Mit Calisthenics ist das Fitnessstudio überall

Alles begann um die Jahrtausendwende in den Straßen von New York. Die Stadt errichtete in Wohngebieten diverse Sportparks, in denen Menschen fernab von Fitnessstudios trainieren konnten – vergleichbar mit den hierzulande bekannten „Trimm Dich“-Pfaden. An den Recks, Sprossenwänden, Barren und Klimmzugstangen kann nur mit Eigengewicht trainiert werden.

Dank Calisthenics wird die Sprossenwand wieder cool

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Aus dieser simplen Form der Freiluft-Fitness entwickelte sich die Sportart Calisthenics. Der Name kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus „kalos“ – schön und „sthenos“ – Kraft. Genau um diese Kombination geht es bei Calisthenics: Ausdauer, Kraft und Körperbeherrschung gepaart mit Ästhetik und eleganten Bewegungsabläufen bei den einzelnen Übungen.

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Eigengewicht effektiv eingesetzt

Die Anhänger des Sports brauchen nicht viel fürs Training. „Im Mittelpunkt steht das eigene Körpergewicht“, erklärt der österreichische Calisthenics-Meister Achim Gölles, der einen eigenen Youtube-Kanal hat. Man könne mit allem trainieren, was grad vorhanden sei: Parkbank, Mauer, Leiter. Im professionelleren Umfeld kommen dann zum Beispiel noch Reckstangen und Sprossenwände dazu.

So ist bei Calisthenics die Ganzkörperspannung entscheidend. Da das Gewicht aber konstant bleibt, müssen die Übungen auf andere Weise erschwert werden – beispielsweise durch Supersätze (Minimierung der Pause), Anpassung des Hebels oder Winkels und durch explosive Ausführung.

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Gemeinsam macht’s mehr Spaß

Seit 2011 gibt es jedes Jahr sogar eine Weltmeisterschaft für Calisthenics/Street-Workout.

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Wie und wo geht’s los?

Wer jetzt so richtig Lust bekommen hat: Bislang finden sich Calisthenics-Gruppen vor allem in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München. Man kann aber auch zu Hause mit dem Training beginnen, im Internet gibt’s genug Videos für Einsteiger. Wichtig ist dabei jedoch, sich nicht zu überfordern und die Trainings-Intensität langsam und kontinuierlich zu steigern.

In der Gruppe fällt es vielen leichter Sport zu treiben

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Calisthenic-Übungen für Anfänger

„Den Großteil der Basics kann man auch ganz bequem zu Hause machen“, sagt Schlesinger zu FITBOOK. In einem Calisthenics-Park könnte man ohne die Grundlagen überfordert sein und so die Motivation verlieren, daher wirklich mit einfachen Übungen starten und die Komplexität langsam steigern.

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Profi Achim Gölles erklärt an einem Beispiel, wie’s laufen kann: Um den Körper eines Tages im sogenannten „Frontlever“ an der Stange in die Waagerechte bringen zu können, fängt man mit Klimmzügen an. Wer die nicht kann, startet mit Kraftübungen für die Arme usw.

Denn wie bei den meisten Sportarten gilt auch bei Calisthenics: klein anfangen, dranbleiben, Spaß haben.

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