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Kampf gegen Krankheiten

Aufbewahrte Milchzähne können Leben retten

Kind mit Milchzähnen
Die Milchzähne der Kinder bitte gut aufheben! Es sind wertvolle Erbinformationen darin gespeichert.Foto: Getty Images

Sind die ersten Zähne der Kleinen erst einmal rausgefallen, kommen sie in der Regel nur noch dann zum Einsatz (genauer gesagt: unters Kopfkissen), wenn die Zahnfee dafür ein paar Euro dalassen soll. Tatsächlich können Milchzähne aber offenbar einen noch viel wichtigeren Zweck erfüllen: In ihnen stecken wichtige Erbinformationen, die im Krankheitsfall eine lebensrettende Behandlung ermöglichen sollen. Nicht nur für das Kind selbst, sondern auch dessen Verwandte.

Forscher des National Institute of Health haben in einer Studie mit Milchzähnen von Sieben- und Achtjährigen herausgefunden, dass jeder einzelne der ersten Zähne zwischen 12 und 20 Stammzellen enthalten soll. Falls bei einem Kind – oder bei dessen engen Verwandten – Krebs, Diabetes oder eine andere Art von Immunkrankheit ausbricht, sollen jene Stammzellen die Behandlung verbessern.1

Krankheiten mit Stammzellen behandeln – so funktioniert’s

Stammzellen dienen der Therapie verschiedener akuter Krankheiten. Sie können Knochen, Gelenke, Muskeln, Nerven und sogar das Herz retten. Ebenso können sie dafür verwendet werden, das Immunsystem wieder zu stärken und/oder das Blutsystem wiederherzustellen, wenn die Behandlung abgeschlossen ist. Bisher musste man hierfür (in einem schmerzhaften und relativ aufwändigen Eingriff) Knochenmark entnehmen. Einfacher und bedeutend weniger unangenehm für die Kleinen wäre die Verwendung der bereits ausgefallenen Milchzähne, in denen die gleichen Erbinformationen stecken.

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Milchzähne richtig einlagern

Um die Milchzähne zur medizinischen Behandlung verwenden zu können, müssen sie speziell aufbereitet unter bestimmten Bedingungen gelagert worden sein. Es gibt Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, beispielsweise die „Future Health Biobank“ in der Schweiz. Hier kommen gewisse Kosten auf Sie zu, je nachdem, wie viele Zähne sie einreichen. Informieren Sie sich also am besten direkt.

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Quellen: