Wie uns Stress genau dick macht

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Figurprobleme wegen Stress

Weshalb man bei Stress instinktiv zu Süßigkeiten greift – das fragte sich auch Dr. Giles Yeo, Mitglied des Medizinerteams der BBC-Show „Trust Me, I’m a Doctor“. Er wandte sich an Wissenschaftler der Universität von Leeds und ließ sich von ihnen freiwillig massiv in Stress versetzen – den Methoden des Maastricht Acute Stress Test (MAST) sei Dank. Die Forscher ließen ihn etwa in kurzer Zeit komplizierte Rechenaufgaben lösen, was Yeo stark unter Druck setzte. Daraufhin musste er seine Hand für mehrere Sekunden in Eiswasser halten.

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Im Anschluss wurde sein Blutzucker gemessen – also der Wert, der bei der Aufnahme von Nahrung ansteigt und (bei gesunden Menschen) nach etwa 30 Minuten wieder sinkt. So verhält es sich bei Yeo unter normalen Umständen auch. Diesmal jedoch dauerte es rund drei Stunden, bis sein Blutzuckerspiegel sich wieder einpendelte. Wie in einem kürzlich auf „bbc.com“ erschienenen Beitrag nachzulesen ist, führen die Forscher diese Tatsache auf Yeos Stresszustand zurück, in der Wissenschaft als Kampf-oder-Flucht-Reaktion bekannt. Im Körper löst diese den Bedarf nach Zucker aus, um die Muskeln zur Verteidigung gegen drohende Angriffe zu wappnen. Doch abgesehen vom allzeit cholerischen Chef bleiben diese im modernen Büroumfeld für gewöhnlich aus. Um das Blutzuckerniveau wiederherzustellen, stößt die Bauchspeicheldrüse verstärkt Insulin aus. Und das verursacht, Sie ahnen es wahrscheinlich, Hunger.

Wer süßes Gebäck in der Schreibtischschublade versteckt, hat offensichtlich häufiger mit Heißhungerattacken zu tun – und riskiert so seine schlanke Linie

Foto: Getty Images

Ungesunder Stress-Zyklus

Dem Beitrag zufolge ist das erst der Anfang des figurfeindlichen Stress-Zyklus. Zumal es bekanntlich seelischen Kummer bereiten kann, wenn man mit seinem Körper unzufrieden ist. Wie man weiß, beeinträchtigt andauernder Stress nicht zuletzt die Schlafqualität; und wer übermüdet ist, hat für gewöhnlich mehr und öfter Magenknurren. Das soll sich laut Wissenschaftlern des Londoner Kings College sogar mit Zahlen festmachen lassen. Einer aktuellen Untersuchung zufolge nehmen Unausgeschlafene täglich im Schnitt rund 385 Extra-Kalorien zu sich – das entspricht beispielsweise einem großen Stück Käsekuchen und macht sich bei einem Tagesbedarf von durchschnittlich 1.800 bis 2.000 Kalorien pro Tag schnell auf der Waage bemerkbar.

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Zu schnell essen macht auch dick

Auch reiner Zeitstress kann dick machen, wie Ernährungswissenschaftler Sven-David Müller gegenüber FITBOOK erklärt.

Ein Croissant auf dem Sprung zur Arbeit, ein Hotdog zum Express-Lunch im Stau – wer keine Zeit zum entspannten Essen findet, nascht schnell viel Junk Food

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Entspannen und schlank bleiben

Beruflicher Stress bleibt in der heutigen Gesellschaft natürlich nicht aus. Und auch privaten Aufregungen kann man nur schwerlich aus dem Weg gehen. Wer deshalb nicht aus der Form geraten will, dem seien folgende Entspannungsübungen der Kollegen bei STYLEBOOK empfohlen, die sich ohne großen Zeitaufwand zwischendurch umsetzen lassen – mit fachkundigem Input vom Experten. Machen wir jetzt auch. Oooooom!