Juckreiz am After ist besonders unangenehm – auch weil sich Betroffene oft dafür schämen. Ein Proktologe verrät, wie sich die Beschwerden lindern lassen.
Wenn’s juckt, kann man kaum an etwas anderes denken. Besonders unangenehm ist es, wenn die Haut am Po betroffen ist. Selten ist das übrigens nicht: Da die Haut am After besonders empfindlich ist, können schon kleine Reizungen für fieses Jucken oder Brennen sorgen. Darauf weist der Freiburger Proktologe Bernhard Strittmatter in der Zeitschrift „Apotheken Umschau“ hin (Ausgabe B 8/22). Was gegen den juckenden Po hilft – und was nicht.
Um den Juckreiz zu lindern oder gar nicht erst entstehen zu lassen, ist eines wichtig: Den Analbereich nach dem Toilettengang schonend zu reinigen. Feuchtes Toilettenpapier ist dafür laut Strittmatter allerdings keine gute Wahl. Dessen Inhaltsstoffe können die Haut weiter reizen. Doch was hilft stattdessen bei einem juckenden Po? Der Experte rät zur Nutzung einer Podusche.
In manchen Längern gehört die Alternative zum Klopapier für die Gesäß-Reinigung zum Standard eines WCs und ist fest integriert. Da dies hierzulande eher selten der Fall ist, kann man stattdessen zu einer mobilen Podusche greifen, die es von diversen Anbietern gibt. Darüber hinaus helfen auch zinkhaltige Salben gegen einen juckenden Po. Diese gibt es in der Apotheke zu kaufen und sie beruhigen die empfindliche Haut am After.
Bessert sich der Juckreiz nicht, sollte man keine Scheu haben, einen Termin in einer proktologischen Praxis auszumachen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Denn möglicherweise stecken vergrößerte Hämorrhoiden hinter den Beschwerden, so Strittmatter. Oder eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen. Sind dies Ursachen für den juckenden Po, hilft häufig eine Salbe. Mit dem passenden Wirkstoff stehen die Chancen gut, dass sich der Juckreiz rasch bessert.
Vergrößerte Hämorrhoiden sind ebenfalls ein Leiden, das häufiger vorkommt, als viele denken und gleichzeitig mit Scham behaftet ist. Darüber, was hinter dem Hämorrhoidalleiden steckt, welche Symptome damit einhergehen, welche Schweregrade und Behandlungsmöglichkeiten es gibt, hat FITBOOK bereits berichtet.
Mit Material von dpa
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