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Herzdruckmassage

Richtig Erste Hilfe leisten in Corona-Zeiten

In Erste-Hilfe-Kursen lernt man, wie ein Mensch reanimiert werden kann – auch während der Corona-Pandemie sollte man das Wissen im Notfall einsetzen und helfen
In Erste-Hilfe-Kursen lernt man, wie ein Mensch reanimiert werden kann – auch während der Corona-Pandemie sollte man das Wissen im Notfall einsetzen und helfenFoto: Getty Images

Bei einem Herzstillstand entscheiden oft Minuten über Leben und Tod, auch in Corona-Zeiten. Ersthelfer müssen schnell sein. Wie geht eine Herzdruckmassage mit möglichst geringer Ansteckungsgefahr?

Erste Hilfe in Corona-Zeiten: Menschen mit einem Herzstillstand sind auch in Zeiten der Pandemie auf schnelle Hilfe angewiesen. Ersthelfer können dabei ohne erhöhtes Infektionsrisiko eine Herzdruckmassage ausführen, wenn sie bestimmte Regeln einhalten. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung hin.

Prüfen, Hilfe rufen, Drücken und, falls man zu zweit und ein Defibrillator in der Nähe ist, Schocken: Diese vier Schritte zur Wiederbelebung für Laienhelfer galten bisher und gelten weiterhin – mit kleinen Veränderungen.

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Brustkorb beobachten

Anders als bislang empfohlen, bewegt der Laienhelfer im ersten Schritt nicht etwa die Schultern der bewusstlosen Person, sondern spricht sie laut an. Um zu prüfen, ob der Bewusstlose noch atmet, legt man nicht mehr das Ohr an Mund und Nase, sondern beobachtet, ob sich sein Brustkorb synchron zum Atem bewegt.

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Tuch auf Mund und Nase legen

Zum Schutz vor Infektionen empfiehlt die Herzstiftung, der bewusstlosen Person vor der Herzdruckmassage ein leichtes Tuch auf Mund und Nase zu legen. Ersthelfer können sich zusätzlich mit einer Gesichtsmaske schützen. Auf eine Mund-zu-Mund-Beatmung kann nach Angaben der Experten verzichtet werden.

So geht eine Herzdruckmassage

Pro Minute ohne lebenserhaltende Maßnahmen sinkt die Überlebenschance um rund zehn Prozent. Weil der Krankenwagen aber meist zwischen acht und zehn Minuten zum Unfallort braucht, sollte man sofort mit der Herzdruckmassage anfangen. Und so geht’s: Der Patient wird auf den Rücken gedreht. Am besten zieht der Ersthelfer eine unsichtbare Linie zwischen den Brustwarzen und legt beide Hände übereinander auf den Punkt genau in der Mitte. Dort circa 100-120 Mal pro Minute fest drücken, etwa fünf bis sechs Zentimeter tief in Richtung Wirbelsäule. Wer im Takt des Liedes „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees drückt, erreicht ungefähr 100 Stöße pro Minute. Wo man ganz genau drückt, ist letztlich weniger entscheidend, als dass man es überhaupt macht.

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