzten Zigarette. Sie werden also spätestens am dritten, vierten Tag nach der letzten Zigarette begeistert davon sein, wie lecker so manches ist.

Drei Monate nach der letzten Zigarette

Nach zwei bis drei Monaten hat sich die Lunge etwas erholt. Das bemerkt man an einem längeren Atem (im wörtlichen Sinn), etwa beim Sport. Den sollten Sie jetzt übrigens unbedingt in den Alltag integrieren!

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Ein Dreivierteljahr nach der letzten Zigarette

Innerhalb der kommenden Wochen gehen auch Hustenanfälle und Kurzatmigkeit zurück. Die Nebenhöhlen sind freier, als es während Ihrer aktiven Zeit als Raucher so oft der Fall war, und Sie fühlen sich weniger schlapp. Darüber hinaus schreibt die Amerikanische Krebsgesellschaft, dass nun „winzige haarähnliche Strukturen, die den Schleim aus der Lunge transportieren sollen (genannt: Zilien), ihre Funktion wieder aufnehmen“. Die Folge: eine sauberere Lunge und eine verringerte Gefahr auf Entzündungen.

Fünf Jahre nach der letzten Zigarette

Nach fünf Jahren hat sich auch die Gefahr auf einen Schlaganfall um die Hälfte reduziert.

10 Jahre nach der letzten Zigarette

Nach zehn Jahren hat sich Ihre Gefahr auf tödlichen Lungenkrebs um die Hälfte reduziert. Genauso verhält es sich mit der Gefahr auf eine Krebsentwicklung in Luft- und Speiseröhre, Nieren, Bauchspeicheldrüse und im Mundraum.

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15 Jahre nach der letzten Zigarette

Nach 15 Jahren sind Sie körperlich so aufgestellt wie vor Ihrer ersten Zigarette. Das heißt: Sie sind nicht mehr (oder weniger) gefährdet, an einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebsart zu erkranken, beziehungsweise zu sterben, als jemand, der noch nie geraucht hat.

Übrigens: Rauchen ist grundsätzlich ungesund, Studien weisen außerdem darauf hin, dass Raucher*innen, die sich mit dem Corona-Virus infizieren, besonders gefährdet sind, einen schweren Verlauf der Lungenkrankheit zu erleiden. Sagen Sie der Zigarette also am besten direkt ade: Je früher man mit dem Rauchen aufhören kann, desto besser für den Körper. Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg.