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Ursachen und Abhilfe bei Lymphstau

Deshalb schwellen Beine und Füße im Sommer an

Geschwollene Füße im Sommer
Kennen viele Frauen: Wenn es draußen sehr warm ist, werden die Füße dick. FITBOOK erklärt das Phänomen.
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Vielen Menschen, vor allem Frauen, fällt es schwer, leichtfüßig durch den Sommer zu gehen. Wenn es draußen heiß ist, schwellen bei ihnen Füße und Waden an – und das manchmal so sehr, dass sie kaum noch in ihre Schuhe hineinpassen und unter Schmerzen leiden. FITBOOK erklärt, wie es zu den Ödemen kommt und was Betroffene tun können.

Wassereinlagerungen lassen Beine und Füße schwellen

Wassereinlagerungen führen besonders im Sommer zum Schwellen von Beinen und Füßen. Denn bloßes Schwitzen ist nicht die einzige körperliche Reaktion auf hohe Temperaturen. Um die Hitze besser abgeben zu können, erweitern sich außerdem die Blutgefäße. In der Folge verlangsamt sich der Blutfluss, die Venen werden durchlässiger. „Dadurch kann es zu einem Lymphstau kommen“, erklärt Dr. med. Timm Golüke, Dermatologe aus München, im Gespräch mit FITBOOK. Man spreche von einem Lymphstau (oder Lymphödem), wenn Gewebsflüssigkeit sich in den Zellzwischenräumen ansammelt. Grund dafür sei, dass diese nicht mehr ausreichend über die Lymphgefäße abtransportiert werden kann.

Was hilft gegen Ödeme?

Der spontane Impuls, die Füße hochzulagern, zeigt laut Dr. Golüke zuverlässig Effekt. Dadurch könne die Lymphflüssigkeit besser wieder abfließen, ebenso durch Bewegung. Menschen, die bei der Arbeit viel stehen müssen, rät er zum Tragen von Stützstrümpfen – auch im Sommer. „Die heutigen Modelle sind auch für heiße Temperaturen geeignet. Manche bestehen sogar aus einem kühlenden Material“, erklärt der Mediziner. Rosskastaniencremes seien ebenfalls empfehlenswert. Die Heilpflanze werde zur Behandlung von Krampfadern und geschwollenen Stellen an den Beinen eingesetzt. Auch ein manuelles Kühlen zeige schnellen Effekt.

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Frau massiert ihre Füße

Die unangenehmen Wassereinlagerungen kann man auch mit leichten Massagen lindern
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Nicht immer harmlose Ursachen

Ob jemand zu „dicken“ Beinen und/oder Füßen neigt, hat oft etwas mit der persönlichen Veranlagung zu tun. Meist sind eher übergewichtige oder zumindest unsportliche Menschen betroffen – denn ein schwaches Bindegewebe kann die Venen nicht hinreichend stabilisieren. Wenn die Ödeme phasenweise auftreten, bestehe laut Dr. Golüke in der Regel noch kein Grund zur Sorge. Aber: „Handelt es sich um ein dauerhaftes Problem, kann der Lymphstau auf eine Herzinsuffizienz hindeuten“, warnt der Mediziner. In diesem Fall wäre die Pumpfunktion des Herzens vermindert, was fatale Folgen haben kann. Ist das Ödem einseitig, rühre es möglicherweise aus einer Thrombose. Vor allem ältere Patienten sollten wiederkehrende Schwellungen internistisch und beim Phlebologen (Facharzt für Gefäßmedizin) abklären lassen.

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