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6 Sodbrennen-Fallen vermeiden

So schlägt das Party-Wochenende nicht auf den Magen

Pizza, Drinks und jede Menge Aufregung beim Flirten: Eine „Night out“ versetzt unseren Magen in den AusnahmezustandFoto: iStock
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Vorglühen mit Freunden bei Pizza & Burger, die ganze Nacht zu donnernden Beats tanzen, knutschen mit dem frisch erflirteten Objekt der Begierde – das Wochenende ist zum Feiern und Genießen da! Was man beim Ausgehen dann aber gar nicht gebrauchen kann: Sodbrennen.

Dieser unangenehme Druck im Bauch! Rülpsen im unpassendsten Moment, z.B. wenn man sich endlich getraut hat, den Flirt anzusprechen. Und erst dieses schmerzhafte Gefühl einer brennenden Speiseröhre…

    Was ist Sodbrennen genau?
Sodbrennen entsteht, wenn z.B. durch zu hohen Druck die Magensäure aus dem Magen zurück in die Speiseröhre fließt. Auslöser hierfür können falsches Essen, Stress oder Übergewicht sein. Problem: Die empfindliche Speiseröhre ist gegen die ätzende (weil sehr saure) Magensäure nicht gut geschützt. Ein unangenehmes Brennen entsteht, wir stoßen oft sauer auf. Auch häufiges Räuspern, Husten, Heiserkeit sowie Atemprobleme sind mögliche Symptome. Wird Sodbrennen zu lange ignoriert, kann es zu Entzündungen, Geschwüren oder Narben in der Speiseröhre kommen. Bei länger anhaltendem Sodbrennen sollte ein Arzt aufgesucht werden, um das Risiko für Speiseröhrenkrebs zu minimieren.

Vor allem jene, die es beim Feiern zu sehr krachen lassen, kulinarisch reinhauen und es mit dem Alkoholkonsum nicht allzu genau nehmen, bekommen dafür schnell die Quittung: Der Magen rebelliert und Sodbrennen kann entstehen.

Wir zeigen 6 Stolperfallen, die Party-Sodbrennen verursachen – und was dagegen hilft.

1. Essen, bei dem der Magen echt sauer wird

Dazu gehört zum Beispiel zu deftiges oder fettiges Essen, etwa Fast Food, Frittiertes oder scharf Gewürztes. Auch wer gern große Portionen verschlingt, steigert sein Risiko für Sodbrennen. Denn: Je voller der Magen, desto mehr Magensäure wird produziert – die durch den entstehenden Druck leichter in die Speiseröhre zurückfließen kann. Die Folge: Saures Aufstoßen.

Pizza kann ein wahrer Genuss sein – aber auch zu einer unschönen „Party“ in Ihrem Magen führenFoto: iStock
SChnelle Hilfe bei Sodbrennen
Hier mehr erfahren

Tipp: Nicht zu hektisch essen und auf eine ausgewogene Ernährung achten, also z.B. viel Wasser trinken, ausreichend Obst und Gemüse verzehren, Vollkorn- anstatt Weißmehl verwenden, Honig oder Agavensirup anstatt Industriezucker nutzen. Als kulinarische Party-Grundlage eignen sich z.B. Lachs mit Gemüse und Reis oder Steak mit Kartoffeln und Salat – es muss also nicht immer die Pizza sein.

2. Sich zu sehr stressen (lassen)

Ja, unser Leben ist stressig und ja, in unserem Arbeitsalltag haben wir nicht immer Einfluss darauf, was passiert, und müssen situationsabhängig reagieren. Aber wenn wir dann mal eine Nacht haben, in der wir feiern wollen, können wir zumindest hier versuchen, den Stress vor der (Club-)Tür zu lassen. Die Kumpels wollen unbedingt Location-Hopping machen? Sagen Sie Nein! Die Bass-Sounds sind so stark, dass sie im Magen zu spüren sind? Entfernen Sie sich von den Boxen bzw. dem DJ-Pult und tanzen in einem anderen Raum weiter.
Tipp: Wenn Sie merken, dass das Brennen in Ihrer Speiseröhre nicht nachlässt, bringen Anti-Sodbrennen-Präparate, wie z.B. Talcid®, schnell Hilfe. Im Magen angekommen, neutralisieren sie kontrolliert überschüssige Magensäure und regulieren den pH-Wert des Magens. Praktisch für alle Nachtschwärmer: Das Mittel gibt es auch als Kautablette.

3. Zu viel Alkohol auf leeren Magen trinken

Je hochprozentiger der Alkohol, desto gereizter reagiert unsere Magenschleimhaut. Heißt: Wir produzieren mehr Magensäure, der pH-Wert im Magen sinkt ab, er übersäuert. Gleichzeitig entspannt Alkohol auch die Muskulatur – und damit auch den unteren Schließmuskel der Speiseröhre. Schließt dieser nicht mehr richtig, fließt der saure Mageninhalt in die Speiseröhre zurück.

Tipp: Alkohol nicht wild mischen und zwischendurch öfter mal Wasser trinken. Wichtig auch: Vorher das Essen nicht vergessen bzw. lieber zwischendrin ein bisschen Brot & Co. snacken, anstatt Alkohol auf leeren Magen zu trinken.

Alkohol und Nikotin führen dazu, dass wir mehr Magensäure produzieren und der Schließmuskel der Speiseröhre erschlafft. Anti-Sodbrennen-Präparate wie Talcid® helfen dann schnell – sie neutralisieren die Magensäure Foto: iStock
Was tun, wenn der Magen übersäuert?
Hier gibt’s Hilfe!

4. Rauchen

Rauchen schädigt die Speiseröhre gleich auf dreierlei Arten:

  • Nikotin regt, vor allem in Verbindung mit Alkohol, die Bildung von Magensäure an und entspannt gleichzeitig den Schließmuskel am Mageneingang. Leider eine ideale Voraussetzung für den unangenehmen Reflux – so der Fachbegriff für die in die Speiseröhre zurückfließende Magensäure.
  • Zudem produzieren Raucher auch weniger Speichel, der jedoch eine Art Schutzfilm für die Speiseröhre darstellt. Fehlt dieser Schutzmantel, kann die beim Sodbrennen zurückfließende Magensäure grobe Schäden an der Speiseröhre verursachen.
  •  Zusätzliches Problem: In dem bisschen Speichel, den Raucher noch produzieren, sammeln sich Schadstoffe aus dem Rauch – die durch Schlucken direkt in die Speiseröhre gelangen und diese ebenfalls reizen.

Tipp: Mit dem Rauchen aufhören bzw. den Nikotinkonsum verringern – vor allem, wenn Alkohol im Spiel ist.

Foto: iStock / ASBS

5. Koffein-Kicks im Kaffee suchen

Morgens ein Kaffee zum Wachwerden, nachmittags eine Tasse im Büro, um sich noch einen kleinen Motivationskick für den Endspurt zu geben – und abends noch einen Kaffee mit dem heiß ersehnten Date? Oder gar beim Tanzen einen Cocktail mit einem Schuss Kaffeelikör, etwa einen White Russian? Klingt zwar lecker, kann aber den Magen dazu bringen, dass er „seine Muskeln spielen“ lässt, denn auch Kaffee kurbelt die Magensäureproduktion an.

Kaffee – vor allem in Verbindung mit Stress – reizt unseren Magen und kann zum ungeliebten Aufstoßen führenFoto: iStock

Tipp: Vielleicht liegt es nur an Ihrer bisherigen Kaffeesorte, die Ihr Magen nicht verträgt? Oder trinken Sie Kaffee meist auf leeren Magen? Dann versuchen Sie, vorher etwas zu frühstücken oder zu snacken. Wenn Ihr Magen einfach kein Kaffee-Freund ist und immer mit Sodbrennen darauf reagiert, testen Sie doch mal schwarzen Tee: Der gibt Ihnen auch einen Koffein-Kick, ist aber magenfreundlicher. Wenn Sie absolut nicht auf Kaffee verzichten möchten, ist ein Espresso dank säurearmer Bohnenröstung das Mittel der Wahl. 

6. Krumm sitzen

Im Homeoffice oder im Büro lange gesessen, dann abends im Restaurant wieder nur auf dem Stuhl gehockt und beim Ausgehen auch auf dem Barhocker statt auf der Tanzfläche gelandet? Das gefällt unserem Magen gar nicht, denn wenn er abgeknickt wird, übt das ungewollten Druck aus, was die Magensäure in die falsche Richtung zwingt. Atmen wir zudem zu flach (das betrifft viele, die keinen regelmäßigen Ausdauersport machen), verspannt sich der zentrale Atemmuskel (Zwerchfell). Dann kann es passieren, dass dort, wo die Speiseröhre in den Magen übergeht, die Funktion des unteren Schließmuskels gestört wird und die Magensäure zurück in die Speiseröhre gelangt.

Tipp: Tagsüber lange Sitz-Sessions vermeiden, öfter die Position wechseln, aufstehen, im Laufen telefonieren oder im Stehen arbeiten. Wer es dem Party-Sodbrennen richtig schwer machen will, der trainiert sein Zwerchfell mit zwei schnellen Übungen, die Sie vor dem Feiern locker gestemmt kriegen:

Zwerchfell dehnen
Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl, atmen Sie tief ein. Dann die Luft kräftig durch den Mund auspusten, dabei gerade bleiben. Wenn Sie denken, dass Sie keine Luft mehr in der Lunge haben, beugen Sie Ihren Oberkörper nach vorne Richtung Knie – und atmen noch weiter aus. Nun schnell wieder zurück in die sitzende Position kommen, während Sie Mund und Nase schließen und gleichzeitig zwei- bis dreimal versuchen einzuatmen. Das klappt nicht – ist aber DER Moment, an dem Ihr Zwerchfell die größte Dehnung erfährt.

Brustkorb weiten
Strecken Sie die Arme seitlich aus, machen Sie einen Ausfallschritt nach vorn. Nun die ausgestreckten Arme nach hinten ziehen, während Sie den Oberkörper gerade halten. Das Dehnungsgefühl zieht nun in Brust, Oberarme und Schultern ­– und erweitert unseren Brustkorb. Wichtig: Dehnen Sie sich nur so weit, wie Sie es aushalten. Während der gesamten Übung sollten Sie normal atmen können.  

Wie bekomme ich schnell Hilfe, wenn die Magensäure „hochkocht“?

Bei Sodbrennen wird zu viel Magensäure produziert, der pH-Wert der Magensäure sinkt und es kann zu Reizungen der Magen- und Speiseröhrenschleimhaut kommen. Hier kann es helfen, etwas Brot oder Nüsse zu snacken oder Kaugummi zu kauen – das regt die Speichelproduktion an, was nicht nur die Speiseröhre schützt, sondern auch die Magensäure neutralisiert. Auch Wassertrinken hilft!

Wer schnell Hilfe braucht, greift zu Anti-Sodbrennen-Präparaten wie Talcid®, dem meistverkauften* Mittel gegen Sodbrennen. Dank des Wirkstoffs Hydrotalcit neutralisiert es 99 % der überschüssigen Säure in nur wenigen Sekunden** – und das ganz gezielt. Heißt: Es wird nur so viel Wirkstoff kontrolliert freigesetzt, bis der therapeutisch optimale pH-Wert des Magens von ca. 4,5 erreicht ist.

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Übrigens: Auch Yoga hilft, Sodbrennen-Attacken abzumildern oder vorzubeugen, denn dabei lernt man etwas, das wir im Alltag oft vergessen: tiefes Durchatmen! Das reduziert Stress und  beruhigt den Magen – was wiederum Sodbrennen vorbeugen bzw. abmildern kann.

Mie-Sook Mahlberg, Personal Yoga Coach aus Köln: „Speziell die Bauchatmung mit Fokus auf das Zwerchfell hilft dabei sehr gut. Dazu kann man prima auf dem Rücken liegen und ganz entspannt üben. Es gibt auch ein paar Atemübungen, die insbesondere den Kreislauf und Verdauung ankurbeln, wie zum Beispiel die beliebte Schnellatmung (Kapalabhati).“

Mahlberg empfiehlt „YinYoga“ – eine sehr ruhige fokussierte Art des Yoga, wobei die Positionen sehr lange gehalten werden, um dem Körper genügend Zeit zu geben, wirklich in der Position anzukommenFoto: privat

Die folgenden drei Übungen eigenen sich auch für Yoga-Neulinge – probieren Sie sie doch einfach einmal aus und schauen Sie, wie Sie bei Ihnen wirken.

Der Drehsitz (li.) massiert die inneren Bauchorgane, was zu einer besseren Durchblutung und Verdauung führt. Gleiches schafft auch die Yogaübung „Katze“ (mittig), die die Bauchmuskeln stärkt, die Wirbelsäule entspannt und den Magen-Darm-Trakt anregt.  Und auch wer öfter die Übung „Krieger II“ (re.) wiederholt, öffnet dadurch seine Brust und vertieft seine Atmung Foto: iStock

* IQVIA Daten, Units, 2021
** Miederer SE et al. Chin J Dig Dis. 2003;4:140–146.

Talcid® Kautabletten, Talcid® Liquid. Wirkstoff: Hydrotalcit. Zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll: Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre; Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden. Hinweis: Enthält Menthol (Pfefferminz-Aroma). Stand: 11/2021; 02/2020. Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen, Deutschland. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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