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Neue Studie behauptet:

Lautes „Nein!“-Sagen soll beim Abnehmen helfen!

Schöne Frau schaut sich einen Cookie an, sagt dann aber nein, weil sie abnehmen will
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man seine Psyche schon durch ein einfaches „Nein“ beeinflussen kann. Man bleibe dann selbst bei kalorienreichen Versuchungen leichter standhaft.
Foto: Getty Images

Gute Nachrichten für Naschkatzen, die eigentlich abnehmen wollen. Laut einer aktuellen Studie kann es helfen, kalorienreichen Versuchungen mit einem laut ausgesprochenen „Nein“ eine klare Absage zu erteilen. Doch auch ein anderer Trick hat sich als praktisch erwiesen.

Viele Menschen kommen im Alltag regelmäßig in Futter-Versuchung und nehmen am Ende (deutlich) mehr Kalorien zu sich als nötig (Stichwort: leere Kalorien). Mal hat Kollegin Müller ein leckeres Geburtstagstörtchen gebacken, mal hat Kollege Fischer Süßigkeiten aus den USA mitgebracht. Was häufig fehlt, ist die Kraft, „nein“ zu sagen. Dabei scheint genau das einer der Schlüssel zum Erfolg zu sein. Denn Wissenschaftler der Uni Leeds haben in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass eine laut ausgesprochene Ablehnung von Versuchungen dabei helfen kann, Selbigen nicht zu erliegen.

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Wie ist die Studie aufgebaut?

An der achtwöchigen Studie nahmen insgesamt 45 Probanden teil, die eines gemeinsam hatten: einen Body-Mass-Index von 25 und höher. Damit sind sie laut der Deutschen Adipositas-Gesellschaft schon übergewichtig. Die Studienteilnehmer wurden nach Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt, die folgende Aufgaben zu erfüllen hatten:

  • Gruppe 1 (Kontrollgruppe): alle vier Tage einen tagebuchähnlichen Fragebogen ausfüllen
  • Gruppe 2 („Eigenkontroll-Gruppe“): alle vier Tage einen tagebuchähnlichen Fragebogen ausfüllen; „nein“ sagen in Momenten der Versuchung
  • Gruppe 3 („Eigenkontroll-und-Feedback-Gruppe): alle vier Tage einen tagebuchähnlichen Fragebogen ausfüllen; „nein“ sagen in Momenten der Versuchung; Fotos oder eine Beschreibung von der jeweiligen Versuchung schicken (und dafür Feedback bekommen)

Den Studienautoren zufolge haben 80 Prozent der Probanden bis zum Ende an der Studie teilgenommen, 63 Prozent haben ihre Fragebogen ausgefüllt und ingesamt 87 Fotos oder Beschreibungen wurden verschickt.

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Was hat die Studie ergeben?

Alle Teilnehmer konnten die Gesamtanzahl an Momenten, in denen sie kalorienreichen Versuchungen erlegen sind, verringern. Am wenigsten standhaft zeigten sich die Teilnehmer der Kontrollgruppe, die nur auf den Fragebogen setzten. Hier der Überblick:

  • Gruppe 1 (Kontrollgruppe): 4,1 Vorfälle des Schwachwerdens weniger pro Woche
  • Gruppe 2 („Eigenkontroll-Gruppe“): 13,8 Vorfälle weniger pro Woche
  • Gruppe 3 („Eigenkontroll-und-Feedback-Gruppe): 9,0 Vorfälle weniger pro Woche

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Fazit

Natürlich sind die Ergebnisse der Studie mit Vorsicht zu genießen, schließlich ist die Anzahl an Probanden überschaubar und die Angaben der Teilnehmer im Grunde nicht überprüfbar. Gleichzeitig beginnt jedes Abnehmen immer auch mit einem Sichbewusstmachen über das, was man eigentlich in sich reinstopft, egal ob nun literweise O-SaftKohlenhydrate am Abend oder gleich sichere Kalorienfallen. Indem ich die (süße) Versuchung genau als solche wahrnehme, kann ich der bewussten Ernährung einen Schritt näher gekommen sein.
Gut möglich also, dass man schon mit so einem „minimal-invasiven“ Eingriff in seinen Alltag dafür sorgen kann, dass die Pfunde leichter purzeln. Sagen Sie doch einfach mal JA! zu einem beherzten NEIN!