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Infektionsschutz

Masernimpfung – richtiger Zeitpunkt und mögliche Nebenwirkungen

Masernimpfung: Spritze
Ein kleiner Pieks mit großer Wirkung! Die Masernimpfung findet idealerweise vor dem zweiten Geburtstag stattFoto: Getty Images

Eine Masernimpfung bietet Schutz vor einer Infektion. So viel ist den meisten Deutschen bekannt. Informationen zu Nebenwirkungen und Wirkstoff sind aber ebenfalls wichtig. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut gibt Auskunft.

Ein kleiner Pieks mit großer Wirkung: Eine Impfung schützt Kinder wie Erwachsene mit großer Sicherheit vor Masern. Doch wie oft sollte man sich impfen lassen? Und was sind mögliche Nebenwirkungen? Alle wichtigen Informationen zur Masernimpfung im Überblick.

Richtiger Zeitpunkt der Masernimpfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin empfiehlt bei Kindern zwei Impfungen vor dem zweiten Geburtstag, und zwar die erste zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat und die zweite zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat. Eine frühere Impfung ist möglich und zum Beispiel sinnvoll, wenn das Kind deutlich vor dem ersten Geburtstag in die Kita kommt. Vor dem 9. Lebensmonat sollten Kinder aber in aller Regel nicht geimpft werden.

Wann besteht ein Impfschutz?

Laut STIKO bestehe ein vollständiger Impfschutz nach „insgesamt zwei Impfungen gegen Masern in einem Mindestabstand von 4 Wochen“.

Wirkstoff

In Deutschland üblich ist die Impfung mit dem sogenannten MMR-Kombinationsstoff (MMR steht für Masern, Mumps, Röteln). Bei der zweiten Impfung ist dann mit dem MMRV-Impfstoff auch eine gleichzeitige Impfung gegen Varizellen möglich, die für das gleiche Alter empfohlen wird. Grundsätzlich rät die STIKO, verschiedene Impfungen zu kombinieren und ihre Gesamtzahl somit zu reduzieren – und dadurch auch das Risiko von Nebenwirkungen.

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Masernimpfung bei Erwachsenen

Wer nach dem Jahr 1970 geboren wurde und erst einmal oder noch gar nicht gegen Masern geimpft ist, sollte sich sicherheitshalber impfen lassen – ebenfalls mit dem MMR-Impfstoff. Das gilt auch für Erwachsene, die ihren Impfstatus nicht genau kennen. Bis einschließlich 1970 Geborene waren in den meisten Fällen dagegen bereits an Masern erkrankt und sind dann geschützt. Wer dies nicht mehr so genau weiß und beruflich oder privat Kontakt zu Erkrankten hat, sollte die Impfung sicherheitshalber nachholen.

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Was müssen Schwangere und Stillende beachten?

Grundsätzlich empfiehlt die STIKO, nach der Impfung einen Monat Abstand zu einer Schwangerschaft zu halten. Eine versehentliche Impfung während einer noch unentdeckten oder kurz vor einer Schwangerschaft führt allerdings nicht zu einem höheren Risiko von angeborenen Fehlbildungen. In der Stillzeit ist eine MMR-Impfung nach Angaben der Kommission unbedenklich.

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Nebenwirkungen der Masernimpfung

Sogenannte „übliche Impfreaktionen“ treten laut STIKO bei etwa 10 Prozent der Geimpften circa sechs bis zwölf Tage nach der Impfung auf. Mögliche, „im Allgemeinen milde Symptome“ seien:

  • Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle
  • Kopfschmerzen und Fieber für ein bis zwei Tage
  • Impfmasern in Form eines Hautausschlags (ca. 7 bis 10 Tage nach der Impfung)
  • Gelenkschmerzen