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Achtung!

Warum Sie bei ständigem Mundgeruch unbedingt zum Zahnarzt sollten

Ein Mann atmet sich aus Angst vor Mundgeruch in die Hand
Wenn Mundgeruch über einen längeren Zeitraum anhält, sollte man den Zahnarzt aufsuchen
Foto: Getty Images

Es gibt verschiedene Lebensmittel, die Mundgeruch auslösen können. Manchmal stecken aber auch Erkrankungen dahinter. FITBOOK hat mit Experten darüber gesprochen, was man tun sollte, wenn das Problem regelmäßig auftritt.

Wie entsteht Mundgeruch?

Meist sind Bakterien der Auslöser. Sie tummeln sich im hinteren Bereich der Zunge und verstoffwechseln Bestandteile dessen, was man so isst. Dabei entstehen flüchtige Schwefelverbindungen, erklärt Prof. Sebastian Paris vom Institut für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Berliner Charité. Und jeder, der schon mal Schwefel gerochen hat, weiß: nicht schön. Dagegen kann es im ersten Schritt helfen, regelmäßig Kaugummi zu kauen oder zuckerfreie Bonbons zu lutschen. Dadurch wird der Speichelfluss angeregt, was dabei hilft, Bakterien aus dem Mund zu spülen.

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Zähne putzen

Gründliches Zähneputzen ist gut, das zusätzliche Reinigen der Zunge noch besser: Denn dort setzen sich gern Bakterien fest, die zu Mundgeruch führen können.
Foto: Caroline Seidel

Zahnhygiene ist das A und O

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Zudem ist auch die raue Oberfläche die Zunge ein perfekter Nährboden für Bakterien. Zahnärzte empfehlen daher, täglich vorsichtig die Zunge abzureiben – dabei aber bitte nicht zu grob vorzugehen! Gut geeignet sind Bürsten, die auf der Rückseite mit einem speziell hierfür vorgesehen Gummi bezogen sind.

 

Statistik zur Nutzung von Zahnputzgeräten

In seltenen Fällen entsteht Mundgeruch im Magen

Wenden Sie sich in diesem Fall an einen Gastroenterologe, die Symptome können zum Glück behandelt werden.

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Was man zusätzlich tun kann

Zunächst ist es gar nicht einfach festzustellen, ob man Mundgeruch hat. Wer in seine eigene Hand haucht und daran riecht, könnte es bemerken. „Zahnärzte empfehlen manchmal einen anderen ‚Selbsttest‘: mit der Zunge über das Handgelenk lecken und lassen den Speichel kurz antrocknen“, weiß Diplom-Ökotrophologe Uwe Knop. „Dann können Sie riechen und sich ein erstes, natürlich sehr subjektives, Urteil bilden.“ Der Ernährungswissenschaftler räumt jedoch ein, dass, wer viel Zwiebeln, Knoblauch und/oder Fisch gegessen hat, es gar nicht wirklich zu überprüfen braucht – „er riecht aus dem Mund.“ Dagegen können pflanzliche Dragees aus der Apotheke (z.B. von Stozzon, ca. 7 Euro) helfen. Ihr Inhaltsstoff Chlorophyll soll eine mögliche Geruchsbildung schon im Magen verhindern.

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