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Wer sich von Rezeptgebühren befreien lassen kann

Nette Apothekerin
Unter gewissen Umständen können Sie sich von den Rezeptgebühren befreien lassen
Foto: Getty Images

Sie waren 2018 schon im Krankenhaus oder auf Kur? Dann kann es sein, dass Sie dieses Jahr (schon längst) keine Rezeptgebühren mehr zahlen müssen.

Wer krank ist, gehört zum Arzt und bekommt dort in der Regel ein Rezept, für das er in der Apotheke mindestens fünf Euro zahlen muss. Wer an einer chronischen Krankheit leidet und auf verschreibungspflichtige Medikamente angewiesen ist, kann hingegen von den Rezeptgebühren befreit werden. Und diese Befreiung gilt nicht nur für chronisch Kranke.

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Das Gesundheitsportal aponet.de informiert darüber, dass Patienten ihre Rezeptgebühren nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze selbst bezahlen müssen. Oberhalb dieser Belastungsgrenze sind Patienten von weiteren Zuzahlungen befreit. Der individuell verschiedene Eigenanteil – der übrigens auch durch Reha- oder Krankenhausaufenthalte erschöpft werden kann – beträgt zwei Prozent der jährlichen Bruttoeinkünfte aller im Haushalt lebenden Personen. Bei nachweislich chronisch kranken Menschen liegt diese Grenze sogar nur bei einem Prozent. Ob Sie mit Ihren Ausgaben schon Anrecht auf Zuzahlungsbefreiung haben, können Sie bspw. mit dem Zuzahlungsrechner von aponet.de oder der DAK herausfinden.

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Übrigens können Sie sich Zuzahlungen auch noch rückwirkend erstatten lassen.

Anspruch auf Zuzahlungsbefreiung? Das müssen Sie beachten

  • Wichtig: Patienten müssen bei ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung stellen.
  • Auch wichtig: Patienten müssen für den Antrag alle Zahlungsbelege (mit ihrem vollständigen Namen versehen!) aufheben und sammeln. Dabei kann Ihnen auch Ihre Stammapotheke helfen.

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Befreiung gilt nicht bei Mehrkosten

Die Zuzahlungsbefreiung gilt aber nicht für „Mehrkosten“. Gemeint ist der Fall, wenn der Arzt ein Medikament beschreibt, das teurer ist als der von Kassenseite erstattete Festbetrag. Zwar entfallen hier die eigentlichen Rezeptgebühren, die Differenz zum Festbetrag muss der Patient dann trotzdem noch zahlen.

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Befreiung schon im Voraus erwirken

Wenn Sie an einer chronischen Krankheit leiden und Ihre Zuzahlungen die Höchstgrenze wiederholt überschreiten, können Sie den jährlich anfallenden Eigenanteil gleich an die Krankenkasse überweisen und sich dann befreien lassen. Vorteil: Sie müssen dann nicht mehr die Zahlungsbelege sammeln.

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