Häufige Verletzung

Was Sie bei einer Sehnenscheidenentzündung tun sollten

Eine Sehnenscheidenentzündung kann durch zu schweres Training ausgelöst werden
Foto: Getty Images

Es passiert leichter, als man denkt: Ein paar Mal mit zu viel Gewicht trainiert – schon schmerzt das Handgelenk bis hoch in den Unterarm. Sehnenscheidenentzündung! Und jetzt?

Nicht nur Menschen, die am Computer oder an einer Kasse arbeiten, Musiker oder Schüler – auch Sportler können sich schnell eine Sehnenscheidenentzündung zuziehen. Ursache ist oft eine mechanische Überbeanspruchung. Oder wie der Kölner Orthopäde René Conrads erklärt, eine „zu hohe Belastung für zu schwache Muskeln“.

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Was genau passiert da?

Sehnen sind die Bänder, die Knochen und Muskeln miteinander verbinden. An sehr beanspruchten Stellen sind sie von einer Hülle umgeben – das sind die Sehnenscheiden. Die sind innen mit Gelenkschmiere versehen, damit die Sehne problemlos gleiten und sich bewegen kann.

Aber kommt es zu sehr viel Reibung oder wird die Sehne überdehnt und anderweitig gereizt, entzündet sich die Hülle. Und das tut verdammt weh.

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Einfach weitermachen? Keine gute Idee

Kluge Betroffene warten nicht, bis die Sehnenscheide so richtig entzündet ist, sondern gehen rechtzeitig zum Arzt. „Treten Druckschmerz oder Schwellungen auf, sollte man das immer abklären lassen“, bestätigt auch Professor Joachim Grifka, Direktor der Orthopädischen Klinik für die Universität Regensburg.

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Und was hilft?

Sportler werden das nicht gern hören, aber: Eventuell kann man kurzzeitig entzündungshemmende Tabletten nehmen, aber nur nach Rücksprache mit einem Arzt.

Einige Betroffene schwören auch auf Akupunktur; andere wiederum auf die Querfriktions-Massagetechnik, bei der die verhärtete Sehne weichgeknetet und die Durchblutung verbessert wird. Das tut zwar nicht direkt weh, kann aber trotzdem ziemlich unangenehm sein.

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Besser: Vorbeugung!

Idealerweise lässt man es gar nicht erst dazu kommen, dass die Sehnen überlastet werden: Wer beim Krafttraining darauf achtet, die Handgelenke gerade und stabil zu halten und nicht zu viel Gewicht aufzulegen, tut seiner Sehne schon mal einen guten Dienst.

Außerdem sollten Sportler ihr Training langsam steigern und nicht übertreiben. Der Orthopäde Christoph Eichhorn rät auch dazu, den Körper regelmäßig zu dehnen – beispielsweise mit Pilates oder Yoga.

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