Ob beim Klettern, Gärtnern, Campen, Crossfit im Park oder auf Entdeckertour in der Natur – kleine Verletzungen sind schnell passiert. Was viele unterschätzen: Tetanus ist kein Relikt aus alten Zeiten. Ohne Impfschutz kann eine Infektion lebensgefährlich verlaufen. Hier sind 6 Mythen und Fakten, die Sie kennen sollten!
1. „Tetanus? Gibt’s doch gar nicht mehr.“ – Doch, leider.
Tetanus (auch Wundstarrkrampf genannt) ist zwar selten, aber potenziell tödlich. Das Bakterium Clostridium tetani gelangt über kleinste Wunden in den Körper. Die Symptome können von Muskelkrämpfen bis zur Atemnot reichen und müssen oft intensivmedizinisch behandelt werden.
2. „Ich lebe in der Stadt – mich betrifft das nicht.“ – Irrtum.
Tetanus-Bakterien finden sich überall dort, wo Erde oder Tierkot vorkommen – also auch in Stadtparks, Gärten oder Hinterhöfen. Besonders gefährdet sind Menschen, die sich viel draußen aufhalten, denn selbst kleine Schürfwunden beim Laufen oder Radfahren können ausreichen, um sich zu infizieren.
3. „Ich wurde doch schon als Kind geimpft.“ – Der Schutz ist nur vorübergehend.
Die Grundimmunisierung bietet keinen lebenslangen Schutz. Für einen dauerhaften Schutz empfiehlt die STIKO Erwachsenen, die Tetanus-Impfung alle zehn Jahre aufzufrischen.
4. „Wer fit und gesund ist, dem passiert schon nichts.“ – Tetanus kennt kein Fitness-Level.
Auch wer sportlich, gesund und aktiv lebt, kann sich bei ganz alltäglichen Aktivitäten durch kleine Wunden infizieren. Besonders wer regelmäßig draußen aktiv ist, sollte daher seinen Impfstatus im Blick behalten.
5. „Ich desinfiziere jede Wunde.“ – Lieber auf Nummer sicher gehen.
Die anaeroben Tetanus-Erreger überleben tief im Gewebe und bilden ein gefährliches Nervengift. Eine Desinfektion reicht nicht aus – eine Impfung kann aber schützen.
6. „Nur große Wunden sind gefährlich.“ – Leider falsch.
Bereits winzige Verletzungen können ausreichen: ein Kratzer vom Rosendorn, eine Schürfwunde auf dem Trailrun oder ein kleiner Splitter beim Zelt aufbauen. In vielen Fällen erinnern sich Betroffene später nicht einmal an die Verletzung.
Fazit
Wenn Ihre letzte Tetanus-Impfung mehr als zehn Jahre zurückliegt, sind Sie vermutlich nicht mehr ausreichend geschützt. Lassen Sie sich am besten beim nächsten Arztbesuch beraten – häufig wird die Tetanus-Auffrischimpfung zusammen mit Diphtherie und Keuchhusten verabreicht.
Schützen Sie sich und bleiben Sie aktiv, gesund und sicher.
Weitere Infos finden Sie hier.
NP-DE-PTU-ADVR-250018 (08/2025)