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„Highway to Health – Studien kompakt“

Wie Bewegung das Denken verbessern kann – aber nicht bei allen gleich gut wirkt

Die Art der Bewegung hat auch einen Einfluss darauf, welcher Energieträger unserem Gehirn vermehrt zur Verfügung steht
Die Art der Bewegung hat auch einen Einfluss darauf, welcher Energieträger unserem Gehirn vermehrt zur Verfügung steht Foto: Getty Images, Niels Starnick; Collage: FITBOOK
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Nuno Alves
Chefredakteur

29. Dezember 2025, 10:10 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Bewegung wirkt nicht nur auf Muskeln und das Herz-Kreislauf-System, sondern auch auf das Gehirn. Nach einem Training verspüren viele, dass sie geistig leistungsfähiger sind. Forscher wollten wissen, welche Mechanismen dahinterstecken.

Was wurde untersucht? In einem Übersichtsartikel der Fachzeitschrift „Experimental Physiology“ wurden aktuelle Forschungsergebnisse zur Frage zusammengetragen, wie Bewegung kurzfristig die geistige Leistungsfähigkeit beeinflusst.1

Dabei ging es vor allem um die Rolle des Blutflusses und des Energiestoffwechsels im Gehirn. Die Autoren untersuchten, welche Bedeutung Sauerstoff, Zucker und Laktat für kognitive Verbesserungen haben und warum nicht alle Menschen gleichermaßen vom Training profitieren.

Ergebnisse: Ein erhöhter Blutfluss im gesamten Gehirn genügt offenbar nicht, um das Denkvermögen zu verbessern. Entscheidend ist, dass jene Regionen besser versorgt werden, die gerade aktiv sind, etwa für Aufmerksamkeit oder schnelle Reaktionen. Dafür benötigt das Gehirn Energie, vorwiegend aus Zucker.

Bei intensiver körperlicher Belastung entsteht in der Muskulatur zusätzlich Laktat, das dem Gehirn als schnell verfügbare Energiequelle dient. Menschen, die Zucker gut verwerten oder diesen zusätzlichen Energieträger besonders effizient nutzen, zeigten in Studien deutlichere kognitive Zugewinne nach dem Training. Bei anderen blieb dieser Effekt aus, häufig aufgrund unterschiedlicher Stoffwechselprozesse.

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Bedeutung: Bewegung kann die geistige Leistung kurzfristig steigern. Entscheidend ist jedoch, wie gut das Gehirn während und nach dem Training mit Energie versorgt wird. Der individuelle Stoffwechsel spielt dabei eine zentrale Rolle. Wer gezielt von diesen Effekten profitieren will, sollte Trainingsformen wählen, die zum eigenen Energiehaushalt passen. Nach der Belastung scheinen die Denkzentren im Gehirn besonders aktiv zu sein – ein möglicher Schlüssel für kognitive Erholung und Leistungsfähigkeit.

Fehler entdeckt? Bitte Feedback an: highway2health@fitbook.de.

Quellen

  1. Hashimoto, T., & Ogoh, S. (2025). Acute exercise-induced improvements in cognition: Role of cerebral blood flow and metabolism. Experimental Physiology. Advance online publication. https://doi.org/10.1113/EP092670 ↩︎

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