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Laut aktueller Untersuchung

Anti-Baby-Pille senkt das Eierstockkrebsrisiko

Eine Frau bei der Einnahme der Pille
Die Pille soll eine ungewollte Schwangerschaft verhindern – und anscheinend auch eine Erkrankung an Eierstockkrebs. Das haben dänische und schottische Wissenschaftler herausgefunden.
Foto: Getty Images

Frauen, die hormonell verhüten, sind weniger gefährdet an Eierstockkrebs zu erkranken. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie. Allerdings soll nicht jede Pille gleich wirken.

In einer länderübergreifenden Studie haben Forscher der Universität von Kopenhagen in Dänemark und verschiedener Abteilungen der schottischen Universität von Aberdeen Gesundheitsdaten von rund 1,9 Millionen Probandinnen untersucht. Sie stammten von dänischen Frauen zwischen 15 und 49 Jahren und wurden im Zeitraum zwischen zwischen 1. Januar 1995 und 31. Dezember 2014 dokumentiert. Die Auswertung – veröffentlicht im „British Medical Journal“ (BMJ) – besagt, dass diejenigen von ihnen, die die Anti-Baby-Pille eingenommen hatten, im Laufe ihres Lebens seltener an Eierstockkrebs erkrankten.

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Krebsschutz besteht zur Zeit der Einnahme

Im BMJ sind die Details der Untersuchung nachzulesen. Dabei sind die Daten von drei Typen verglichen wurden: 1. Frauen, die niemals hormonell verhütet hatten, 2. Frauen, die aktuell oder noch kürzlich die Anti-Baby-Pille einnahmen – oder eine andere Form hormoneller Verhütung pflegten – und 3. Probandinnen, die vor mehr als einem Jahr mit der Einnahme aufgehört hatten.

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Nicht jede Pille ist gleich

Ob reine Gestagen-Präparate den gleichen Schutz vor Eierstockkrebs bieten wie Mittel mit einer Hormon-Kombi – auch das können die Forscher abschließend nicht beurteilen. Wie sie in der Zusammenfassung ihrer Untersuchung erklären, hatten „einige“ Probandinnen nur Gestagen eingenommen. Es seien nicht genügend gewesen, um einen hinreichenden Nachweis zu bieten.

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Hinweis der Redaktion: Mit hormoneller Empfängnisverhütung ist allen voran, aber nicht nur die Anti-Baby-Pille gemeint. Hierzu zählen auch der Verhütungsring, Hormonspirale, -stäbchen und -spritze. Über die Erkenntnisse der aktuellen Untersuchung hinaus, soll sich die Einnahme von Hormonen auch positiv auf das Hautbild und einen regelmäßigen weiblichen Zyklus auswirken. Allerdings: Die Liste der ungewünschten möglichen Nebenwirkungen ist genauso lang. Die Pille und Co. stehen im Verdacht, Veränderungen im Gehirn (wie u.a. Depressionen) auszulösen. Bevor frau sich für eine hormonelle Verhütungsmethode entschließt, sollte sie ausführlich von einem Arzt beraten lassen.

Infografik: Massenmedikament Pille | Statista

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