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E-Bikes, Sonnencreme & fiese Tierchen

Die 9 größten Gefahren des Sommers

Sonnencreme, Sonnenhut und viel trinken – ein guter Anfang gegen die Risiken, die der Sommer mit sich bringt. Aber wetten, Sie kennen nicht alle Gefahren?
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Sommer, Sonne und ja, leider auch Schmerzen! Die warme Jahreszeit birgt einige Risiken. Und damit sind nicht nur Sonnenbrand und schlechter Schlaf gemeint. Hätten Sie geahnt, dass in Sonnencreme auch Gefahr schlummert? Und Baden in See & Meer krank machen kann?

1. Crashs mit Fahrrad & Co.

Die wohl größte Gefahr gleich zu Beginn: Unfälle! Trotz der widrigen Bedingungen im Winter (Dunkelheit ab dem Nachmittag, Eis und Schnee) steigen die Unfallzahlen in den Sommermonaten im Vergleich zum Winter um ein Drittel!

2018 starben 445 Radfahrer auf Deutschlands Straßen, darunter 89 auf Elektrorädern. Bei den E-Bikes lag der Anstieg bei 24 Prozent! Das geht aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor
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Grund: Auf den Straßen ist durch Motorradfahrer und Radfahrer viel mehr Verkehr, und das bis in die späten Abendstunden. Außerdem sind mit den E-Bikes nun auch viel mehr ältere Menschen rasant unterwegs, die womöglich die Geschwindigkeit nicht immer im Griff haben.

Deshalb gilt beim Fahrradfahren: Immer Helm aufziehen und Licht anschalten! 

2. Übertreiben beim Sport

Um abzukühlen, muss der Körper auch die Haut vermehrt mit Blut versorgen. Das Herz muss mehr Blut pumpen und daher öfter schlagen
Foto: Getty Images, AS Brand Studio

Fitnessfans und Sportler aufgepasst beim Training in der Hitze: Bei hohen Temperaturen muss unser Herz mehr arbeiten, um die Körperkerntemperatur bei 37 Grad Celsius zu halten.

Kopfschmerzen, Schwäche, Muskelkrämpfe, Übelkeit, Kältegefühl und Schwindel sind Anzeichen für eine Überhitzung. Stellen Sie so etwas bei sich fest: sofort das Training beenden, Schatten aufsuchen und trinken! 

Auch interessant: Tough Mudder, Xletix und Co.: So bereiten Sie sich richtig vor!

3. Nicht auf die Füße achten

Füße leiden unter der warmen Jahreszeit besonders!

Blasen: Zu Beginn des Sommers sind die Füße noch nicht an Riemchen & Co. gewöhnt und besonders empfindlich.

Fußpilz-Alarm: In geschlossenen Schuhen steigt das Risiko, denn die Pilz-Sporen lieben es warm und feucht.

Tipp: Nutzen Sie die warme Jahreszeit und laufen Sie so viel barfuß wie möglich. Das hat erwiesenermaßen viele Vorteile.

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Was haben Stinkefüße und Rückenschmerzen gemeinsam? Klar, auf beides können wir gut verzichten. Vor allem aber: Manchmal sind die Füße Ursache für diese Probleme. Daher unser Tipp: Öfter mal die Schuhe aus! Wieso, weshalb, warum erfahrt ihr im Video. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ 💡👉 Rückenprobleme sind schmerzhaft und schränken im Alltag ein. Mit unserem Online-Coaching Rücken@Fit stärkt ihr euren Rücken und beugt Schmerzen vor. Alle Infos auf dak.de. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ #dakgesundheit #gesundleben #gesunderlebensstil #health #gesundheit #gemeinsamgesund #einlebenlang #barfuss #rücken #rückentraining #barfusslaufen #barefoot

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Aber aufgepasst vor Stichen und Schnitten, gerade am Baggersee lauern Wespen und die ein oder andere zerbrochene Glasflasche.

4. Sonne unterschätzen

UVA- und UVB-Strahlen der Sonne dringen in die Haut ein, beschleunigen die Zellalterung und können Hautkrebs auslösen – das haben mittlerweile die meisten verinnerlicht. Allerdings häufen sich Falschinformationen, was den Schutz im Schatten und durch Kleidung angeht.

Richtig ist: Kleidung ist zwar gut, aber sie lässt trotzdem UV-Strahlung durch. Gerade nasser Stoff verliert einen großen Teil der Schutzwirkung, also nützt es nicht viel, mit T-Shirt ins Wasser zu gehen. Auch in Baum- bzw. Sonnenschirm-Schatten können noch bis zu 90 Prozent der Strahlung ankommen, sind sich Experten einig.

Das bedeutet: Lieber einmal mehr cremen als zu wenig und regelmäßig zum Hautkrebs-Screening gehen!

Über 90 Prozent der Hautkrebs-Patienten werden durch eine frühe Erkennung und Behandlung geheilt. Und das Beste: Häufig müssen Sie nicht selbst für ein Screening zahlen. Die DAK-Gesundheit beispielsweise übernimmt die Kosten
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5. Die falsche Sonnencreme wählen

Apropos Sonnencreme. Die (eigentlich) schützende Schmiere kann unerwünschte Nebenwirkungen haben: Etwa jedes zweite Produkt enthält 4-MBC, ein weißes Pulver, das UV-Strahlen blockiert und im Verdacht steht, die Fruchtbarkeit von Männern zu beeinträchtigen!

Außerdem ist es mittlerweile unumstritten, dass viele der Inhaltsstoffe in Sonnencremes (unter anderem die gängigen chemischen UV-Filter Oxybenzon und Octinoxat) erheblichen Schaden an Meeresorganismen hervorrufen. Ob diese Inhaltsstoffe auch für den Menschen langfristig eine Gefahr bedeuten, ist noch nicht ausreichend erforscht.

Rund 14 000 Tonnen Sonnencreme landen Schätzungen zufolge jedes Jahr im Meer, sind mitverantwortlich für großflächiges Korallensterben – z.B. vor den Malediven und Hawaii, vor Australien und Palau
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Was also tun? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Nach wie vor gilt: Je mehr Sonnenschutz, desto geringer das Hautkrebsrisiko. Sonnencremes, die ohne chemische Stoffe auskommen, sind tendenziell zu bevorzugen – hier erhöhen allerdings die pflanzlichen Öle das Allergie-Risiko. Am Ende sollte jeder für sich ausprobieren, was er gut verträgt und sich regelmäßig informieren, ob es neue Erkenntnisse gibt.

6. Vorsorge vergessen

Verschiedene Studien zeigen, dass Patienten Schmerzen und andere Einschränkungen stärker erleben, wenn sie im Urlaub sind oder ein freies Wochenende haben
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Die Natur hat es so eingerichtet, dass der Mensch während akuter Stress-Phasen besonders widerstandsfähig ist. Geht der Druck zurück, wie beispielsweise im Urlaub, ist man umso anfälliger. Auch chronische Leiden wie Migräne oder Asthma flackern dann eher wieder auf. Hier hilft nur, den Dauerstress im Job zu vermeiden. Und ist man dann doch erkrankt: Krankentage per Krankschreibung beim Arbeitgeber einreichen.

Ganz abgesehen von der eigenen Verfassung bergen vor allem Reisen in tropische und subtropische Regionen ein erhöhtes Krankheitsrisiko! Hier unbedingt an die notwendigen Reiseimpfungen denken – auch wenn diese teuer sind. Mit Hepatitis, Typhus & Co. ist nicht zu spaßen. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse! Die DAK-Gesundheit übernimmt 90 Prozent der Kosten von gängigen Reiseimpfungen.

Auch interessant: Macht schimpfen krank? Warum Gesundheit im Kopf anfängt

7. Unachtsamkeit beim Grillen

Jährlich ereignen sich um die 4000 Grill-Unfälle, bei denen der Notarzt kommt. Besonders gefährlich wird es, wenn flüssige Anzündhilfen (wie Spiritus und Benzin) oder Glutbeschleuniger benützt werden.

Auch, wenn es wohl keine beliebtere Sommerabend-Beschäftigung gibt, als Würstchen, Steaks und Gemüse-Spießchen über der Glut zu drehen: Grillen ist im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich!
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Deshalb: Immer gucken, woher der Wind kommt, lieber feste Anzündstoffe aus dem Fachhandel nutzen und Grillhandschuhe nicht vergessen. Und auch, wenn Feuer schön anzuschauen ist: Wahren Sie einen Sicherheitsabstand!

8. Stundenlang im Wasser dümpeln

Etwa 30 Zentimeter tief dringen die besonders kurzwelligen UVB-Strahlen ins Wasser ein, bevor sie abgeschwächt werden. Das bedeutet, dass beim Schwimmen und planschen beinahe dieselbe Strahlendosis auf den Körper gelangt wie an Land.

Ein heißer Tag ist auf dem Wasser gut auszuhalten – die Haut ist hier aber besonders gefährdet!
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Dies ist fatal, weil die nasse Haut aufweicht und den energiereichen Lichtstrahlen quasi den Weg öffnet. Zusätzlich wirkt die Wasseroberfläche wie ein unregelmäßiger Spiegel. Diese Streustrahlung trifft alle Körperteile über dem Wasser, und zwar ZUSÄTZLICH zur direkten Strahlung.

Das erklärt, warum man auch in einem Schlauchboot oder auf der Luftmatratze ungewöhnlich schnell braun (oder rot) wird. Keinen Unterschied macht es übrigens, ob wir im Meer baden oder im Süßwasser-See – der Effekt ist derselbe.

9. Tierchen aus der Tiefe

Achtung bei Baden!

Blaualgen (werden auch als Cyanobakterien bezeichnet) sind Bestandteil aller natürlichen Gewässer. Bei hohen Temperaturen treten sie vermehrt auf. Leider können sie Giftstoffe bilden, die leichte Haut- oder Schleimhautreizungen und bei Verschlucken größerer Mengen Wasser auch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber hervorrufen können.

Und im Salzwasser stellen Feuerquallen eine Gefahr dar, ihre Tentakeln sind giftig. Je wärmer das Wasser, desto größer werden sie. Und auch Bakterien können im Meer zum Problem werden: Vibrionen treten massenhaft ab Wassertemperaturen von 18 bis 20 Grad auf. Einige Arten können schwere Wundinfektionen bis hin zu lebensgefährlichen Blutvergiftungen verursachen.


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