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Haut-Screening

Sonnenbaden ist gut, Kontrolle besser

Sonnenbrillen, Sonnenhüte & Co. schützen sensible KörperpartienFoto: Unsplash

Im Sommer zieht es uns alle in die gleiche Richtung: nach draußen. Ob Eisessen im Café oder Grillen im Garten, See oder Schwimmbad, sporteln oder faulenzen – unter freiem Himmel die warmen Strahlen am Körper spüren, ist ein Vergnügen. Und was für eines! Schließlich ist die Sonne ein Multitalent: Sie macht uns glücklich, fit, schön. Nur, einen Sonnenbrand dürfen wir uns nicht holen, denn der kann die Haut schädigen und das Risiko erhöhen, an Hautkrebs zu erkranken. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie man sich schützt – und Hautveränderungen rechtzeitig erkennt.

Wie lange man ungeschützt in der Sonne sein kann, kommt auf den Hauttyp an

Die Haut kann eine bestimmte Zeit ungeschützt der Sonne ausgesetzt sein, ohne sich zu röten. Wie lange das der Fall ist, hängt vom Hauttyp ab. Bei sehr hellhäutigen Menschen beträgt die Eigenschutzzeit etwa zehn Minuten, bei dunklen Typen können es bis zu 60 Minuten sein. Danach muss ein „Bodyguard“ ran: Eine Sonnencreme mit entsprechendem Lichtschutzfaktor. Der LSF gibt an, um wieviel länger man in der Sonne bleiben kann (Eigenschutzzeit x LSF), sofern man sich sorgfältig eingecremt hat. Bei einer Eigenschutzzeit von zehn Minuten beispielsweise sorgt eine Lotion mit LSF 20 dafür, dass sich die maximale Aufenthaltsdauer auf 200 Minuten erhöht. Das ist allerdings ein Durchschnittswert, daher raten Experten, lediglich 60 Prozent der errechneten Zeit als Verweildauer anzunehmen, um tatsächlich unbeschwert Sonne tanken zu können. Ist die Zeit abgelaufen, nichts wie raus aus der Sonne. Generell gilt: Je heller Haut und Haare sind, umso höher muss der LSF sein. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt für Kinder einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, für Erwachsene mindestens 20. Wer in den Bergen, am Wasser oder im Süden die Sonne genießen möchte, sollte zu einer Creme mit hohem (LSF 30 bis 50) bis sehr hohem Schutz (LSF mehr als 50) greifen. Der eigene Hauttyp und die damit verbundene Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung lässt sich online unter anderem auf bfs.de oder uvcheck.de bestimmen.

Sommerzeit – Sonnenzeit

Um unserer Gesundheit in der schönsten Zeit des Jahres nicht zu schaden, kommt es außerdem darauf an, die „güldenen“ Verhaltensregeln zu beherzigen. #sunwithfun

  1. Tragen Sie Ihren Sonnenschutz stets 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne in ausreichender Menge (für den gesamten Körper benötigt man rund 30 Gramm) auf. Und erneuern Sie ihn regelmäßig, vor allem, wenn Sie schwimmen waren oder stark geschwitzt haben.
  2. Sonnenbrillen, Sonnenhüte & Co. bewahren sensible Körperpartien vor dem UV-GAU. Kleidung mit UV-Schutz bietet sich an, wenn man mehrere Stunden in der Sonne aktiv ist, beim Sport, bei der Gartenarbeit, beim Wandern, beim Bootfahren.
  3. Halten Sie es wie die Südländer mit ihrer Siesta und vermeiden Sie die starke Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr. Und dann gibt es da noch einige Sonnen-Irrtümer und -Mythen, die sich hartnäckig halten, aber nichts als trügerischer Schein sind. Nein, Solariumbesuche sind keine gute Vorbereitung für den Sommerurlaub. Nein, Nachcremen verlängert nicht die Schutzzeit. Und nein, gebräunte Haut macht den Sonnenschutz nicht überflüssig. Aber ja, auch mit Sonnencreme und auch im Schatten wird man braun.

Trotzdem einen Sonnenbrand bekommen? Autsch. Das Erste-Hilfe-Programm: Kühlen Sie die verbrannte Haut mit kalten Kompressen, Quark oder Joghurt – das beruhigt. Oder nehmen Sie eine kalte Dusche und cremen Sie sich anschließend mit einer lindernden Lotion ein. Gehen sie keinesfalls mehr in die Sonne, bis der Sonnenbrand abgeheilt ist – und achten Sie künftig auf zuverlässigen Schutz.

Hautkrebs kann rechtzeitig erkannt werden mithilfe von Haut-Screening

Die schlechte Nachricht: Hautkrebs wird oft unterschätzt oder zu spät erkannt. Und auch immer mehr junge Menschen sind davon betroffen. Daher bezuschusst die DAK-Gesundheit die Kosten für ein Haut-Screening für Versicherte bereits ab 17 Jahren. Ab 35 ist der Check alle zwei Jahre sogar kostenlos. Was da passiert? Ihr Arzt untersucht Ihre Haut von Kopf bis Fuß nach auffälligen Veränderung und inspiziert die jeweiligen Stellen mit einem Dermatoskop, einer speziellen Lupe, genauer. Sollte Verdacht auf Hautkrebs bestehen, wird eine Gewebeprobe entnommen oder die auffällige Hautstelle entfernt und in einem Labor untersucht.

Der LSF der Sonnencreme bestimmt wie lange man sich in der Sonne aufhalten kannFoto: DAK-Gesundheit

Für Beratung und etwaige Behandlungen steht die DAK-Gesundheit als Partner zur Verfügung. Was Sie tun können, um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen: Die Sonne genießen – in Maßen! Und Ihre Haut immer wieder auf Veränderungen, insbesondere Muttermale und Leberflecken, kontrollieren.

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