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Campylobacter-Bakterien

Hähnchenfleisch: Risiko für Darmentzündungen?

Hähnchenfleisch
Geflügel muss ausreichend erhitzt werden, damit alle Bakterien abgetötet werden
Foto: Getty Images

Im Wartezimmer von Ärzten sitzen immer öfter Menschen mit Bauchschmerzen und Durchfall. Das Robert-Koch-Institut ging dem Anstieg auf den Grund. Ergebnis: Das größte Risiko geht von Campylobacter-Erregern aus. Und die können in Hähnchenfleisch lauern.

Bei Durchfall und starken Bauchschmerzen steckt oft der bakterielle Erreger Campylobacter dahinter: Das größte Risiko für eine solche bakterielle Darmentzündung geht einer Untersuchung zufolge in Deutschland von Hähnchenfleisch aus.

Bitte erhitzen Sie Ihr Geflügelfleisch ausreichend

Etwa ein Drittel der Erkrankungen könnte vermieden werden, wenn dieser Risikofaktor ausgeräumt würde, berichten Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) in einer aktuellen Veröffentlichung. Nicht ausreichend erhitztes Geflügelfleisch galt schon länger als wichtige Infektionsquelle. Campylobacter führen zu einer Entzündung des Dünndarms, die oft mit Durchfall und Fieber einhergeht.

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Als bedeutende Risikofaktoren für Campylobacter-Erkrankungen machten die Autoren Essen außer Haus und die Zubereitung von abgepacktem Hähnchenfleisch im Haushalt aus. Für die Untersuchung waren unter anderem gut 2000 Fragebögen ausgewertet worden, die nachweislich Erkrankte ausgefüllt hatten. Sie schreiben, dass in der Europäischen Union 2018 Grenzwerte für Campylobacter auf Geflügelkarkassen festgelegt würden.

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Das Risiko entsteht beim Schlachten

Campylobacter sind Bakterien aus dem Darmtrakt von Tieren, die beim Schlachten auf das Fleisch geraten können. Auch Rohmilch, Hackfleisch und Mettwurst gelten als Infektionsquellen. Auch Küchenhygiene ist wichtig: Bei Benutzung der gleichen Schneidebretter können zum Beispiel Keime von rohem Fleisch auf Salat übergehen.

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