Meerrettich hat die Power, Erkältungen vorzubeugen

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Geheimwaffe Senföle

Der scharfe Geschmack entsteht durch die enthaltenen Senföle, die beim Schneiden oder Raspeln freigesetzt werden. Im Körper wirken die Senföle antimikrobiell, teilt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in ihrem Magazin „Neue Apotheken Illustrierte“ mit (Ausgabe 15. September 2017). Unschöne Nebeneffekte beim Zerkleinern der Power-Wurzel sind Augentränen, Nasen laufen und gerötete Wangen.

In Bayern und Österreich ist Meerrettich auch als Kren bekannt

Foto: Getty Images

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Hilfe bei Erkältungen und Blasenentzündungen

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Meerrettichs stecken in der Wurzel. Neben Vitamin B1, B2 und C sowie Mineralstoffen sind dies vor allem die entstehende Senföle. Wegen ihrer antibakteriellen Wirkung soll Meerrettich besonders bei Infekten im Körper hilfreich sein und kann speziell bei beginnenden Erkältungen und Blasenentzündungen eingesetzt werden. Laborexperimente zeigten laut „Apotheken Umschau“ bereits, dass Senföle bestimmte krebsauslösende Vorgänge hemmen können. Jedoch ist bis dato nicht bewiesen, dass Menschen, die viele Senföle mit der Nahrung aufnehmen, tatsächlich ihr Risiko für bestimmte Krebsarten senken.

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Zusammensetzung pro 100 g Tagesbedarf

(nach DGE od. RDA)
Energie: 64 kcal
266 kJ
Wasser: 74.85 g
Eiweiß: 2.80 g 70 g
Fett: 0.30 g max. 60 g
Kohlenhydrate: 11.67 g
Ballaststoffe: 7.50 g 30 g

Quelle: www.naehrwertrechner.de

Roh am meisten Power

Da die ätherischen Öle sich schnell verflüchtigen, reibt man am besten immer nur so viel, wie man direkt verarbeiten kann. Damit sich das weiße Fleisch an der Luft nicht braun verfärbt, gibt man etwas Milch, Mehl oder Zitronensaft dazu. Am besten verwendet man Meerrettich roh, denn Hitze zerstört die Senföle.

Achtung: Nicht jeder verträgt Meerrettich in hoher Dosierung. Magen-Darm-Beschwerden können die Folge sein.

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