Wer auf Treppensteigen unbedingt verzichten sollte!

Es gilt als DER Kalorienkiller zwischen Tür und Angel, als Mini-Workout etwa vor der Arbeit oder nach der Mittagspause: das Treppensteigen. Das erklärt Dr. med. Janusz Pomer im FITBOOK-Interview.

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Treppensteigen ist ein beliebtes und effektives Workout – das robuste Knie erfordert!

Foto: Getty Images

Der Frankfurt Orthopäde räumt ein, dass Bewegung durch Treppensteigen gegenüber Aufzugfahren die fitnessförderlichere Maßnahme ist. Der Kreislauf dankt es und langfristig auch die Kondition – deshalb soll man es aber bloß nicht übertreiben. „Beim Treppensteigen lastet das gesamte Körpergewicht auf der Kniescheibe“, erklärt er. „Das kann die auf Kosten der Knochengesundheit gehen. Erst recht, wenn die Kniescheibe bereits vorgeschädigt ist.“

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Das ist dem Experten zufolge übrigens gar nicht selten der Fall und muss nicht einmal eine Verschleißerscheinung sein. Viele Menschen hätten von Natur aus Asymmetrien im Bereich der Knie, Fehlstellungen oder eine fehlentwickelte Form der Kniescheibe, die sich etwa manchmal ein wenig nach außen neigt. Im jugendlichen Alter sehr verbreitet sind Pomer zufolge aseptische Knochennekrosen, also vorübergehende Erkrankungen des Knorpels. Diese entwickeln sich dem Experten zufolge meist zurück, hinterließen jedoch in aller Regel Spuren.

Die Kniescheibe liegt zwischen dem Knochen und der Sehne. Mittels ihrer Knorpelfläche soll sie die Sehne vor Reibung schützen. Diese wird zu stark, wenn man zu lange beziehungsweise zu viele Treppen hinaufsteigt. Und auch Übergewicht geht – logisch, eigentlich – zu Lasten der Knie. Mögliche Folgen: „Schwellungen, Schmerzen, mitunter vorzeitiger Verschleiß“, weiß Pomer.

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Ist Hinabsteigen besser?

Im Gegenteil! „Beim Herunterlaufen ist die Belastung zwar anders, aber im Zweifelsfall noch schädlicher“, erklärt der Orthopäde. Seine Empfehlung: „Nicht mehr als drei Stockwerke hinaufsteigen.“ In Ausnahmefällen ist der Schritt in den Aufzug also durchaus erlaubt.

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Wer bereits vorgeschädigte Knie mit Treppensteigen belastet, kann zum Fall für den Orthopäden werden

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Anmerkung: Der von FITBOOK befragte Orthopäde Dr. Pomer ist mit der Autorin dieses Artikels verwandt.