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von FITBOOK

Weltgesundheitsorganisation warnt

In manchen Ländern jedes zehnte Medikament minderwertig

Unterschiedliche Pillen bilden eine große Tablette
Laut WHO sind weltweit viele gefälschte Medikamente im Umlauf. Oft enthalten sie keinen Wirkstoff.
Foto: Getty Images

Die Pharmaforschung hat in den vergangenen Jahrzehnten großen Fortschritt gebracht. Ohne Krebspräparate oder Antibiotika hätten viele Patienten keine Überlebenschance. Doch nicht alle Medikamente erfüllen die erreichten Standards. Die WHO zeigt sich besorgt.

„Das ist nicht nur eine Geldverschwendung für Patienten und Gesundheitssysteme, solche Produkte können auch schwere Krankheiten oder sogar den Tod bedeuten“, so die WHO.

Im Fokus stehen Antibiotika, Medikamente gegen Malaria und Krebs sowie Verhütungsmittel

Betroffen waren vor allem Antibiotika und Medikamente gegen Malaria, aber auch gegen Krebs und Verhütungsmittel. Es handelte sich zum Teil um komplett gefälschte Medikamente, etwa Pulver und Tabletten mit bekannten Markennamen, die aber keinen Wirkstoff enthalten. Andere Medikamente sind nicht getestet oder fallen bei Tests durch, weil sie Qualitätsstandards nicht erfüllen oder nicht halten, was sie versprechen.

Insgesamt dokumentiert die WHO 1500 gemeldete Fälle in aller Welt. Fast die Hälfte der bemängelten Medikamente tauchten in Afrika südlich der Sahara auf (42 Prozent). 21 Prozent wurden aus Europa gemeldet. Die WHO geht davon aus, dass diese Meldungen das Problem nicht annähernd wirklichkeitsnah abbilden. In zahlreichen Fällen würden falsche oder unzureichende Medikamente nicht erkannt.

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Die WHO berichtet über eine Hochrechnung der Universität Edinburgh, wonach womöglich bis zu 169 000 Kinder im Jahr an Lungenentzündung sterben, weil sie nicht die richtigen Medikamente bekommen.

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