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Ausweis und Verfügung

So funktioniert die Organspende aktuell

Organspenderausweis
Vorbereitet für den Ernstfall: Der Organspendeausweis schafft Ärzten und Angehörigen Klarheit.
Foto: Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Ausweis besorgen und Angehörigen im Fall der Fälle eine schwere Entscheidung abnehmen: Sich mit Organspende zu beschäftigen, macht Sinn. Selbst wenn man nicht spenden will.

Organspenden sind überlebenswichtig. Und doch gibt es in Deutschland zu wenige von ihnen. Der Bundestag hat deshalb eine – moderate – Reform der Regeln für die Spende beschlossen.

Bis sie in Kraft tritt, werden allerdings noch Jahre vergehen. Die alten Regeln gelten also weiter. Und auch nach der Änderung wird ein Organspendeausweis wohl seine Gültigkeit nicht verlieren.

Der Ausweis

Wer Organspender sein will, braucht den Organspendeausweis. Diesen gibt es in Apotheken und Arztpraxen, über das Infotelefon Organspende oder im Netz, unter anderem bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA). Die Entscheidung für oder gegen eine Spende wird – zumindest aktuell – noch nirgendwo registriert. Wer seine Meinung ändert, muss daher nur den Ausweis vernichten.

Die Spender

Die Angehörigen

Gibt es keine eindeutig und rechtssicher dokumentierte Entscheidung eines potenziellen Organspenders, müssen die Angehörigen entscheiden. Auch deshalb ist ein Ausweis sinnvoll. Der Ausweis lässt sich übrigens auch dazu nutzen, einer Spende ausdrücklich zu widersprechen.

Die Alternativen

Manche Smartphones bieten die Möglichkeit, den Organspender-Status in Apps zu hinterlegen. Den Ausweis ersetzt das aber nicht. Anders ist es bei der Patientenverfügung. Wichtig für Spender dabei, egal ob mit oder ohne Ausweis: Eine Patientenverfügung muss so gestaltet sein, dass eine Organentnahme möglich ist. Vorlagen für rechtssichere Formulierungen gibt es zum Beispiel bei der BzGA.