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Bei Schnupfen und Husten

Darauf sollte man beim Inhalieren achten

Frau beim Inhalieren
Kann man Schnupfen und Husten durch tiefes EIN- wirklich WEGatmen? FITBOOK sprach mit einem Fachmann übers Inhalieren.
Foto: Getty Images

Bei Husten und verstopften oder geschwollenen Nebenhöhlen schwören viele aufs Inhalieren. Das verspricht nicht bloß schnelle Abhilfe, sondern funktioniert auch unkompliziert – mit einem Topf, einem Handtuch und der einen oder anderen natürlichen Zutat aus der Küche. In Wahrheit gibt es aber doch etwas mehr zu beachten. FITBOOK hat sich beim Fachmann schlaugemacht.

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Wie inhaliert man richtig?

Man erhitzt Wasser, gibt gegebenenfalls einen Zusatz hinzu und füllt eine Schüssel mit der Flüssigkeit auf. Dann beugt man sich darüber, um die Dämpfe tief einzuatmen. Achtung: Bitte einen Sicherheitsabstand von etwa zwei Handbreiten einhalten, sonst besteht die Gefahr auf Verbrennungen. Um das Maximum aus dem hinaufströmenden Dampf aufzunehmen – also, damit sich nicht zu viel davon in Luft auflöst – wird ein Hand- oder Küchentuch über den Kopf gelegt. Ein Nebeneffekt ist, dass das gesamte Gesicht befeuchtet und ins Schwitzen gebracht wird. Das empfinden einige Menschen als unangenehm ( – ist aber übrigens eine optimale Vorbereitung zur positiven Gesichtsreinigung!).

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Welche Wirkstoffe soll man inhalieren?

Bei leicht verstopften Nebenhöhlen ist der Zusatz fast nebensächlich. Wie Dr. med. Arndt Möllers (HNO aus Münster) erklärt, geht es in allererster Linie um das Inhalieren von warmem Wasserdampf. Dadurch löst sich hartnäckiger Schleim und das Freiwerden der Schleimhäute wird gefördert. Ob man Zusätze beimischen will, hängt von persönlichen Vorlieben und der Beratung eines HNOs ab. Möllers empfiehlt, das Wasser gut mit Salz sättigen zu lassen. „Kamille kann Augen und Atemwege reizen“, warnt er uns weiter. In der Regel tut sie, ebenso wie Eukalyptusöl und Co., aber eher gut.

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Kamille

Kann man hinzufügen, muss man aber nicht: Kamille ist bei vielen ein beliebter Inhalationszusatz

Wann soll man Inhalieren?

„Inhalieren kann sinnvoll sein, wenn Schleimhäute in der Nase oder in den oberen Luftwegen geschwollen sind“, sagt uns der Experte, „etwa in den Bronchien.“ Vorbeugend immer einmal wieder zum Inhalator zu greifen, bringe hingehen nichts.

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Braucht man einen speziellen Inhalator zum Inhalieren?

Meist reiche „der sprichwörtliche Kochtopf“, weiß Dr. Möllers. Bei Patienten mit chronischen Atemwegsinfekten könne es sich hingegen lohnen, in ein spezielles Gerät zu investieren. Inhalatoren sind medizinische Applikationen, die es in verschiedenen Ausführungen gibt. Hierzu zählen auch die kleinen als Druckgas-Dosierinhalatoren für die Handtasche, die etwa Asthmatiker oder akut Erkrankte mit sich führen. Verbreitet sind vor allem Dampfinhalatoren aus der Apotheke. Sie werden mit Pflanzenextrakten oder ätherischen Ölen gefüllt ( – manchmal auch nur mit Kochsalzlösung), um die Befeuchtung der Schleimhäute zu fördern. Durch Erhitzen steigt der Wasserdampf hinauf und wird über eine Maske inhaliert, die man auf Mund und Nase aufsetzt. Dadurch erreicht der Effekt die oberen Atemwege.

Eine junge Frau benutzt ein Inhalationsgerät

Dampfinhalatoren eignen sich für Menschen, die es als unangenehm empfinden, wenn das gesamte Gesicht mit Wasserdampf benetzt ist, und ebenso für Kinder
Foto: DPA Picture Alliance

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Was ist nach dem Inhalieren wichtig?

20 Minuten sind mehr als genug. Nach dem Inhalieren bitte nicht kalter Frischluft aussetzen – ihre Atemwege sind nun befreit, aber dadurch auch empfindlicher für Erreger aus der Luft und einen Zug. Am besten, Sie ruhen sich nun für eine Weile aus. Das sollte man bei einer Erkältung ja ohnehin tun.

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