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Forschung

Die erstaunliche Wirkung von 1000 Extra-Schritten pro Tag auf die Gesundheit

1000 Schritte
1000 Extra-Schritte täglich, das bringt doch nichts? Von Wegen!Foto: Getty Images

Jeder Schritt zählt. Jeder tausendste Schritt offenbar noch mehr. Dieser simplen Formel zufolge trägt selbst der Gang zum Bäcker zu einer verbesserten Gesundheit und damit zu einem längeren Leben bei. Die Forschung zeigt, dass es auf Summe der Schritte ankommt – und nicht, mit welcher Aktivität sie verbunden sind.

Ob bei einem langen Spaziergang eingesammelt, oder über den Tag verteilt durch Einkaufen, Putzen, Gartenarbeit und Treppensteigen – die Anzahl der Schritte trägt in ihrer Gesamtheit zu einer besseren Gesundheit bei. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss: Jeder tausendste Schritt – ganz gleich, aus welchen Gründen – kann maßgeblich zu einer hohen Lebenserwartung beitragen.

Die einen gehen ein längeres Stück, die anderen sammeln Schritte durch alltägliche Bewegung

Forschende der Universität North Carolina verpassten 16.732 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 72 Jahren einen Schrittzähler. Vier Jahre lang (von 2011 bis 2015) erfasste dieser nicht nur, wie viele Schritte die Probandinnen zurückgelegt hatten, sondern auch, mit welchem Gehmuster. Dabei wurden die Frauen in zwei Gruppen eingeteilt: Jene, die bevorzugt länger am Stück unterwegs waren (Wanderungen, Spaziergänge) und solche, die sich vorrangig im Rahmen alltäglicher Besorgungen bewegten. 2019 wurden bei einer weiteren Nachuntersuchung 804 Todesfälle erfasst.

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Bereits 1000 Extra-Schritte täglich senken das Sterberisiko aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 28 Prozent

Bei der Auswertung stellten die Wissenschaftler*innen einige interessante Zusammenhänge fest, wie es in der offiziellen Pressemitteilung zur Studie heißt: So lebten jene Probandinnen, die täglich viele Schritte in kurzen Schüben erledigten (Einkaufen, mit Enkeln spielen und andere Erledigungen) insgesamt länger – sofern ihre Gesamtanzahl an zurückgelegten Schritten pro Tag 4500 nicht unterschritt. Kamen zu dieser Zahl noch einmal 1000 Schritte mehr hinzu (was einer Weglänge von 700 bis 900 Metern entspricht), stellten die Wissenschaftler*innen ein um erstaunliche 28 Prozent verringertes Sterberisiko fest.

Warum Schritte gelaufen werden, ist offenbar unerheblich

Bei 2000 Extra-Schritten täglich sei die Gefahr eines vorzeitigen Ablebens gar um 32 Prozent gesunken, heißt es in der Studie, die im Rahmen eines Kongresses der „American Heart Association“ vorgestellt wurde. Aus welchen Gründen die Schritte gelaufen wurden – und, ob am Stück oder in kurzen Einheiten – sei für die positive Wirkung auf die Gesundheit in ihrer Gesamtheit dennoch unerheblich, schreiben die Forschenden.

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Treppe statt Fahrstuhl oder kleiner Umweg nach Hause – jeder Schritt dient der Gesundheit

„Für die meisten älteren Erwachsenen kommt Joggen oder Training im Fitnessstudio nicht infrage“, erklärt der leitende Studienautor Christopher C. Moore. „Doch ist es auch ausreichend und zudem angenehmer, das tägliche Gehverhalten Stück für Stück zu verbessern. Zum Beispiel, indem Sie etwas weiter vom Ziel entfernt parken oder zusätzliche Haus- oder Gartenarbeiten erledigen.“ Jeder Schritt ist auch ein Schritt Richtung Gesundheit, viele Schritte erhöhen die Lebenserwartung. „Auch diese Untersuchungen zeigt erneut, dass jede Art von Bewegung besser ist, als sesshaft zu bleiben“, so der Wissenschaftler.

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