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Neue Erkenntnisse

Kaffee soll beim Abnehmen helfen

Frau trinkt eine Tasse Kaffee
Abwarten, Kaffee trinken – und abnehmen? Einer aktuellen Studie zufolge soll das gehen.
Foto: Getty Images

Dass Kaffee den Stoffwechsel auf Touren bringt, weiß man inzwischen. Wie nun britische Forscher herausgefunden haben, kann das koffeinhaltige Getränk aber noch direkter beim Abnehmen helfen: Es soll das Fett zum Schmelzen bringen. Und das ist offenbar wörtlich zu nehmen!

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Kaffee „verbrennt“ Fettzellen

Wenn jemand abnehmen will, soll es ihm also helfen, Kaffee zu trinken. Diesen Schluss zogen Forscher der University of Nottingham aus einer Studie, die sie aktuell im Fachmagazin „Scientific Reports“ vorstellen. Dabei soll das wachmachende Getränk insofern nützlich sein, als es das braune Fettgewebe gezielt stimuliert. Das Koffein bewirkt, dass ein bestimmtes Transmembranprotein (namens UCP1) im braunen Fettgewebe in Wärme umgewandelt wird – und quasi schmilzt.

Tasse Kaffee

Kaffee soll Fett in Wärme umwandeln – so die Kurzfassung
Foto: Getty Images

Untersuchungen mit Zellkulturen – und Menschen

Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in Versuchen mit Zellkulturen gewonnen und in einer Untersuchung mit (zugegeben: nur) neun Frauen und Männern im durchschnittlichen Alter von 27 Jahren überprüft. Dafür hatten die Probanden auf nüchternen Magen teilweise Kaffee und teilweise nur Wasser trinken sollen und nahmen anschließend in einem auf 22 Grad Celsius temperierten Raum Platz. Über ein wärmebildgebendes Verfahren stellten die Wissenschaftler fest, dass sich bei der Kaffee-Gruppe im Oberkörperbereich braunes Fettgewebe sichtbar erwärmt hatte, was offenbar eine stärkere Aktivierung innerhalb der Zellen aufzeigte. Bei der Wasser-Gruppe konnte keine veränderte Körpertemperatur festgestellt werden.

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Kein Aufruf zum exzessiven Kaffeetrinken!

Die Ergebnisse sind nicht als Aufruf zu ständigem Kaffeekonsum zu verstehen. Zumal noch nicht hinreichend untersucht ist, ob die wärmestimulierende Wirkung, die offenbar die Fettverbrennung fördert, tatsächlich und ausschließlich auf den Koffeingehalt von Kaffee zurückzuführen ist, oder ob womöglich andere Inhaltsstoffe daran beteiligt sind. Dies soll der Gegenstand weiterführender Untersuchungen sein, mit dem Ziel, langfristig ein Präparat zu entwickeln, um mit dessen Hilfe starkes Übergewicht zu behandeln und somit seinen möglichen Begleit- und Folgeerkrankungen (z.B. Diabetes, Fettleber, Arterienverkalkung) verhindern zu können.