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Wie anders ist ihr Training wirklich?

Männer lieben Muskeln, Frauen die schlanke Linie

Und welche Kraftübung ist das? Personal Trainer Arthur Hein grinsend: "Das nennt sich Pause."
Foto: Christoph Michaelis

Gemeinsam UND einsam: Trotz unterschiedlicher Statur ist und tut es gut, wenn MAN(N) mit FRAU trainiert! So wie Arthur und Anja: seit zehn Jahren! Ihr Clou: zuerst das gemeinsame Ganzkörper-Krafttraining für Couples und dann jeder für sich!

Das ist wahre Sport-Liebe: „Anja und ich haben uns tatsächlich im Fitnessclub kennengelernt“, erzählt Sportwissenschaftler und Trainer im Berliner Holmes Place Arthur Hein. Es kommt sogar noch besser: „Sie war in meinem Spinning-Kurs und ist mir sofort aufgefallen. Als ich sie einmal zufällig mit dem Fahrrad an der Ampel traf, bin ich ihr einfach ein Stück hinterhergefahren…“ Zehn Jahre, eine Hochzeit und zwei Kinder später trainieren sie immer noch gemeinsam. „Man kann sagen, der Sport hat uns zusammengebracht, zusammengeschweißt und zusammengehalten“, sagt er lächelnd. Und fügt schnell hinzu: „Natürlich nicht nur!“

Traumpaar: „Wir haben uns im Kurs kennengelernt. Arthur war mein Trainer.“
Foto: Christoph Michaelis

Männer haben den besseren „Sportkörper“

Abgesehen von wenigen Pausen haben Anja und Arthur immer zusammen Sport gemacht. „Ja, das geht gut! Auch wenn jeder sein eigenes Programm hat.“ Der Sportexperte erklärt: „Männer sind einfach für den Sport körperlich besser ausgestattet. Sie haben mehr Muskelmasse und insgesamt ein Drittel mehr Absolutkraft als Frauen.“ Interessant sei aber, dass Frauen speziell in den Beinen sehr stark sind. „Wenn Anja und ich um die Wette Kniebeugen machen, schlägt sie mich manchmal sogar. Das gleiche ich aber mit Liegestützen und Klimmzügen wieder aus.“

Angst-Klischee, das sich wacker hält: Frauen wollen keine dicken Muskeln!
Foto: Christoph Michaelis

Der 43-Jährige bildet sich darauf nichts ein, denn er weiß, dass Frauen mit dem Training im Oberkörper mehr zu kämpfen haben. Die Erklärung: Sie haben breitere Hüften und schmalere Schultern. Deshalb tragen sie ihre Muskelmasse eher in Hüften, Po und Beinen. Die Schultern der Frauen sind in der Regel weniger muskulös. „Aus Studien wissen wir, dass Männer von Natur aus eine bessere Hebelmechanik haben. Viele Bewegungen fallen ihnen deshalb leichter“, so der Sportwissenschaftler. „Ein super Beispiel: der Weitsprung. Hier zählen drei Faktoren: Anlaufgeschwindigkeit, Absprungwinkel und Kraftaufwand beim Absprung. Durch seinen Körperbau ist der Mann schneller, kräftiger und durch die meist längeren Beine hat er einen besseren Winkel beim Sprung.“

Gaaaanz privat: Personal Trainer Arthur Hein und seine Frau Anja haben „Dinner for run“-Blog Autorin Anna exklusiv erlaubt, beim gemeinsamen Training reinzugucken:

Testosteron fördert die Lust am Siegen

Nicht nur die Muskelmasse, sondern auch die Hormone machen den Unterschied: Männer haben einen deutlich höheren Anteil an Testosteron, dem Lusthormon. Das treibt sie stärker an als Frauen. Andreas Oschwald ist diplomierter Psychologe bei der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT). Er erklärt: „Es gibt einen guten Grund, warum künstliches Testosteron bei Olympia verboten ist: Es fördert den Aufbau von Muskelmasse, reduziert das Körperfett und verstärkt vor allem Gefühle von Aggressivität und Wettbewerbsmotivation.

Andreas Oschwald, Psychologe bei der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie
Foto: privat

Diese Effekte führen zu einem klaren Vorteil im kompetitiven Sport, weshalb exogenes Testosteron Doping ist und verboten bei Sportlern.“ Testosteron fördert also nicht die Lust auf Sport, sondern die Lust am Gewinnen. Damit verstärkt es natürlich auch den Frust beim Verlieren. „Darum: Wenn man(n) beim gemeinsamen Trainieren Frust verhindern will, lieber keinen Wettbewerb daraus machen!“, so der Psychologe.

„Ich trainiere neben Job und Kindern.“

Arthur und Anja haben immer unterschiedlich trainiert: „Wir haben ganz andere Fitnesszustände. Schon allein meine Schwangerschaften haben mich immer wieder weit zurückgeworfen. Außerdem trainiert Arthur auch jobbedingt. „Ich mache den Sport neben meiner Arbeit und den Kindern“, so die 40-jährige Notargehilfin. Trotzdem gilt: „Sport macht zu zweit einfach mehr Spaß! Und für Hobbysportler ist das Pärchen-Training auch völlig ausreichend.“ Da ist sich Arthur Hein sicher. Seine Idee: „Besonders geeignet ist ein sogenanntes Einsatztraining mit Reduktion: Das ist ein Muskeltraining, bei dem einzelne Muskeln so lange trainiert werden, bis sie richtig brennen! Keine vorgeschriebene Anzahl an Wiederholungen. Mehrere Durchgänge, jedes Mal ein bisschen weniger. Der Mann schafft vielleicht ein paar mehr Wiederholungen – das ist alles. Und los!“ So treiben sich die beiden gegenseitig an, was das Training noch intensiviert.

Der perfekte Pärchen-Sportplan: entwickelt und im Selbsttest von Personal Trainer Arthur Hein. Click and go!

Paar-Fitness rockt  – und –  räumt auf mit den Klischees! „Viele Frauen trainieren ihre Arme nicht. Warum? Aus Angst vor dicken Muckis! Deshalb meiden sie die Geräte und besuchen Bauch-Beine-Po-Kurse. Aber das ist Quatsch! Von einem 45-minütigen Krafttraining, zweimal die Woche – wie ich es empfehle – wird keine Frau zum Muskelprotz“, verspricht der Coach. Und scherzend zu seiner Frau: „Ihr steht ja auch auf echte Kerle, oder?!“

Check: Übungen zur Stabilität des Körpers gehen gut zu zweit!
Foto: Christoph Michaelis

Special-time muss auch sein!

Für Arthur und Anja heißt gemeinsam Sport machen, auch gemeinsam Zeit verbringen. „Wir fahren zusammen ins Studio. Dort macht dann auch mal jeder sein eigenes Programm oder Arthur leitet einen Kurs, den ich nicht mitmache“, sagt Anja lächelnd. „Danach treffen wir uns wieder auf der Matte zum Ausdehnen. Da zieh ich ihm dann den Rücken lang! Nein, im Ernst: Dehnen ist allein wirklich sehr langweilig. Zu zweit kann ich’s aushalten und man traut sich mehr, ist effektiver!“

Aua: Beim Dehnen auf der Matte geht Anja einen Schritt weiter als allein und zieht, so fest sie kann
Foto: Christoph Michaelis

Und auch die Kinder dürfen mal mit: „Montags bietet das Studio Kindersport an. Da nehmen wir unsere Racker mit. Mitja ist vier und liebt es schon!“ Auch der zweijährige Juri ist in seiner Windelhose voll dabei. Das Highlight ohne Kinder oder auch genannt ‚Mama-Papa-Spezialzeit‘: „Sonntags passen die Großeltern auf und wir machen zu zweit eine Radtour. Und der Profi fügt hinzu: „Fahrradfahren ist der beste Ausdauersport für Paare. Viel besser als Laufen, zum Beispiel, weil da die Trainingsunterschiede nicht so eine große Rolle spielen.“

Fußischauen ist Männersache

Und die „Sportschau“? Ein gemeinsames Event am Samstagnachmittag? „Nö. Nicht bei uns. Das macht Arthur allein oder mit Kumpels. Später sicher auch mit den Jungs“, sagt Anja. Dazu weiß Psychologe Oschwald: „Die Mehrheit der Sportzuschauer ist männlich. Selbst im deutschen Frauenfußball sind die weiblichen Zuschauer in der Unterzahl! Dazu gibt es zahlreiche Studien.“ Eine Theorie in der Psychologie: die Kriegssituation – Sportschauen als gefahrenlose „Generalprobe“ für eventuell tödliche Kämpfe. Eine weitere: „Beim Sportschauen können Männer ihre ‚Konkurrenz‘ ohne Risiko aus der Ferne beobachten“, so der Psychologe.

Untypisch Frau? Anja traut sich an die Gewichte
Foto: Christoph Michaelis

„Das ist aber schon ein wenig überholt. Heute wird die Sportschaulust eher als Quelle von Identität, Zugehörigkeit und öffentlich gezeigter Emotion gedeutet“, erläutert Oschwald. Männer weinen nicht – beim Sportschauen dürfen sie. Oder anders ausgedrückt: Wer ein veraltetes Männerbild hat, sieht nur im Sport die Möglichkeit zur emotionalen Entfaltung.“

Arthur und Anja verbindet der Sport – schon immer. „Außerdem stehe ich auf seine Muskeln“, sagt sie. Und dann gibt’s als Abschlussübung noch den Abschiedskuss (12-Kalorien weniger!).

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