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Abtreibungsdebatte

Schwangerschaftsabbruch: Was ist erlaubt, was nicht?

Frau hält einen Schwangerschaftstest in der Hand
Abtreibungen sind noch immer ein sehr emotionales Thema
Foto: Getty Images

Das Thema Abtreibung ist gerade sehr präsent. Auslöser ist der Strafprozess gegen eine Ärztin. Doch wie sehen die gesetzlichen Regelungen eigentlich aus?

Geht es um den Abbruch einer Schwangerschaft, können sich auch Ärzte strafbar machen – unter anderem, wenn sie für eine Abtreibung werben. Am eigenen Leib hat das aktuell die Gießener Ärztin Kristina Hänel erfahren müssen, die 6.000 Euro Strafe zahlen soll, weil sie Informationen – aber eben keine Werbung, wie sie betont – über Abtreibungen bereitgestellt hatte.

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Wann sich Ärzte strafbar machen

Wer nämlich für „Dienste“ oder „Verfahren“ zum Abbruch einer Schwangerschaft öffentlich wirbt, wird nach Paragraf 219a StGB mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft. Kritiker sehen dringenden Reformbedarf.

Eine Abtreibung bleibt straffrei, wenn sie binnen drei Monaten nach der Empfängnis und nach einer Konfliktberatung vorgenommen wird. Ohne rechtliche Folgen bleibt sie auch, wenn es medizinische Gründe für den Abbruch gibt oder wenn die Frau durch eine Vergewaltigung schwanger wurde.

Die sozialliberale Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) hatte die Reform des seit 1871 geltenden Abtreibungsparagrafen Mitte der 1970er Jahre auf den Weg gebracht.

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Wo ungeplant schwangere Frauen Rat finden

Wird eine Frau ungeplant schwanger und möchte mit jemandem darüber sprechen, kann sie sich an eine anerkannte Beratungsstelle wenden. Darauf weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hin. Auf ihrer Internetseite finden Frauen kostenlos Rat in der Nähe. Sie können sich aber auch telefonisch beraten lassen. Wer lieber anonym bleiben möchte, hat zudem bei einigen Anbietern von Schwangerschaftsberatung die Möglichkeit, online über ein Kontaktformular oder im Chat Fragen zu stellen.

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