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Der große Selbsttest

Wie ich mir in 20 Tagen (fast) ein MEGA Sixpack antrainierte!

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Runterkommen! Das ist KEINE typische vorher-nachher-Story! Ich bin ein ganz normaler Mensch - weder fett noch dürr. Es geht um einfache Fitness-Übungen unter Anleitung von Star-Triathletin Wenke Kujala; ein Zeitraum von knapp drei Wochen; gute 20 Minuten am Tag. Keine Radikal-Diät, kein Extrem-Sport. Trotzdem krass harter Tobak! Und zur Belohnung auch ein paar neue Bauchmuckis! So war es - und nicht anders! Und - à la Schwarzenegger: "Scheitern ist keine Option!" Uahhh!

Ob ich sportlich bin?! Ja klar! Mega! Äh – seit ca. einem Jahr. Vorher war ich cool. Gechillt halt! Ausgehen war mein Sport! Ja. Und dann kamen vier Kinder. Direkt hintereinander. Das war auch sportlich. Auf eine andere Art. Cool? Eher weniger. Gechillt? NULL! Liebenswert? Und wie! Gut für die Figur? NEIN. Im Gegenteil! Spätestens JETZT musste echter Sport her.

Da kam das Fitnessprogramm „SOMMERFIT in 20 Tagen“ genau richtig für mich. Weil ich eben nicht viel Zeit zum Trainieren habe wegen Job, Kindern, Erkältung und so weiter. Es gibt TAUSEND Ausreden. Mit diesem Programm – dachte ich – habe ich meine perfekte Ausrede für „Sport“. 20 Minuten am Tag – Pipifax – das kriege ich locker nebenbei hin. Wie gesagt  – DACHTE ich.

Bereit für das Sixpack im Sommer? Ich ja! Computer auf und los geht’s im Wohnzimmer mit diversen Beinjumps.

Im Büro habe ich es dann großspurig angekündigt, mit der Aufforderung, ein Team-Event daraus zu machen. Von wegen: muss ja wohl gehen, wer macht mit, nur 20 Minuten am Tag, nur 20 Tage. Es sei das perfekte Training für die Mittagspause. Kein Ding.

DACHTE ich.

Mit zwei von mir erpressten Kolleginnen (so hab ich sie bekommen: „Nachher gibt’s ’n alkoholfreies Erdinger umsonst!“) ziehen wir uns in der Mittagspause ins Hinterzimmer zurück. Sportmatte, Computer mit Triathlon-Star Wenke Kujala – meinem Glotz-Coach der nächsten 20 Tage – und los.

Ich muss dazu sagen: Es ist mein erstes Mal, was den Glotzensport betrifft, heißt, bis jetzt habe ich Sport und Bildschirm zusammen immer verweigert. Einfach zu doof. Hinterhergehampel. Wenn, dann laufe ich oder spiele Tennis oder fahre Ski  – echter Sport eben! Nichts für Weicheier! DACHTE ich.

Das vorweg.

Banal? Dieser Hampelmann erfordert mehr Koordination als gedacht!Foto: Christoph Michaelis

Wir starten unser Programm, ein 20-tägiges Krafttraining, bei dem jeden Tag einzelne Muskelgruppen oder der ganze Körper trainiert werden. Es beginnt für meinen Geschmack sehhhr gemächlich. Und das soll das Programm für Fortgeschrittene sein, wofür ich mich so eifrig angemeldet habe? Ha, das mach ich ja easy nebenbei.

DENKE ich. Schon nach wenigen Minuten geht’s voll ab. Wenn ich auch nicht sofort an meine konditionellen Grenzen komme, so doch ziemlich schnell an die der Koordination! Größte Niederlage: der „Jumping Jack“ (oder für mich immer noch: Hampelmann) mit Armen vorne. Ich muss so absurd dabei aussehen, dass meine zwei Kolleginnen den Lachkrampf nicht mehr unterdrücken können. Auwaia.

Wie aufgezogen: Mit meinen zwei Kolleginnen zusammen gehen wir beim „Hampelmann“ gleich richtig ab!Foto: Anna Meran

Bei den Baby-Liegestützen (auf Knien) hole ich mir meinen Stolz wieder zurück. Das hab ich schon länger ins Lauftraining integriert und – einigermaßen DRAUF!

Nach 24 Minuten ist das Oberkörper-Training von Tag 1 abgeschlossen. YES!

Wieder in der Mittagspause, gleiche Konstellation. Diesmal reiße ich meinen Mund nicht mehr so weit auf. Die ersten 24 Minuten hatten es dann ja doch schon in sich. Heute kündigt Wenke wieder etwas zu fröhlich ein Beintraining an.

Na, das kann ja nicht so schlimm werden. Meine Beine sind hart wie Stahl!

So soll das aussehen: Triathlon-Star Wenke Kujala macht es vor! Ich mache es – auf meine Weise – nachFoto: privat

Aber ich sage lieber mal nichts und warte ab. Diesmal bin ich zufriedener mit mir selbst. Nur beim „seitlichen Hüftöffnen“ zwickts im (offensichtlich nicht vorhandenen) Knackpo. Außerdem sind die „Squats“ kaum durchführbar für mich. Das überrascht mich: Ich wusste nicht, dass ich so krass verkürzte Achillessehnen habe. Na sauber!

Generell muss ich leider feststellen, dass ich mit Abstand die Ungelenkigste unter uns drei Work-out-Hasen bin! Es geht zur Sache!

Und ich habe neue Mitstreiter gefunden: Meine vier Kids! Vor allem Oskar (8) und Caspar (6) sind voll dabei und ich muss kämpfen, um bei den Pimpfen mitzuhalten. Nach etwa fünf Minuten steigt Klein Ida (2), die anfangs noch fröhlich mithüpft, heulend aus und will auf meinen Arm. Ich tröste sie mit dem Grüffolo (dem besten Kleinkind-Buch in Reimen derzeit). Philipp (4) ist noch im Rennen. Ich bin erstaunt. Auf dem Programm heute: Ganzkörpertraining von Armkreisen über „Plank“ bis „Fersencrunch“ – die Truppe ist fit und echt motiviert. WOW!

An der Kraft liegt es nicht – wenn da nicht dieses Problemchen mit der blöden Balance wäre…Foto: Christoph Michaelis

Tag 4: Halb 6. Ich komme nach Hause. Kaum fällt die Tür ins Schloss, rennen vier schreiende Kinder auf mich zu. Gerührt will ich sie in den Arm nehmen, als ich merke, dass es hier nicht um mich geht, sondern nur um das SOMMERFIT-Programm. AHA! „Mami machen wir jetzt dein Computahhh?! Philipp hat sich schon in seinen Bayern-München-Jogger geworfen und will loslegen.

Leider heute eine klare Enttäuschung für ihn: Auf dem Programm steht nämlich Yoga. Auf die langsamen Streckübungen hat er NULL Bock und setzt sich mit verschränkten Armen im Schneidersitz aufs Sofa. Dafür ist Caspar total drin, kann es aber nicht zugeben, weil Yoga ja eigentlich ’n Mädels-Ding ist. So ruhig und konzentriert hab ich meinen Hippelmann noch nie erlebt!

Yoga! Eindeutig nicht meine Stärke – die halbe Stunde zieht sich ewig. PuhhhFoto: Christoph Michaelis

Also meins ist es nicht! Ich bin nämlich so biegsam wie ein Besenstil. Für mich ist es die härteste halbe Stunde der ersten Trainingswoche. Doch die Strapazen haben sich gelohnt, das Gefühl danach: TOP!

Tag 5: Läuft. Ich merke, dass die Übungen – heute wieder Oberköper – langsam intuitiv werden. Nur die Kraft lässt schnell nach, weil ich am Morgen zum Sonnenaufgang laufen war. Muss ich VIEL öfter machen, ich hätte den ganzen Tag die Welt erobern können. Auch wenn die „Aufstehüberwindung“ ENORM war. Muss ich leider auch zugeben. Sind ja alle nur Manschgerl.

Am Abend vor dem Spiegel: Siehe da – die Hüfte scheint ein wenig schmaler! Eine optische Täuschung? SOMMERFIT-Programm? Hmmm…

Die Verwöhnte schiebt ein kleines Skiwochenende ein. In Tirol! Darauf freue ich mich schon seit Wochen! Kaum im Hotel angekommen, ziehe ich voller Tatendrang meinen Computer aus der Tasche. Heute: Beine und Po. Kann nicht schaden fürs Skifahren morgen! Ich ziehe es durch und lege mich danach in die Sauna. LUXUS!

Der liebe Gott hat es RICHTIG gut mit mir gemeint heute. Draußen strahlt’s und glitzert’s wie auf der Postkarte, als ich mit den Skiern die Gondel besteige. Ein bisschen nervös bin ich schon weil ich ewig nicht mehr auf Skiern gestanden bin. Außerdem habe ich vor meinen Freunden schon mit meiner ERDINGER sommerfitten Super-Fitness angegeben. Hätte ich’s mal gelassen. Mit weichen Knien schnalle ich mir die Bretter an und mache verkrampft die ersten Schwünge. Ziehweg. Kein Ding. Dann gleich eine schwarze Piste.

Voll verwöhnt: Skifahren ist mein Fitness-Programm DeluxeFoto: shutterstock

Auch o.k.! Juhuu es geht! Sogar sehr gut! Auch nach ’ner Stunde noch. Und nach zwei. Das gibt’s ja nicht. In aller Bescheidenheit – ich habe das Gefühl, ich bin fitter denn je! Ein zweiter Ski-Frühling ist in mir ausgebrochen! Ist das alles Wenke zuzuschreiben? Ja, ja, ja!

Wofür mein Enthusiasmus nicht mehr reicht heute? Die SOMMERFIT-Session. Für „Ganzer Körper“ mit Frau Triathletin brennen die Oberschenkel doch sehr nach sieben Stunden Piste.

Und auch am nächsten Tag noch kein SOMMERFIT. Dafür Pulverschnee und Adrenalin, weil ich es so was von laufen lasse!

Back to Berlin. Das halbstündige Ganzkörper-Training ist heute Familiensache! Sogar Papi ist dabei. Die zweijährige Ida sitzt à la Maggie Simpson mit Schnuller am Sofa und glotzt heute ganz zufrieden zu. Ist ja auch einiges an Action geboten mit uns fünf! Bei mir? Läuft’s! Und was sagt die Wage? Ein knapper Kilo weniger. Immerhin.

Tag 8: Ich bin voll motiviert. Die Matte liegt bereit – und dann das: Triathletin Kujala steht heute als Überraschung mit Patrick Lange – Ironman Weltmeister – vor der Kamera. Er gibt sechs Minuten lang Tipps und Tricks für die perfekte Lauftechnik. Ich finde es interessant. Obwohl ich jetzt schon eine Weile laufe, weiß ich die banalsten Dinge nicht, zum Beispiel, dass man sich beim Laufen über die Außenseite des Fußes von hinten nach vorne abrollt. Außerdem ist Herr Lange auch ganz nett anzusehen .:).

Die anstrengendste Übung des ganzen Programms: Plank Walk!Foto: Christoph Michaelis

Tag 9: Beim Oberkörper-Training überrascht mich mein sechsjähriger Sohn Caspar, der die Liegestütze durchgehend locker mitmacht, während mir (trainiert!) irgendwann die Kraft ausgeht. Dass Kinder so viel Kraft in den Armen haben – dieses kleine, dürre Ärmchen! Wahnsinn – hätte ich ECHT nie gedacht.

Tag der großen Entdeckung! Es gibt noch eine Funktion: Ich kann das Programm auf stumm schalten. Dann werden die Befehle schriftlich eingeblendet. Mal ganz angenehm muss ich zugeben und drehe zufrieden meine eigenen Elektro-Sounds dazu auf. Das macht Bock! Das Beine-Training passt auch gut zu meiner Musik. Ich bin voll konzentriert – heute mal ohne Kids. Ich bin so motiviert, dass ich die „Walk-outs“ noch mit Liegestützen ergänze. Krasseste Übung des Tages: der „Gluteus-Lift“ – das spürt man es so was von im Hinterteil. Is ’n kleiner Self-Boost-Dämpfer, weil ich merke, wie untrainiert dieses mein MAßGEBLICHES Körperteil ist. AUWEIAAA. Dann mal ran an den Speck. Puh.

Sieht leicht aus – ist es aber nicht! Der Side Plank macht mega Bauch-Muckis

Tag 11: What a day! Ich stehe tatsächlich noch einmal um sechs auf und gehe ’ne Runde laufen. Es nieselt und ist eigentlich ungemütlich kalt aber die Stadtwelt ist noch nicht erwacht und sie gehört ganz mir. Das sind die Momente, die mich süchtig machen nach diesem Sport. Und irgendwie: Meine Arme fühlen sich nicht mehr so schwer an wie sonst beim Laufen. Liegt’s etwa an Frau Triathletin?! JA! Warum nicht – hab ja auch schon mehr als die Hälfte des Trainings absolviert. Yeah Baby.

Ah ja: Und mittags auch noch SOMMERFIT-Programm im Büro: Bei den „Burpees“ (Liegestütze mit hochspringen und Arme dabei in die Höhe strecken  – mörderisch anstrengend!) komme ich an meine Grenzen. Beim „Plank Walk“ (Liegestütze mit ausgestreckten Armen abwechseln  und Lieblingsübung von Sohnemann Caspar!) gebe ich fast auf.

YOGA. Ahhh, da bin ich sooo schlecht. Ich finde es sooo anstrengend – lieber laufe ich zwei Stunden durch. Wahrscheinlich die falsche Einstellung, denn es rockt wieder NULL.

Ich komme ja nicht mal mit ausgestreckten Armen zum Boden – in ECHT. Mannomann. Wie soll das mit dem Yoga je was werden?!

Die Yogaübungen für den Rücken laufen bei mir viel besser. Nur bitte ja nicht an meine verkürzte Beinmuskulatur gehen, Frau Kujala! Da wird’s nämlich peinlich!Foto: Christoph Michaelis

Ein kleines Aber: trotz extrem schlechter Performance und sich scheck lachenden Kindern ob der sich gar so doof anstellenden Mami – die Session vermacht mir ein „postTRAUMartiges“ Gefühl, heißt, ich fühle mich echt gut und mal richtig durchgestreckt und durchgedehnt. Das ist doch was!

Die folgenden drei Tage: Oberkörper; Beine/Po und ganzer Körper – also einmal tutto completto. Ich bin halb motiviert, weil mein ganzer Körper schmerzt. Ein Freund hat mich gestern Abend dazu überredet, mit ihm „bouldern“ zu gehen. Da klettert man in einer Halle frei. Alles halb so wild, weil riesig dicke Matten am Boden ausliegen: weicher Fall garantiert! Wir klettern jeder insgesamt eine Stunde vielleicht – es ist richtig cool! Ich schaffe sogar eine ziemlich schwierige Route.

Der größte Spaß und der aller größte Muskelkater meines Lebens. Bouldern ist geil!Foto: Ruprecht Rassler

Und dann ist plötzlich Schluss. Von einer Sekunde auf die andere geht NICHTS mehr – mein Unterarm ist hart wie ein Brett und lässt sich nicht mehr bewegen. Tja – game over. Leider ist das noch nicht das Ende der Story. Am nächsten Tag wache ich auf und versuche aufzustehen. Leider nicht möglich. Jede noch so kleine Bewegung fühlt sich an wie ein Messerstich.

Ich brauche tatsächlich Minuten, um mich aufzusetzen. Frau Kujala? Keine Chance heute, tut mir leid. Ich habe mit 37 tatsächlich den Muskelkater meines Lebens. Er dauert ganze vier Tage!! Und zwei Tage lang mit Alltagsstress und Kletterschmerz im Gepäck – ich muss es einfach zugeben – schaue ihr um 23 Uhr einfach nur zu. Und bade mich im Selbstmitleid. Ob das vielleicht psychologisch auch Muskeln aufbaut? Ja – ich glaube daran!

Ok. Keine glorreichen Tage – muss es auch mal geben. Das gute am Muskelkater: Man fühlt sich UNGLAUBLICH sportlich! Und schlanker! Und der Bauch ist flacher – ja, auf jeden Fall! Und härter! Ok, das reicht jetzt!! Am Boden bleiben.

FINALE (Tag 16-20): Die letzten fünf Tage geht es RICHTIG ab! Jeder Tag hat einen festen „SOMMERFIT-Slot“. Und die Muckis wachsen – ich spüre es förmlich. Oder?! Das Wetter wird gerade richtig schön. Neben dem Programm schaffe ich es sogar, noch dreimal laufen zu gehen – nicht zu knapp.

20 Tage später bin ich jetzt keine Mucki-Mutti. Mega abgenommen habe ich auch nicht: 1,5 Kilo. Aber es ist auf jeden Fall etwas passiert: Ich fühle mich definierter und insgesamt stärker. Vor allem in den Armen und im Rumpf spüre ich einen Unterschied. Mit viel Fantasie leichte Bauchmuskeln…

Jump up high! Geschafft! Und gleich noch mal!Foto: Christoph Michaelis

SOMMERFIT ist ein cooler Kurs für nicht ganz unsportliche Leute mit wenig Zeit (es gibt aber zwei Levels – vielleicht mal mit dem leichten anfangen, nicht so wie ich). Trotzdem zeitlich nicht zu unterschätzen! Jeden Tag eine halbe Stunde ist nichts für nebenbei. Sonst funktioniert es auch nicht. Ich musste es mir vornehmen, jeden Tag wieder und es als Prio festlegen. Dann bringt es auch echt etwas.

Auch wenn ich niemals der große Bildschirm-Sportler sein werde. Es macht mir einfach am meisten Spaß zu laufen. Bissl Krafttraining muss aber auch sein. Und so ist es echt auszuhalten. Ich habe viel mitgenommen und schon jetzt einige der Übungen in mein Lauftraining integriert. Außerdem informiere ich mich regelmäßig im Aktiv-Blog – da plaudern die Sport-Stars aus dem Nähkästchen!

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