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Spannende Fakten zur Ernährung in der kalten Jahreszeit

Schaltet der Körper in einen Wintermodus?

Im Sommer stehen wir auf Salat und Erdbeeren, in der kalten Jahreszeit läuft uns beim Gedanken an deftigen Flammkuchen und heiße Schokolade das Wasser im Mund zusammen – wieso eigentlich?Foto: iStock/Getty Images
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Die süß-fettigen Feiertage liegen hinter uns. Was bleibt, sind Geschenke, etliche Screenshots von Video-Telefonanrufen und das ein oder andere Pfund mehr auf den Hüften. Letzteres wollen viele jetzt wieder loswerden, aber stellen fest: Das ist gar nicht so einfach! Und tatsächlich ist nicht nur die Willensschwäche schuld …

„Im Winter verändern sich einige Abläufe im Körper. Tatsächlich steigt der Hunger und das System ist darauf aus, Fettreserven anzulegen“, erklärt Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt an der Charité Berlin in der Abteilung Naturheilkunde und Autor des Buches „Heilen mit der Kraft der Natur“. „Und das ist auch gut so. Unsere Vorfahren hätten sonst im Winter ja gar nicht die kalte, nahrungsarme Zeit überlebt. Dieses innere Bedürfnis hat sich nicht geändert.“

Die Statistiken der letzten Jahre zeigen: Im Januar wollen viele Deutsche, weit über ein Drittel, die Ernährung umstellen. Um erfolgreich zu sein, kann es helfen zu wissen, was in der kalten Jahreszeit eigentlich im Körper vor sich geht
Foto: iStock/Getty Images

Vornehmlich hat das mit dem Licht zu tun: Werden die Tage kürzer, schüttet der Körper mehr vom Schlafhormon Melatonin aus. Das sorgt dafür, dass die Lust auf Bewegung sinkt, man müde wird und der Drang zu Süßem und Fettigem steigt.

Dr. Michalsen: „Es ist wissenschaftlich nicht ganz klar, ob man in dieser Zeit gleichzeitig auch schneller Fett ansetzt. Es erscheint aber logisch: Der höhere Melatoninspiegel ist das Signal für unser System, in der passiven Phase zu bleiben, der Stoffwechsel ist langsamer.“

Das Problem mit dem warmen Wohnzimmer

Anders als früher sind wir heute der Kälte, die dem Körper viel Energie entzieht, nicht mehr so schutzlos ausgeliefert. Auch das Nahrungsangebot wird nicht knapp, im Gegenteil: In der Weihnachtszeit kann man sich vor kalorienreichen Leckereien kaum retten. Die Folge: Unbeliebte Pölsterchen setzen sich am Körper an, welche wir zu Beginn des neuen Jahres meist dringend wieder loswerden wollen.

Was also tun? „Sich alles zu verwehren, ist nicht der richtige Weg, und man kann die inneren Bedürfnisse nicht komplett abschalten. Das würde nur unglücklich machen. Meine große Empfehlung: Intervallfasten. Gerade morgens und späteren Abendstunden, in denen der Körper im Stoffwechsel etwas träger ist, kann es ganz wirkungsvoll sein, noch etwas mit dem Essen zu warten, bzw. früher aufzuhören“, empfiehlt der Ernährungsexperte.

Wie Intervallfasten genau funktioniert, können Sie bei der DAK-Gesundheit nachlesen, unter der Rubrik „mahlZeit“ (einfach ins Foto klicken, um zur Seite zu gelangen). Dort gibt es überdies viele Tipps und überraschende Fakten zu vielen Lebensmitteln und Ernährungsfragen, wie: Ist Schokolade so schlecht wie ihr Ruf? Welche Lebensmittel dürfen auf keinen Fall in den Kühlschrank? Wie gesund sind die Milch-Ersatzgetränke wie Mandel-, Hafermilch & Co.?
Foto: iStock/Getty Images

Auch interessant: Intuitiv essen vs. 2+2+4-Regel – Welche Schlank-Strategie passt zu Ihnen?

Die besten Wintersnacks

Natürlich macht es auch einen großen Unterschied, WAS wir essen. „Die klassischen Mitbringsel vom Weihnachtsmann sind genau das Richtige: Nüsse, Nüsse, Nüsse, Orangen und Äpfel!“, so der Experte. Statt der hochverarbeiteten Süßigkeiten wie Lebkuchen und Schokonikoläuse haben diese natürlichen Winterleckereien eine hohe Nährstoffdichte, versorgen den Körper mit guten Fetten und Vitaminen.

Empfehlung: Wenn Sie es angehen wollen und im neuen Jahr ihre Ernährung zum Gesünderen und Schlankeren verändern wollen, sollten Sie einmal bei der DAK-Gesundheit vorbeischauen. Die Krankenkasse bietet ein kostenloses Online-Ernährungscoaching an, bei dem Sie in acht Kurseinheiten die Grundlagen einer gesunden Ernährungsweise kennenlernen, detaillierte Informationen über Nährstoffe erhalten und erfahren, wie die optimale Mahlzeit aussieht. Features wie ein Self-Tracker, das Bewegungstagebuch sowie Aufgaben, Fitness-Übungen und Kochvideos sind inklusive.

Ein heißer Tipp: „Chili. Die Gewürzpflanze hält uns nicht nur warm, Beobachtungen zeigen auch, dass Menschen, die viel scharf essen, schlanker sind.“
Foto: iStock/Getty Images

Apropos Hitze: Auch jetzt im Januar sind eher Spaziergänge draußen angesagt statt Treffen drinnen. Wer da ein paar Wärmebringer snacken möchte, dem rät Dr. Michalsen Folgendes: „Die Wintergewürze Kardamom, Nelken, Safran, Nelken & Co. regen die Durchblutung an und halten innerlich warm! Am besten Mahlzeiten, Gebäck und Getränke damit würzen. Mein persönlicher Favorit: Schokolade mit Chili. Auch Chai-Tee, der ja viele dieser Gewürze vereint, ist super.“

Für die Abwehrkräfte kann man übrigens auch etwas essen, bzw. trinken: „Die Schleimhäute sollten immer feucht gehalten werden, daher ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig“, weiß der Experte. Weitere Tipps:

  • Ingwer-Tee ist ein optimales Getränk, er unterstützt die Abwehrkräfte und seine Schärfe hält warm.
  • Tee mit Süßholz wirkt antientzündlich und antiviral.
  • Die bitteren Kräuter Thymian und Salbei sind antibakteriell.
  • Knoblauch und Zwiebeln sind mit ihren ätherischen Ölen stark gegen Erkältungen.

Klar ist auch: Je besser man sich mit Nahrungsmitteln und den Vorgängen im eigenen Körper auskennt, desto gesünder kann man sich ernähren.
Testen Sie ihr Wissen: Kennen Sie sich gut mit ihrem Körper und der Ernährung im Winter aus?

Der Weg zum nachhaltigen Abnehmen

Andreas Michalsen: „Erstens ist es gut, wenn man ein starkes Ziel vor Augen hat. Gerade in diesem Winter kann das ein gesunder Körper sein! Je fitter und widerstandsfähiger wir sind, desto weniger Chance haben Krankheiten aller Art. Auch dafür lohnt es sich, die Motivation aufzubringen.“

Noch ein paar Ideen:

  • Schreiben Sie ihr Ziel auf, erzählen Sie vielleicht ihrem Umfeld von dem Vorhaben, machen Sie es so verbindlich wie möglich!
  • Gucken Sie nach vorn und feiern Sie jeden Erfolg!
  • Auch eine Anmeldung zu einem Programm kann helfen, um den inneren Schweinehund kleinzuhalten.

Auf ein gesundes Jahr 2021!


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