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Dufte!

Wie Fleischkonsum unseren Körpergeruch beeinflussen soll

Mann riecht an Spinat
Auch wenn „Die Simpsons“ etwas anderes behaupteten – Man(n) findet doch eine Freundin mit Salat
Foto: Getty Images

Wir sind vor Kurzem auf eine Studie gestoßen, die zu folgendem Ergebnis kam: Die Haut von Menschen, die sich vegetarisch oder gar vegan ernähren, soll wesentlich besser riechen als die von Fleischessern. Und das trifft besonders auf Männer zu. Klingt spannend, oder? Dachten wir uns auch. Darum haben wir bei einem Geruchsforscher nachgefragt, was es damit auf sich hat.

Viele Veggie-Konvertiten wissen aus eigener Erfahrung: Das große Geschäft hinterlässt in der Regel eine weitaus erträglichere „Duft“-Wolke als noch zu Zeiten ihrer „Fleischeslust“. Ein positiver Nebeneffekt, der auch den Mitmenschen zugute kommt. Doch wirkt sich der geruchsmildernde Effekt nicht nur auf die Verdauung aus, sondern auch auf den eigenen Körperduft, weiß Geruchsforscher Professor Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum. „Ja, es stimmt. Durch Fleisch entstehen andere Stoffwechselprodukte als durch pflanzliche Kost, die sich durch ihre andere chemische Zusammensetzung auch auf den eigenen Schweißgeruch auswirken“,  erklärt der Duftexperte. Fleischesser riechen also tatsächlich anders als Vegetarier. Nur: Riechen die Gemüse-Lover auch besser, wie in zahlreichen Veganer-Foren gerne mal behauptet wird?

Studie: Frauen bevorzugen den Geruch von vegetarischen Männern

Ausgerechnet Forschende der Universität Prag – Tschechien ist schließlich berühmt für seine deftige Küche – nahmen sich 2006 der Frage an. Außerdem wollten sie wissen, ob und wie eine vegetarische Ernährung die Pheromone beeinflusst, also jene Botenstoffe, die darüber (mit-)entscheiden sollen, ob wir jemanden anziehend finden. Mit anderen Worten: Hilft fleischlose Kost dabei, dass man verlockender auf das andere Geschlecht wirkt?

Dafür wurden 17 junge Männer dazu verdammt, zwei Wochen komplett auf Fleisch zu verzichten. Für sie gab es hauptsächlich Kartoffeln mit geschmolzenem Käse. Der Kontrollgruppe wurde täglich rotes Fleisch vorgesetzt. Nach Ablauf des Experiments wurden allen Teilnehmern Schweißproben aus den Achselhöhlen entnommen – und 30 jungen Hetero-Frauen, die nicht die Antibabypille nahmen (wichtig!), unter die Nase gehalten. Das einhellige Ergebnis: Dabei wussten sie selbstverständlich nicht, ob sie gerade an Veggie- oder Nicht-Veggie-Schweiß schnupperten. In der Duftkategorie „Männlichkeit“ schnitten beide Gruppen übrigens gleich gut ab. Ergo: Wer auf Gemüse setzt, muss nicht befürchten, in Sachen Körperaroma zu „verweichlichen“.

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Was sagt der Experte?

Und was sagt Duftexperte Hatt zu den Erkenntnissen? „Ich denke, die Bewertungen der Frauen kommen daher, dass der Schweiß von Fleischessern intensiver riecht. In unserem Kulturkreis mögen wir schwache Gerüche lieber. Das ist anerzogen und keine unumstößliche Tatsache. Es gibt Kulturen, die starke Düfte vorziehen, bei ihnen würden vermutlich Fleischesser besser abschneiden.“

Ein objektives „gut“ oder „schlecht“ bei Körpergerüchen gibt es also nicht, stattdessen sind unsere Meinungen kulturell determiniert.

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Weniger Fleisch essen hat viele Vorteile

Auch wenn der Versuch darauf hinweist, dass Fleischkonsum (negativen) Einfluss auf den Körpergeruch hat: Das Forscherteam aus Prag räumt natürlich ein, dass die Probandengruppe relativ klein ausfiel. Zudem müsse noch geklärt werden, welche Stoffwechselprozesse dafür verantwortlich sind.

Doch da sich ein geringerer Fleischkonsum laut zahlreichen Studien so oder so positiv auf unsere Gesundheit auswirken soll und Tieren wie Umwelt zugute kommt, könnte Mann, der nicht auf sein Steak verzichten will, einen „besseren Körpergeruch“ als weiteren Ansporn nehmen, bei Fleisch zumindest mehr auf Qualität statt auf Quantität zu setzen.

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