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Training statt Winterpause

Kanarische Inseln: Warum immer mehr Sportler hier an ihre Grenzen gehen

Sportliche Höchstleistungen vor malerischer Kulisse mit Blick aufs Meer.
Sportliche Höchstleistungen vor malerischer Kulisse mit Blick aufs Meer. Foto: Turismo de Islas Canarias

In Deutschland entscheiden sich viele Hobby- und Profisportler im Winter für das Laufband und andere Indoor-Geräte, um auch während der dunklen Jahreszeit möglichst fit zu bleiben. Immer mehr Menschen, die an 365 Tagen im Jahr Lust auf Training unter freiem Himmel haben, entscheiden sich für einen Urlaub auf den Kanarischen Inseln.  Doch das milde Klima während der Wintermonate ist längst nicht der einzige Grund, weshalb diese Destination für Profis, ambitionierte Freizeitsportler und alle interessant ist, die auch im Urlaub aktiv sein möchten. Wer genauer hinschaut, entdeckt zwischen Atlantik und Vulkanbergen eine Trainingsumgebung, die ungewöhnlich viele Möglichkeiten auf engem Raum vereint.

Morgens Höhenmeter, nachmittags zurück ans Meer

19 Grad im Winter, 23 Grad im Sommer, eine niedrige Luftfeuchtigkeit und rund 4.800 Sonnenstunden im Jahr: Die klimatischen Bedingungen, mit denen die Kanarischen Inseln aufwarten, machen es möglich, hier zu jeder Jahreszeit zu trainieren.

Vor allem Ausdauersportler profitieren aber noch von einer weiteren Besonderheit. Und diese zeigt sich in geografischer Hinsicht. Auf den Inseln liegen Meer und Berge so nah beieinander, dass es möglich ist, innerhalb eines Tages unter völlig unterschiedlichen Bedingungen zu trainieren.

So hat zum Beispiel die Insel Teneriffa ihr Netz an Radrouten, die von der Küste hinauf in Richtung Teide führen, im Laufe der Zeit immer mehr ausgebaut. Auf einer Höhe von bis zu 2.300 Metern wird es anstrengend, bevor es an der Zeit ist, weiter unten (mit Blick aufs Meer) etwas gemütlicher unterwegs zu sein. Auf Gran Canaria fordert hingegen unter anderem der Pico de las Nieves mit seinen steilen Passagen die Beine.

Trailrunner können dieselbe Landschaft auf eine ganz andere Weise nutzen. Sie wissen es oft zu schätzen, dass sich das Terrain, das sich unter anderem durch Vulkanböden, steile Anstiege und unterschiedliche Höhenlagen charakterisiert, innerhalb vergleichsweise kurzer Distanzen deutlich verändern kann. Allerdings wäre es falsch, hinter all dem nur die wunderschöne Trainingskulisse zu sehen. Mit der Transvulcania auf La Palma und der Transgrancanaria finden hier international bekannte Trailrennen statt.

Auf dem Weg zu sportlichen Zielen. Bild: Turismo de Islas Canarias
Auf dem Weg zu sportlichen Zielen. Bild: Turismo de Islas Canarias

Vom Trail ins Wasser und vom Rennrad ins Gym

Wer bei den Kanaren bislang vor allem an Strände und Ferienanlagen denkt, dürfte spätestens beim Blick auf die „sportliche Infrastruktur“ überrascht sein. Auf den Inseln stehen den Besuchern mehr als 30 spezialisierte Sport- und Trainingsanlagen zur Verfügung. Zusammengenommen können diese mehr als 3.000 Profisportler bei ihrem Training unterstützen.

Vor allem für Triathleten ist die Kombination der unterschiedlichen Sportarten besonders interessant. Laufstrecken, Radrouten, olympische Schwimmbecken und der Atlantik ermöglichen es, die drei Disziplinen während eines Trainingsaufenthalts miteinander zu verbinden. Hinzu kommen mehr als 1.500 Kilometer Küste und eine Wassertemperatur, die (je nach Jahreszeit) zwischen etwa 18 und 25 Grad liegt. Ideal für alle, die Lust auf Freiwassertraining haben!

Viele wissen jedoch nicht nur die Bedingungen im, sondern auch auf dem Wasser zu schätzen. Die Passatwinde sorgen dafür, dass Segeln, Windsurfen und Kitesurfen für viele Urlauber dazugehören.

Ideale Bedingungen für eine Vorbereitung auf den nächsten Triathlon. Bild: Turismo de Islas Canarias
Ideale Bedingungen für eine Vorbereitung auf den nächsten Triathlon. Bild: Turismo de Islas Canarias

Ein umfassendes Angebot, das sich kontinuierlich weiterentwickelt

Die Sportlandschaft auf den Kanarischen Inseln verändert sich. So fand Anfang September 2026 auf Teneriffa zum Beispiel zum ersten Mal ein offizieller HYROX-Wettkampf statt. Dabei wechseln sich acht Ein-Kilometer-Läufe mit acht funktionellen Workouts ab. Für viele dürfte es sich daher nur um eine Frage der Zeit gehandelt haben, bis es HYROX schafft, sich auch hier einen Namen zu machen. Immerhin passt diese Art von Fitness gut zu einer Umgebung, die schon lange von Radsport, Trailrunning, Triathlon, Schwimmen und Wassersport geprägt wird.

Bei HYROX werden sämtliche Muskelgruppen gefordert. Bild: Turismo de Islas Canarias
Bei HYROX werden sämtliche Muskelgruppen gefordert. Bild: Turismo de Islas Canarias

Und immer wieder zeigt sich, dass es sich bei den Kanaren nicht nur um ein Trainingsziel handelt, das sich an Extremsportler richtet. Wer für den nächsten Marathon trainiert, sich auf einen Triathlon vorbereitet, seine Fitness verbessern oder im Urlaub einfach weiter aktiv bleiben möchte, findet dieselben natürlichen Bedingungen vor. Wie intensiv das Training dann am Ende ausfällt, entscheidet jeder selbst.

Und was kommt nach dem Training auf den Teller?

Mit derart leckeren Angeboten fällt es leicht, sich auch im Urlaub bewusst zu ernähren! Frischer Fisch, mageres Fleisch, Obst und Gemüse aus regionalem Anbau helfen nach dem Training dabei, den Energiehaushalt aufzufüllen und den Körper mit Nährstoffen zu versorgen.

Aspekte wie diese geraten oft in Vergessenheit, zeigen allerdings, wie wichtig es ist, ein möglichst effektives Training ganzheitlich zu denken. Wer mehrere Tage oder Wochen intensiv trainiert, verbringt nur einen Teil davon tatsächlich auf dem Rad, im Wasser, auf der Laufstrecke oder im Gym. Schlaf, Essen und Regeneration müssen daher in einem vertretbaren Verhältnis zueinander stehen.

Noch einmal anstrengen. Dann ist Erholung angesagt. Bild: Turismo de Islas Canarias
Noch einmal anstrengen. Dann ist Erholung angesagt. Bild: Turismo de Islas Canarias

Zwei weitere wichtige Faktoren: Regeneration und Erholung

Wer hart trainiert, sollte auch ausreichend Zeit für die Erholung einplanen. Und auch hier bleiben auf den Kanaren keine Wünsche offen. Auf den Inseln arbeiten Sportmediziner, Physiotherapeuten und Ernährungsberater mit Athleten, die Wert auf ein überzeugendes Gleichgewicht legen. Die Angebote aus dem Bereich Radsport lassen sich vor Ort auch wahlweise mit Leistungen wie biomechanischer Betreuung, Massagen oder Eisbädern verbinden.

Selbstverständlich sorgt auch die Umgebung vor Ort dafür, dass sich Training und Urlaub derart gut verbinden lassen. Nach einer Einheit in den Bergen verschlägt es viele zurück an die Küste. Die Stunden unter freiem Himmel und die Meeresluft gehören dabei ebenso zum Trainingserlebnis wie die eigentlichen Einheiten.

Hinzu kommt die vergleichsweise unkomplizierte Anreise. Von Mitteleuropa erreichen Urlauber die Kanarischen Inseln in rund vier Flugstunden. Zudem beträgt der Zeitunterschied zu Deutschland lediglich eine Stunde. Wer für einige Tage oder Wochen zum Trainieren anreist, muss daher keinen klassischen Jetlag fürchten, der das Workout beeinflussen könnte.

Weitere Informationen zu Trainingsmöglichkeiten, Sportarten, Anlagen und geeigneten Orten gibt es im offiziellen Portal der Kanarischen Inseln für professionelles Sporttraining.

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