Probleme mit der Krankenkasse! Hier gibt es Beratung
Bei Streitigkeiten mit der Krankenkasse reicht die eigene Recherche manchmal nicht aus. Dann braucht es die Unterstützung von Experten. Foto: Getty Images
Operation, Reha, Rollstuhl – lehnt die Krankenkasse einen Antrag ab, fragen sich Versicherte: Wer kann jetzt helfen? Ein bekanntes, kostenloses Beratungsangebot für solche Fälle fällt nun erst einmal weg. Doch es gibt Alternativen.
Bei Problemen mit der Krankenkasse hilft eigentlich die Unabhängige Patientenberatung Deutschland – doch deren Beratung fällt nun erst einmal weg. Zum 8. sie nämlich ihr Angebot vorerst ein. Grund ist eine Gesetzesreform. Im kommenden Jahr soll sie die Arbeit wieder aufnehmen, ein genauer Termin stehe allerdings noch nicht fest, heißt es auf der Website. Wie kommen Betroffene während dieser Zeit nun an die nötige Hilfe?
Für Versicherte heißt das: Sie müssen sich bei Ärger mit der Krankenkasse erstmal an andere Anlaufstellen wenden. „Diese Angebote sind im Gegensatz zur Unabhängigen Patientenberatung allerdings nicht kostenfrei“, sagt Barbara Weber von „Finanztip“.
Einige von ihnen sind an Mitgliedschaften geknüpft. Verbände wie zum Beispiel der Sozialverband Deutschland (SoVD) oder der Sozialverband VdK bieten ihren Mitgliedern Beratung bei Problemen mit der Krankenkasse an.
Nach Angaben von „Finanztip“ muss man für die Mitgliedschaft in so einem Verband mit Kosten von fünf bis acht Euro im Monat rechnen. Verfassen die Verbände einen Widerspruch oder klagen gegen die Krankenkasse, kommen noch weitere Kosten dazu.
Auch Gewerkschaften bieten ihren Mitgliedern Beratung und Rechtsschutz bei Konflikten mit der Krankenkasse.
Und wenn man keine Mitgliedschaft in Verband oder Gewerkschaft abschließen will? Dann sind die Patientenberatungen einiger Verbraucherzentralen eine Option. Laut „Finanztip“ muss man – je nach Verbraucherzentrale – mit Kosten zwischen 20 und 40 Euro für eine Beratung rechnen.
Sinnvoll ist auch die lokale Suche: Gibt es vor Ort (kostenfreie) Beratungsangebote? Das Gesundheitsamt oder das örtliche Bürgerbüro geben Auskunft über solche Anlaufstellen.
Eine weitere Anlaufstelle: das kostenlose Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums (030/340 60 66 01). Dort können Personen, die Probleme mit ihrer Krankenkasse haben, aber eher allgemeine Informationen und weniger eine tief gehende Beratung erwarten.
Mit Material von dpa
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