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Hoffnung für Schmerzpatienten

Dieser Cannabis-Wirkstoff ist 30 Mal effektiver als Aspirin

Cannabis
In Deutschland kann Cannabis vom Arzt für Patienten zur Therapie von bestimmten Krankheiten verschrieben werden
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Cannabis ist nach wie vor umstritten. Für die einen ist es eine Droge, für die anderen ein hilfreiches Schmerz- und Beruhigungsmittel. Nun haben Forscher es geschafft einen entzündungshemmenden Inhaltsstoff nachzubilden, der dreißig Mal effektiver ist als Acetylsalicylsäure (ASS) – besser bekannt unter dem Markennamen Aspirin.

In Deutschland können seit März 2017 schwerkranke Patienten Cannabis auf Rezept erhalten. Dabei entscheidet der behandelnde Arzt, ob eine Cannabis-Therapie hilfreich ist. Die Kosten dafür werden von der Krankenkasse übernommen.

Das Einsatzspektrum von Cannabis zur medizinischen Behandlung ist breit. Oft wird es beispielsweise bei chronischen Schmerzen, Multipler Sklerose, depressiven Störungen und ADHS verschrieben. Vor allem soll es die Krankheitssymptome der Patienten lindern. Allerdings muss stark abgewogen werden, ob diese Art der Therapie in Frage kommt.

Forscher mit Cannabis

Kanadische Forscher haben herausgefunden, wie man den hocheffektiven Wirkstoff Cannflavin aus Cannabis synthetisch nachbilden kann
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Cannflavine sind deutlich effektiver als Acetylsalicylsäure

Allerdings enthält Cannabis noch andere Stoffe, die eine positive Wirkung haben. Dazu zählen die sogenannten Cannflavine. Eben diese Entzündungshemmer sind 30 Mal effektiver als Acetylsalicylsäure (ASS), die im Aspirin eingesetzt wird. Doch es gibt ein Problem: Cannflavine machen nur 0,014 Prozent der Cannabis-Pflanze aus. Man benötigt also eine enorme Menge des Rohstoffs, um die Substanz zu gewinnen. Das würde den Preis für einen potenziellen Entzündungshemmer in schwindelerregende Höhen treiben – und ist somit als günstige ASS-Alternative unbrauchbar.

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Bislang wusste man nicht, wie die Cannflavine gebildet werden. Doch nun gelang es kanadischen Wissenschaftlern, den „Bauplan“ für die hochwirksame Substanz zu entschlüsseln. Dazu haben sie den Stoffwechselprozess der Pflanze analysiert und die für die Cannflavin-Produktion verantwortlichen Gene ausgemacht. Somit ist es ihnen möglich, den hocheffektiven Entzündungshemmer im Labor herzustellen.

Deswegen arbeiten die Forscher jetzt an einer Methode, wie man die Cannflavine in großen Mengen herstellen und somit für die breite Masse verfügbar machen kann.