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Heute in der Sendung

Das taugt „BitterLiebe“ aus „Die Höhle der Löwen“

„BitterLiebe“ bei „Die Höhle der Löwen“
Die Mannheimer Jan Stratmann (l.) und Andre Sierek (r.) bieten den Investoren von „Die Höhle der Löwen“ 12,5 Prozent der „BitterLiebe“-Firmenanteile von. Ob ihre Erfindung überzeugt?
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Jan Stratmann (25) und Andre Sierek (26) stellen in „Die Höhle der Löwen“ ihr Start-up „BitterLiebe“ vor. Die beiden produzieren verschiedene Produkte aus Naturkräutern (ihr Aushängeschild sind Tropfen), die mit Bitterstoffen das Wohlbefinden steigern sollen. Wie, warum und was ein Experte dazu sagt – FITBOOK erklärt die Innovation genauer.

Bitter ist nicht jedermanns Sache. Während eine bittere Note bei manchen Lebensmitteln sogar auf Verderb hindeuten kann, gehören sie bei anderen von Natur aus dazu, beispielsweise Endivien und Chicorée. Bitter sei aber längst nicht mehr so bitter, wie es früher der Fall gewesen ist. Das erklären Andre Sierek und Jan Stratmann in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ (dienstags ab 20.15 Uhr bei Vox) sowie auf der „BitterLiebe“-Website. Die Bitterstoffe seien „herausgezüchtet“ worden, und das ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ungünstig, wie die Gründer erklären, da Bitterstoffe dem Körper einiges Gutes tun sollen. Dieser Negativ-Entwicklung wollen sie mit ihrer Erfindung begegnen können.

Das steckt in „BitterLiebe“

Die Investoren Nils Glagau und Judith Williams nehmen den Magenbitter aus Naturkräutern von „Bitterliebe“ geschmacklich genau unter die Lupe
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Naturkräuter als Lifestyle-Produkt

In der Sendung müssen die Löwen um Nils Glagau, Judith Williams und Co. entscheiden: Wollen sie „BitterLiebe“ dabei unterstützen, zum Lifestyle-Produkt zu werden? So lautet das ambitionierte Ziel der Jungs, die zu diesem Zweck um 200.000 Euro gegen 12,5 Prozent der Firmenanteile bitten. Wie der Pitch ausgeht, erfahren Sie heute Abend ab 20.15 Uhr bei „Die Höhle der Löwen“ auf Vox.

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Experte über Bitterstoffe

Wir haben den Ernährungswissenschaftler Uwe Knop um seine Einschätzung gebeten, und ihn auch gefragt, was Bitterstoffe überhaupt sind und im Körper bewirken. „Bitterstoffe gehören zu den sekundären Pflanzenstoffe, genauso wie auch Scharfstoffe aus Chili und Pfeffer“, erklärt er uns. „Sie regen unsere Verdauung an und lassen quasi ‚die Säfte im Körper fließen‘.“ Das geschieht, indem Bitterstoffe die Magen- und Gallensaftsekretion stimulieren und somit bei Verdauungsstörungen helfen.

Knop bestätigt, dass das Verständnis von bitter heute ein anderes ist, als es etwa im Mittelalter war. Die Bitterstoffe sollen tatsächlich zu großen Teilen wegkultiviert worden sein. „Beste Beispiele dafür sind Salate wie Radicchio oder Chicorée, die leider kaum noch bitter schmecken. Und auch weiße, richtig schön bittere Grapefruits kennt man nur noch aus Erzählungen älterer Generationen.“

Aber auch wenn sie nur noch moderat bitter schmecken: Knop kann Endivien, Artischocken, Grapefruits und Löwenzahn weiterhin empfehlen – vorausgesetzt, man mag sie. „Wichtig ist natürlich, dass man bitteres Obst, Gemüse und Kräuter verträgt, sprich dass der Magen-Darm-Trakt nicht rebelliert.“

Können die Tropfen etwas bringen?

„BitterLiebe“-Produkte gibt es bereits im Online-Shop zu kaufen (die 50-Milliliter-Flasche Tropfen und eine 100-Gramm-Packung Pulver kommen auf 14,95 Euro, 100 Gramm Tee auf 13,95 Euro – zuzüglich Versandkosten). Ob man sich das leisten sollte, hängt laut dem Ernährungsexperten absolut vom Geschmack ab. „Wem es nicht mundet, der braucht diese Bitterpräparate nicht“, so seine Einschätzung.