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Bei Soap-Star Szewczenko ging’s ins Auge

Nachgefragt beim Fachmann: Was tun bei Wespenstichen?

Tanja Szewczenko (41) hat’s erwischt. Auf Instagram postete die Schauspielerin ein Selfie, das nicht lange danach suchen lässt, wo genau im Gesicht sie von einer Wespe gestochen wurde. Sieht nicht schön aus – ist aber trotzdem noch gut ausgegangen. FITBOOK weiß vom Experten, warum.

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. „Ich hasse diese Viecher eh“, schreibt sie unter einen aktuellen Instagram-Post, der sie mit einem dick geschwollenen linken Auge zeigt. Eine Wespe war auf sie zugeflogen unter ihre Sonnenbrille gerutscht – „…und jetzt sehe ich so aus“:

Was tun, wenn man gestochen wurde?

Auch wenn sie hier reichlich Mut zur Hässlichkeit beweist – der früheren Eiskunstläuferin wäre es sicher recht, wenn ihr Auge möglichst bald wieder normal aussieht. Allzu viel kann man aber leider nicht machen. Im Gespräch mit FITBOOK erklärt der Münchener Dermatologe Dr. med. Timm Golüke, dass Insektenstiche symptomatisch behandelt werden sollten – und damit ganz ähnlich wie ein Sonnenbrand. In erster Linie sollte man sie kühlen, „beispielsweise mit Quarkumschlägen. Cortisonhaltige Cremes lindern den Juckreiz und lassen die Schwellung zurückgehen.“ Diese gäbe es rezeptfrei zu kaufen, beispielsweise Präparate wie Hydrocortison oder FeniyHdrocort.

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Was bringen moderne Stichheiler?

Dass man Wespen- oder Bienenstiche einfach verschwinden lassen kann, versprechen neuerdings spezielle Geräte. Auch Dr. Golüke hat von jenen Stichheilern schon gehört. „Die thermischen sollen mit einem Wärmeimpuls dafür sorgen, dass das fremde Protein aus dem Wespengift denaturiert wird und sich nicht weiter ausbreiten kann.“ Elektrische Stichheiler sollen einen ähnlichen Effekt auf das Gift haben, allerdings über Ladungsstöße. Nach der Einschätzung des Experten ist man mit den konventionellen Linderungsmethoden aber besser beraten. „Wichtiger sind antiallergische Arzneimittel und Kühlen“, findet er.

Wespe auf Küchentisch

Es ist möglich, auf Bienen- und/oder Wespenstiche allergisch zu reagieren. Und das kann lebensgefährlich sein.
Foto: dpa Picture Alliance

Achtung: Wespenstiche können tödlich sein!

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„Nach einem ersten Vorfall dieser Art sollte ein RAST-Test (‚Radio-Allergo-Sorbent-Test‘, Anm.d.Red.) durchgeführt werden“, betont Dr. Golüke. Dabei wird festgestellt, ob eine Insektengiftallergie vorliegt. Wer davon weiß, sollte dem Experten zufolge immer ein Notfallset mit sich führen. Dieses enthält einen Adrenalin-Pen, mit dem sich Gestochene besagtes Hormon schnellstmöglich über den Oberschenkel injizieren sollen. Ebenfalls drin: Cortisonsaft – gegen das Zuschwellen des Halses – und ein Antihistaminikum, also ein Medikament, das Unverträglichkeitssymptome lindert. Der Umgang wird Ihnen in der Apotheke beigebracht.

Wespe im Trinkglas

Bitte tief ins Glas schauen! Der Experte warnt vor Wespen in Getränken, die verschluckt werden und zustechen könnten.
Foto: dpa Picture Alliance

Achtung vor Insekten in Lebensmitteln

„Wenn man eine Wespe verschluckt und sie sticht, führt das schnell zu einem Anschwellen der inneren Schleimhäute“, warnt Dr. Golüke. Somit könnten Insektenstiche im Mund- und Rachenraum folgenschwer sein. Auch in diesem Fall: Bitte umgehend einen Rettungsdienst alarmieren! Um das Risiko im Vorfeld zu reduzieren, empfiehlt der Arzt, offene Getränke im Freien abzudecken und stets zu überprüfen, ob sich in Lebensmitteln womöglich ein Insekt versteckt hat.