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DAK-Report zeigt

Kinder bildungsschwacher Eltern sind öfter dick und krank

Übergewichtige Jugendliche
Kinder von Eltern, die keinen Schulabschluss haben, sind öfter übergewichtig und anfälliger für Krankheiten. Das hat eine Untersuchung der DAK ergeben.
Foto: Getty Images

In einem deutschlandweiten Kinder- und Jugendreport, veranlasst durch die Krankenkasse DAK, zeigte sich: Das Bildungsniveau der Eltern beeinflusst die Gesundheit ihres Nachwuchses. Je niedriger, desto größer die Wahrscheinlichkeit auf chronische und/oder psychische Erkrankungen. Und auch das Einkommen spielt eine Rolle.

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Schlechte Zähne und Übergewicht

Insbesondere bei Karies und Fettleibigkeit spiele die Bildung der Eltern eine Rolle. Das erklärt Wolfgang Greiner, Mitautor des Reports und Gesundheitsökonom der Universität Bielefeld. Kinder hätten fast dreimal so häufig Karies und seien zweieinhalb mal so oft adipös, wenn ihre Eltern keinen Abschluss gemacht haben. Der Unterschied hinsichtlich Entwicklungs- und Verhaltensstörungen sei weniger stark, aber immer noch deutlich ausgefallen.

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Die finanzielle Situation der Eltern wirkt sich anscheinend ähnlich aus. Bei der KiGGS, einer großen Langzeitstudie des Robert Koch-Instituts (RKI), ist im Frühjahr herausgekommen, dass vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Elternhäusern gesundheitlich benachteiligt sind. Die Experten begründeten das unter anderem mit den fehlenden Mitteln, um bei verschiedenen Unternehmungen dabei sein zu können. Jene Kinder sollen oft dicker sein, sich weniger bewegen, zu Rauchern werden und häufiger an psychischen Problemen leiden.

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Jugendlicher Raucher

Rauchen kann kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben – besonders im jugendlichen Alter, wenn der Körper noch in der Entwicklung ist
Foto: Getty Images

Experten kennen die Problematik

Wenig überrascht von den Ergebnissen zeigte sich Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Seiner Einschätzung nach haben die entsprechenden Eltern oftmals ein mangelndes Gesundheitsbewusstsein und „andere Probleme“. Die Kinder fielen daher durch die Maschen.

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Storm und Fischbach sprechen sich weiter dafür aus, sehr süße Lebensmittel durch eine Zuckersteuer zu verteuern. Auch die Kennzeichnung auf Verpackungen müsse laut Fischbach vereinfacht werden. Verbraucher sollen etwa leichter erkennen können, dass hinter einem Begriff wie Fruktose letztlich Zucker steckt. Die DAK plant weitere Kinder- und Jugendreports, um Trends ablesen zu können.