Erste Hilfe in 5 einfachen Schritten

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Herzdruckmassage rettet Leben

Nur ein Drittel der Laien, die während eines Unfalls vor Ort sind, leistet erste Hilfe. Von 70.000 Menschen pro Jahr, die einen plötzlichen Herzstillstand erleiden, sterben rund 65.000. Das Problem: Pro Minute ohne lebenserhaltende Maßnahmen sinkt die Überlebenschance um rund zehn Prozent. Nach zehn Minuten ist der Patient in der Regel tot. Der Krankenwagen braucht aber meist zwischen acht und zehn Minuten zum Unfallort. Notfallmediziner Professor Dietrich Andresen aus dem Vorstand der Deutschen Herzstiftung erklärt richtig ausgeführte Erste Hilfe in fünf Schritten.

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1. Bewusstsein prüfen

Dafür den Patienten an den Schultern fassen, schütteln und laut und deutlich ansprechen.

2. Notarzt rufen

Reagiert er nicht, muss sofort die Nummer 112 angerufen werden. Am Telefon unbedingt genau beschreiben, wo sich der Patient befindet.

Bis die Rettungskräfte eintreffen ist es wichtig selbst Erste Hilfe zu leisten

Foto: Getty Images

3. Herzdruckmassage beginnen

Dann sofort mit der Herzdruckmassage anfangen. Der Patient wird auf den Rücken gedreht. Am besten zieht der Ersthelfer eine unsichtbare Linie zwischen den Brustwarzen und legt beide Hände übereinander auf den Punkt genau in der Mitte. Dort circa 100-120 Mal pro Minute fest drücken, etwa fünf bis sechs Zentimeter tief in Richtung Wirbelsäule. Wer im Takt des Liedes „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees drückt, erreicht ungefähr 100 Stöße pro Minute. Wo man ganz genau drückt, ist letztlich weniger entscheidend, als dass man es überhaupt macht.

4. Herzdruckmassage nicht unterbrechen!

Wenn man selber nicht mehr kann, bittet man jemanden der Umstehenden direkt um Hilfe. Dann begibt sich der neue Ersthelfer auf die andere Seite des Patienten und die beiden Helfer zählen zum Wechsel herunter: „Drei, zwei, eins.“ Mit der Druckmassage baut der Ersthelfer einen Blutdruck auf, damit der noch im Körper vorhandene Sauerstoff ins Gehirn transportiert wird. Unterbricht er die Massage, sackt der Druck sofort wieder ab.

Die Herzdruckmassage ist bei der Ersten Hilfe das wichtigste Mittel

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5. Auf den Rettungswagen warten

Die Erste Hilfe endet erst, wenn der Rettungswagen eingetroffen ist und das Rettungsteam übernimmt.

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Nichtstun kann strafbar sein

Wer nichts tut, macht sich unter Umständen strafbar. „Unterlässt eine Person eine gebotene Hilfe, spricht man von einem Unterlassungsdelikt“, erklärt Rechtsanwalt Gregor Samimi aus Berlin. Nach Paragraf 323c des Strafgesetzbuches (StGB) droht eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Sich selbst müsse dabei niemand in Gefahr bringen, erklärt Samimi. Die Polizei, die Feuerwehr oder einen Krankenwagen könne aber jeder verständigen.

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