Holen Sie sich einen Hund ins Büro!

Den geliebten Vierbeiner den ganzen Tag alleine zu Hause zu lassen – das kommt für die meisten Hundehalter nicht in Frage. Doch wohin mit Bello, wenn Frauchen und Herrchen arbeiten müssen? Mitnehmen! Dafür wirbt jedenfalls Markus Beyer, erster Vorsitzender des Bundesverbandes Bürohund e.V. und das hat einen guten Grund. Seinen Menschen ins Büro zu begleiten ist nämlich nicht nur für das Tier von Vorteil, sondern auch für Mitarbeiter und Unternehmen.

Mensch und Hund tun sich gut

Erstmals konnte die positive Wirkung eines Vierbeiners im Büro vor vier Jahren von dem amerikanischen Professor Randolph T. Barker in einer Studie nachgewiesen werden und auch die schwedischen Wissenschaftlerin Dr. Linda Handling befasste sich in ihrer Untersuchung mit der Mensch-Hund-Beziehung.

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Ihre Entdeckung: Bei der Begegnung zwischen Hund und Mensch wird bei beiden das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das als Liebes- oder auch Kuscheln-Hormon bekannt ist, entspannend wirkt und auch bei werdenden Müttern und Vätern vermehrt auftritt. „Es erhöht das Empathie-Vermögen. Man kann sich besser in ein anderes Wesen einfühlen. Es sorgt dafür, dass man dieses Wesen beschützen und umsorgen möchte“, sagt Beyer. „Zudem senkt das Hormon linear die Stresshormone Insulin und Cortisol im Blut. Und es stößt die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin an. Man fühlt sich also insgesamt glücklicher und das wirkt sich außerordentlich positiv auf die körperliche sowie psychische Gesundheit von uns Menschen aus.“

Happy Hund, happy Mensch, happy Chef

Ein glücklicherer Mitarbeiter ist nicht nur seltener krank, sondern zeigt zudem mehr Engagement. Doch das ist nicht der einzige positive Effekt für den Arbeitgeber. So erklärt Beyer weiter: „Indem ein Hund positiven Einfluss auf die arbeitsbedingte Belastung hat und damit vor psychischen Erkrankungen schützen kann, hat er für das Unternehmen auch einen wesentlichen monetären Vorteil. Mitarbeiter, die durch den Kollegen Hund psychisch und körperlich gesünder, motivierter und loyaler sind, tragen deutlich mehr zum Unternehmenserfolg bei. Zudem werden so natürlich auch Krankenkosten gesenkt.“

Dass auch das Image eines Betriebes durch die Zulassung von Hunden im Büro aufpoliert wird, belegt eine repräsentative Studie des Karriere-Netzwerkes Xing. Hier hatten mehr als ein Drittel der Befragten angegeben, dass ein Arbeitgeber umso attraktiver auf sie wirke, wenn der Hund am Arbeitsplatz erlaubt ist.

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Das müssen Sie beachten

Damit die Bürogemeinschaft zwischen Mensch und Tier aber funktioniert, sind einige Aspekte zu beachten, gibt der Hundefreund zu bedenken: „Es muss ein Regelwerk geben, das die Interessen des Unternehmens, der Mitarbeiter mit Hund, der Mitarbeiter ohne Hund und der Hunde berücksichtig und zum Ziel hat, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen und einen positiven Effekt für jeden einzelnen zu schaffen. Nur so kann das Ganze funktionieren.“

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Außerdem gibt Beyer zu bedenken: „Wir kämpfen natürlich für das Thema Bürohund. Aber der Hund ist nicht das Allheilmittel, wenn die Stimmung im Büro nicht stimmt.“ Wo das Arbeitsklima grundsätzlich in Schieflage sei, wo die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Chef nicht klappe, da werde ein Bürohund nicht die Lösung sein. „Der ist immer nur ein Mosaiksteinchen in einer besonderen Unternehmenskultur. Er kann ein Anstoß sein, aber er wird nie sämtliche Probleme lösen.“

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