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Lebensmittel

Wie lange sind gekochte Nudeln im Kühlschrank haltbar?

Gekochte Spaghetti in einem Sieb
Die Stärke in den Nudeln macht gekochte Pasta anfällig für KeimeFoto: Getty Images

„Die Pasta ist noch gut, die hab ich erst vor ein paar Tagen gemacht“ – viele glauben, dass ein Kühlschrank sauber ist und es Nudeln durchaus eine Woche darin machen. Warum das falsch ist, erklärt ein Experte.

Es ist ganz normal: Gekochte Nudeln, die nach dem Essen übrigbleiben, wirft man nicht weg. Stattdessen packt man sie in ein Behältnis und bewahrt sie im Kühlschrank auf. Rein optisch scheinen die gekochten Nudeln dort recht lange haltbar, manchmal sogar eine ganze Woche. Doch zu diesem Zeitpunkt sollte man sie bereits nicht mehr essen.

Was passiert mit gekochten Nudeln, Kartoffeln und Reis im Kühlschrank?

Gekochte Nudeln sind im Kühlschrank nur drei bis vier Tage haltbar, Brat- und Pellkartoffeln maximal drei und zubereiteter Reis sogar nur zwei Tage. Durch die Stärke sind sie anfällig für Bakterien. Ihre Sporen sind relativ hitzeresistent und lassen sich auch beim zweiten Aufwärmen nicht richtig abtöten, erklärt Prof. Dirk Bockmühl, Mikrobiologe an der Hochschule Rhein-Waal, in der Zeitschrift „Good Health“ (Ausgabe 4/2019).

Der Experte würde auch geöffnete Milch, egal ob Frischmilch oder H-Milch, nur drei bis vier Tage aufbewahren.

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Faustregel fürs Wiedererwärmen von gekochten Nudeln

Damit die Keime gar nicht erst in den Kühlschrank gelangen, sollten Gerichte direkt nach dem Abkühlen hinein, spätestens aber zwei Stunden nach dem Kochen. Sonst steige die Wahrscheinlichkeit, dass sich Bakterien schon rasant vermehrt haben. Faustregel für das Wiedererwärmen: Speisen sollten immer auf 70 Grad für mindestens zwei Minuten erhitzt werden. Das gilt auch für gekochte Nudeln.

Bockmühl rät zudem, den Kühlschrank mindestens einmal im Monat mit Essigwasser oder einem normalen Reiniger auszuwischen.

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Achtung! Schimmel kann giftig sein

Verschimmelte Lebensmittel können gesundheitsschädliche Stoffe bilden. Als Stoffwechselprodukte entstehen sogenannte Mykotoxine, die je nach Lebensmittel richtiggehend giftig werden können. Wenn es einmal passiert, dass man Schimmel übersehen und in ein befallenes Stück Brot gebissen hat, ist das nicht dramatisch. Dauerhaft aber kann die Aufnahme jener schädlichen Stoffe die Immunabwehr verschlechtern und Nieren- sowie Leberschäden mit sich bringen. Und manche schimmeltypischen Toxine sollen sogar krebserregend sein.

Es reicht übrigens nicht, beim schimmligen Brot nur die betroffene Stelle wegzuschneiden und den Rest weiterzuessen, da der Pilz sich in der Regel schon – unsichtbar – weiter ausgebreitet hat. Gleiches gilt für ein das Marmeladen-Glas, bei dem man nicht nach Abtragen des Schimmels an der Oberfläche drunter weiter essen sollte. Näheres erfahren Sie in dem entsprechenden FITBOOK-Artikel.

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Fazit

Achten Sie beim Kochen idealerweise schon darauf, dass Sie keine zu große Menge nehmen. Nudeln, Reis und Kartoffeln halten auch im Kühlschrank nicht wirklich lange.