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Macht schimpfen krank?

Warum Gesundheit im Kopf anfängt

Brandheißer Gesundheitstipp: Einfach mal weniger ärgern!
Foto: Getty Images

Sollte das Glas immer halb voll sein statt halb leer? Macht schimpfen krank? Erfahren Sie, welche Auswirkungen eine positive Einstellung, mehr Lachen und echte Freundschaften wirklich auf uns haben, was in unserem Körper passiert, wenn wir schlecht drauf sind und warum Mittelmäßigkeit der neue Perfektionismus ist!

Manchmal ist einfach alles mies – der Kollege hat wieder nur blöde Kommentare auf Lager, die Nudeln in der Kantine schmecken wie Seife, auf der Straße begegnen einem NUR Deppen, daheim fällt auch noch das Abendbrot auf die Frischkäse-Seite. Alles Mist.

Stopp! Schlechte Gedanken sollten ab jetzt auf ein Minimum reduziert werden – aus Gesundheitsgründen.

Falk Oelschläger, Leiter Strategisches Marketing bei der DAK-Gesundheit, erklärt: „Wie wir miteinander umgehen, aufeinander achten und welche Werte uns im Alltag begleiten, hat großen Einfluss auf unser aller Gesundheit – physisch wie psychisch.“

Die Krankenkasse hat aus diesem Grund eine Initiative gestartet, die deutlich macht, wie wichtig es ist, gut miteinander umzugehen und positiv zu denken. Wieso dieser Ansatz überaus sinnvoll ist und wie sehr die Gesundheit von den Gedanken abhängt, erklärt Psychotherapeut Dr. Christian Lüdke.

Können negative Gedanken krank machen?

„Ja! Können sie. Die Gehirnforschung weiß das seit Langem. Die Gedanken haben Einfluss auf unsere Gefühle und andersherum“, so der Psychotherapeut.

Depression, Negativität, Unzufriedenheit: Fühlt sich nicht nur schlecht an, macht auch krank
Foto: Getty Images

Was passiert im Körper?

Am Ende ist das, was wir denken, die Gefühle, die wir haben, reine Biochemie. Der Psychotherapeut erklärt: „Wenn wir negativ denken oder eine negative Erwartungshaltung haben, dann schüttet das Schmerzzentrum im Hirn Stresshormone aus, Kortison und Adrenalin. Die verursachen dann Ängste, eine ganze Reihe von Körperreaktionen und sogar Schmerzen. Wenn wir aber positiv denken, wird im Gehirn das sogenannte Motivationszentrum aktiviert, welches einen Hormoncocktail aus Serotonin und Dopamin sowie dem Bindungs- und Vertrauenshormon Oxytocin produziert. Dieser Hormoncocktail wird sozusagen über das Schmerzzentrum gekippt und das führt dazu, dass es uns sofort besser geht. Ärzte sehen mithilfe der Computertomografie sehr genau, wie sich die Aktivität des Gehirns verändert, wenn wir positiv denken. Die Gehirnwellen werden länger, wir fühlen uns besser und sind entspannter. Die Gesundheit beginnt also tatsächlich im Kopf!

Dieses Phänomen machen sich einige Therapieansätze zunutze: In der Hypnose nutzen Therapeuten die Heilkraft der Gedanken. Placebo-Präparate wirken allein aufgrund dessen, dass der Patient daran glaubt. Schein-Operationen, beispielsweise bei Kniegelenks-Arthrosen, helfen den Patienten genauso, wie echte Operationen und ein neues Kniegelenk! Das beweisen sogar Studien.

Wie können wir im Alltag positive Gedanken erzeugen?

Wir brauchen soziale Kontakte, andere Menschen. Zeit, Zuwendung, gemeinsam Lachen, sich unterhalten, den anderen „sehen“ mit allen Sinnen.

„Das Smartphone kann diese Kontakte dabei nicht ersetzen“, erklärt Christian Lüdke. Deshalb: Öfter mal das Handy weglegen, ganz bewusste Zeiten schaffen, in denen man nicht erreichbar ist. Dabei helfen können kleine Reminder, wie Post-its und No-Smartphone-Regeln, die für alle Familienmitglieder gelten.

An manchen Dingen, die uns widerfahren können wir nichts ändern ändern – und manchmal sind sie eben blöd. Doch schon mit einfachen kleinen Tricks können wir vielleicht ändern, wie wir über diese Dinge denken: Wer sich zwingt, seine Mundwinkel zwei Minuten nach oben zu ziehen, der hat danach bessere Laune. „Das Gehirn fängt dann an, die Endorphine auszuschütten – einfach nur, weil der Körper das Signal sendet. Auch hier greift wieder die reine Biochemie“, weiß Christian Lüdke.

3, 2, 1 uuuund los: Mundwinkel nach oben!

5 Sofort-Happy-Aktivitäten …

… die mindestens zwei Menschen glücklich machen!

Reden!
Egal ob kleine Alltagsproblemchen, das Weltgeschehen, das Wetter oder große Sorgen – Reden macht gute Laune und hilft beim Problemelösen. Niemand hat Zeit? Schon mal an Oma gedacht?

Schenken!
Sei es ein Schokoriegel auf dem Schreibtisch des Kollegen oder ein Apfel für die Nachbarin: Sie müssen sich noch nicht mal zu erkennen geben. Sie haben ein tolles Gefühl und der Beschenkte freut sich ebenso.

Lachen!
Auf dem Weg zur Arbeit, im Büro, beim Einkaufen. Muss ja nicht gleich ein Dauergrinsen sein, aber wer einfach ab und zu mal so richtig drauflosstrahlt, der macht nicht nur sich happy, sondern auch jeden, dem er begegnet.

Schreiben!
In einer Zeit, wo alles – sogar Einkaufszettel und Notizen – ins Handy getippt werden, ist ein handgeschriebener Brief ein Highlight. Wir selbst haben weniger Zeit am Handy verbracht und Sauerstoff beim Brief-Einwerfen geschnappt und der Empfänger freut sich sowieso!

Gehen!
Schnappen Sie Ihren Partner oder die Freundin und machen Sie einen Spaziergang. Thema für den gemeinsamen Walk: Wieso mögen wir uns eigentlich?

Mittelmaß ist der neue Perfektionismus

„Wir sollten keine Angst davor haben, uns lächerlich zu machen oder zu blamieren, nicht gut genug oder schnell genug zu sein“, erklärt Christian Lüdke. „Für mehr Positivität und gute Gedanken ist es wichtig, dass wir uns von dem ganzen Druck befreien. Wir sollten uns selbst auch mehr verzeihen – das ist ganz wichtig, um gesund zu bleiben. Rachegefühle sind ein No-Go. Das gilt anderen Menschen gegenüber, aber auch bei uns selbst!“ Sich selbst fertigzumachen, macht einen wirklich fertig – krank nämlich!

Haben Sie auch oft eine Eis-Schnute? Dann machen Sie alles richtig. Foto: Getty Images

Und nun folgt eine Weisheit, die sich vor allem Perfektionisten zu Herzen nehmen sollten: Mittelmäßigkeit reicht aus. Der Psychotherapeut: „Zu versuchen, immer alles optimal zu machen, sich permanent zu verbessern, das führt immer zu Aggressionen – ganz einfach, weil man so immer unzufrieden ist. Einen mittelmäßigen Job zu haben ist besser als gar keinen! Eine enge, dunkle Wohnung zu haben ist besser als keine!“

Gut sein ist gesund

Wer noch mehr Anregungen möchte für ein gesundes Miteinander: Die DAK-Gesundheit hat im Zuge ihrer Initiative die Podcast-Reihe „Ganz schön krank, Leute!“ ins Leben gerufen. Dort spricht der Psychologe René Träder mit spannenden Menschen über ihre Erfolge und Misserfolge im Leben und was sie daraus gelernt haben. Auch im Umgang miteinander.

„Lebensfreude ist unverzichtbar für die Gesundheit und wir dürfen sie auf keinen Fall aus den Augen verlieren“, sagt Falk Oelschläger. Ein guter Umgang mit unseren Mitmenschen – und damit ein guter Umgang mit uns selbst – trägt definitiv zu mehr Lebensfreude bei. Starten wir also schon heute damit.

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Wer professionell einsteigen will: Es gibt Lach-Clubs in ganz Deutschland, Foto: DAK-Gesundheit
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Wer keine Oma mehr hat: Auch fremde ältere Leute freuen sich über eine nette Geste, Foto: DAK-Gesundheit
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Ja, guck dich mal an! Du bist was ganz Besonderes, Foto: DAK-Gesundheit
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Weg mit den Handys – unterhaltet euch!, Foto: DAK-Gesundheit
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Beim nächsten Ärger: Einfach mal lächeln und winken, so machen’s die Royals auch, Foto: DAK-Gesundheit
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Einatmen, ausatmen. Alles geht vorbei, Foto: DAK-Gesundheit

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