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Säure, Zucker, Aluminium

Verbraucherschützer warnen vor industriell hergestellten Eistees

industriell hergestellter Eistee
In industriell hergestelltem Eistee kann Aluminium stecken – und zwar in nennenswerten Dosen. Größere Mengen davon könnten negative Wirkungen auf Nervensystem, Nieren und Knochen haben. Foto: iStock/BlakeDavidTaylor

Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, greifen viele zur Erfrischung gerne zum Eistee. Im Supermarkt fällt die Wahl angesichts des großen Angebots oft gar nicht leicht. Aber Achtung: Wer Eistee verpackt kauft, sollte Experten zufolge auf die Zutatenliste achten.

Ob Pfirsich, Zitrone, Beeren oder exotische Früchte – Eistee schmeckt verführerisch lecker und erfrischend. Zudem sind viele der Meinung, dass sie eine gesündere Alternative zu Cola oder Limonaden sind. Schließlich basieren sie doch auf Früchten? Ganz so einfach ist es aber nicht. Verbraucherschützer warnen, dass bei Industriell hergestellten Eistees Vorsicht angebracht sei. Sie enthalten Zutaten wie Aromen, Zitronensäure oder sogar Aluminium. Verbraucherschützer erklären, warum verpackter Eistee ungesund ist.

Aroma statt Frucht

Bei industriell hergestelltem Eistee sorgt nach Angaben von Verbraucherschützern statt Fruchtsaft meist ein künstliches Aroma für den Geschmack. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste der Flasche. Stehen da nur geringe Mengen an Frucht und dafür viel Aroma, sei ein Getränk mit echtem Fruchtsaft und ohne Aroma die bessere Wahl, empfiehlt die Verbraucherzentrale Bremen.

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Vorsicht bei Zitronensäure (E330)

Auch die Art der Säuerung sollte Eistee-Fans nicht egal sein, sagen die Verbraucherschützer: Anstelle von Zitronensaft verwendeten Hersteller häufig Zitronensäure. Auf dem Etikett ist sie auch mit der Angabe E330 zu finden.

Warum ist bei Zitronensäure Vorsicht geboten? Es senke beim Trinken den pH-Wert des Speichels, wodurch sich leichter Mineralien aus dem Zahnschmelz lösen könnten. In Kombination mit einer großen Menge an Zucker könne das schädlich für die Zähne sein. „Denn Bakterien, die den Zucker im Mund verstoffwechseln, senken den pH-Wert zusätzlich“, erklärt Annabel Dierks, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale.

Zucker verursacht Durst

Zucker ist nicht nur schlecht für die Zähne, im Eistee verursache er zudem noch mehr Durst, statt diesen zu löschen. Außerdem liefere er meist unbedacht eine Menge Kilokalorien. Daher sei Eistee auch nur als Erfrischung für zwischendurch geeignet und nicht als permanenter Durstlöscher.

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Aluminium und Glitzer in Instant-Eistees

Dann lieber als Instanttee selbst anrühren? Da kann man die Dosierung schließlich selbst steuern. Dies aber berge die Gefahr, die Getränke sehr konzentriert zuzubereiten, so Dierks. Denn die kleinen Teekrümel bestünden hauptsächlich aus Zucker, Zitronensäure, Schwarztee-Extrakt und Aromen. Die Fruchtanteile seien auch hier meist sehr gering.

Zudem sei laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) über Instantgetränke eine nennenswerte Aufnahme an unerwünschtem Aluminium möglich. Größere Mengen davon könnten negative Wirkungen auf Nervensystem, Nieren und Knochen haben. Auch Glitzer im Tee halten die Verbraucherschützer nicht nur für überflüssig, sondern auch für kritisch. Der Effekt werde durch Titandioxid (E171) erzielt – einem Zusatzstoff, der vom BfR als unsicher eingestuft wird. Viele Hersteller vermeiden ihn bereits in ihren Produkten.

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Fazit: Eistee lieber selbst machen statt kaufen

Das Fazit der Verbraucherschützer ist eindeutig: Verpackter Eistee ist ungesund. Wer also im Sommer auf dieses Lieblingsgetränk nicht ganz verzichten möchte, sollte ihn lieber selbst machen, statt ihn fertig im Supermarkt kaufen. Denn dann weiß man ganz genau was im Eistee enthalten ist und kann ihn sich ohne schlechtes Gewissen zwischendurch mal gönnen. Dafür einfach schwarzen Tee heiß aufbrühen, abkühlen lassen, etwas Zitronen- oder Pfirsichsaft sowie Zucker dazu: Fertig ist der Eistee. 

Mit Material von dpa