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WHO schlägt Alarm

Zahl der Maserninfektionen in Europa steigt deutlich an

Masernvirus
Die Masen sind in Europa wieder auf dem Vormarsch. Die WHO spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung.
Foto: Getty Images

Die Zahl der Masernerkrankungen in Europa hat in diesem Jahr deutlich zugenommen – und das nach jahrelangen Anstrengungen, den mitunter tödlichen Virus auszurotten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einer „besorgniserregenden“ Entwicklung.

In Europa haben sich wieder mehr Menschen an Masern angesteckt. Die WHO zählte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 bereits rund 90.000 Fälle. Damit habe sich die Zahl der Erkrankungen gegenüber dem Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr verdoppelt, teilte die WHO mit. Außerdem hätten vier Länder ihren Status als masernfrei verloren (Albanien, Tschechien, Griechenland und Großbritannien).

2018 waren es etwa 540 Fälle, 2017 knapp 930. Bei Masernausbrüchen gibt es jährlich und regional teils große Schwankungen der Fallzahlen.

Schlimmste Entwicklung seit sieben Jahren

„Die Rückkehr der Masern ist besorgniserregend“, sagt dazu WHO-Experte Günter Pfaff. Eine solche Entwicklung habe es seit Beginn der genauen Überwachung 2012 nicht gegeben. Ohne eine verbreitet hohe Impfrate würden Kinder wie Erwachsene unnötig leiden und auch tragischerweise sterben. Seit Januar 2018 seien rund 100 Menschen in Europa an der hochansteckenden Infektionskrankheit gestorben. Um Masernausbrüche zu verhindern, müssten 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein, heißt es.

Jahrelange Anstrengungen hätten die Masern fast ausgerottet. „Aber die Ausbrüche zeigen, dass noch mehr Mühe nötig ist“, sagt Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa. Jetzt sei es an der Zeit, alles anzusprechen, was dazu geführt habe, dass sich das mitunter tödliche Virus weiter hartnäckig halten könne. Es sollte jede Gelegenheit genutzt werden, Kindern die Routine-Impfung zu geben, Erwachsene über ihren Impfstatus aufzuklären und gegebenenfalls zu impfen.

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Bei Röteln ist die Lage offenbar besser. Hier gelten laut WHO 39 Länder als frei von der Infektionskrankheit. Das sind zwei mehr als 2017.

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