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Fernanda Brandão

Ihr neues Regenwald-Workout für Körper und Seele

„Yoga Nanda“ am Tarauacá Fluss auf einer Sandbank vor dem Dorf Rosa Branca
Foto: Roman Rütten (Edel Books)

Früher liebte Fernanda Brandão (36) schnelle Beats und kraftvolle Kicks. Neuerdings setzt die Fitnesstrainerin auf ruhigere Übungen und eine Extraportion Achtsamkeit. Warum ein Abenteuer am Amazonas alles veränderte, erzählt sie in ihrem Buch „KAXINAWA– Meine Reise zurück zu mir“.

Es ist eine Mischung aus Capoeira, Fitness und Tanz: Ihr erstes Erfolgs-Workout taufte Fernanda Brandão „Ginga“ (sprich: Dschinga). Dieser Begriff steht in ihrer brasilianischen Heimat für ein Lebensgefühl, das auf Rhythmus und der Kunst der Bewegung basiert. Voller Energie riss sie ihre Fans mit!

Doch jetzt überrascht sie mit ihrem neuen und viel ruhigeren Fitnessprogramm namens „Roots“. Es heißt so, weil Fernanda Brandão dazu inspiriert wurde, als sie selber zu ihren Wurzeln zurückkehrte. Das Besondere an „Roots“: Bei dem Mix aus Yoga- und Pilates-Elementen, Bewegungsabläufen aus der Physiotherapie und Meditation wird nicht nur der Körper intensiv trainiert, sondern auch die eigene Achtsamkeit. Dieses Workout ist also ganz nebenbei eine Anleitung zur Entschleunigung!

Fernanda mit traditionellem Federschmuck und der klassischen Bemalung der Huni Kuin im Dorf Alta Mira
Foto: Roman Rütten (Edel Books)

Raus aus dem Hamsterrad, rein in die Achtsamkeit

Und die hatte Fernanda Brandão selber bitter nötig. Warum – das verrät sie in ihrem neuen Buch „KAXINAWA– Meine Reise zu mir“:

Im Jahr 2015 war ich vollkommen überarbeitet. Das bekam ich aber nicht mit, weil sich das Hamsterrad so schnell drehte und so schön schnurrte. Ich musste mich voll darauf konzentrieren, das Tempo mitzuhalten. (…) Und dann starb mein Opa. Er war mehr wie ein Vater für mich – und er starb in meinen Armen. Es war das erste Mal, dass ich jemanden verlor, der mir nahestand. Es war eines der intensivsten Erlebnisse meines Lebens. (…)

Mein Opa war mit sich im Reinen, als er starb. (…) In seiner Freizeit malte er gerne. Außerdem half er sehr vielen Menschen. Als es ans Sterben ging, sagte er mir, dass er zufrieden sei mit dem Leben, das er gelebt hatte.

Ich habe mich damals gefragt: Wenn ich morgen sterben würde – könnte ich dasselbe von mir sagen? Habe ich Dinge bewegt? An was werden sich die Menschen erinnern? Würde ich aufschauen zu der Person, die ich heute bin? Und ich fragte mich noch mehr: Geht es mir gut? Geht es meiner Seele gut? Ich dachte viel nach über die ganz großen Dinge: Was ist der wirkliche Sinn des Lebens? Warum bin ich hier? Bin ich zufrieden? Glücklich? Oder traurig? Bereue ich etwas? Und wer kann mir überhaupt sagen, welche Erfahrungen hier in diesem Leben für mich wichtig sind? Das konnte nur meine Seele. (…)

Nachdem ich sie jahrelang gezwungen hatte, immer das zu tun, was mein Verstand für richtig hielt, wollte ich ihr endlich eine eigene Stimme geben. Ich wollte ihr Raum und Zeit schenken, damit sie sich entfalten konnte. (…) Ich ging auf die Suche nach mir selbst.“

In ihrem Buch KAXINAWA nimmt Fernanda Brandao uns mit auf ihren Weg zu sich selbst
Foto: Edel Books

Die Erleuchtung kam im Regenwald

Fernanda Brandão will damals verstehen, woher sie kommt und reist daher in das Land ihrer Vorfahren. Mehrere Wochen verbringt sie bei den „Kaxinawa“ (Fledermausmenschen) – ein indigenes Volk, das ohne Strom und fließendes Wasser am Ufer des Amazonas lebt.

Sie lässt sich von einem Medizinmann behandeln, nimmt an Ritualen und Zeremonien teil, die sie nachhaltig verändern. Anfangs habe sie nicht gewusst, wo ihre Suche sie hinführen würde, erklärt die Fitness-Ikone. „Aber schließlich erfuhr ich wahnsinnig viel über Geduld, Akzeptanz, das Leben im Hier und Jetzt, Abgrenzung usw. Durch diese und andere Lektionen lernte ich eine Person neu kennen: Mich!“

Wieder zurück in Deutschland sucht sie nach einer Möglichkeit, auch im schnelllebigen Alltag fernab des Regenwalds immer wieder die Verbindung zwischen Körper und Geist herzustellen – und entwickelt daher das „Roots“-Programm.

Der Schamanenlehrling aus Rosa Branca: Ibã und Fernanda bei einem Bad im Fluss
Foto: Roman Rütten (Edel Books)

Die große Reise – und ein Herzensprojekt

In ihrem Buch „KAXINAWA – Meine Reise zurück zu mir“ beschreibt Fernanda Brandão ihre emotionale Verwandlung seit dem ersten Trip in den Regenwald. „Meine Reise zurück zu mir hat gerade erst begonnen. Sie ist der Weg zurück zu meinem Herzen“, sagt sie.

Und das schlägt jetzt noch viel stärker für ihre Mitmenschen. Darum hat Fernanda Brandão das Hilfsprojekt „Children of the Forgotten“ gegründet. Sie lässt im Amazonasgebiet Trinkwasserbrunnen und Schulen bauen, versorgt Dörfer mit Strom. „Die wichtigste Aufgabe des Menschen ist die Menschlichkeit!“, findet die TV-Moderatorin. „Liebe, Mitgefühl, Fürsorge, der bewusste Umgang miteinander, mit der Natur und mit uns selbst sind in der heutigen Zeit viel wichtiger als Erfolg, Macht und Geld.“ Eine Erkenntnis, auf die ihr Großvater ganz sicher stolz wäre.

 


Alles über Fernanda Brandãos großes Abenteuer lesen Sie hier:
„KAXINAWA – Meine Reise zurück zu mir“

Buch: 17,95 Euro (D), 18,50 Euro (A)

 

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