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Studien und Experten sind sich einig

Diese Effekte hat ein Trainingspartner beim Workout

Bros machen alles zusammen: Sie lachen, leiden und trainieren – die perfekte „Bromance“ eben. Und die macht nicht nur glücklich, sondern auch fit – beweisen Studien!
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Freunde machen alles besser: die Bauchschmerzen nach der Spare-Ribs-Schlacht beim Serienmarathon, das Festival im tiefsten Schlamm, Liebeskummer oder den Kater nach einer harten Partynacht – doch das ist noch lange nicht alles. Sogar das Training wird besser!

Man hat ihn sich an faulen Winterabenden zusammen angefuttert, den Netflix-Bauch – einer der wenigen Nachteile, wenn man in einer Freundschaft den Serien- und Fleisch-Geschmack teilt. Doch Hilfe naht! Und das doppelt …

Wer das „Flix-Pack“ wieder loshaben möchte, der sollte seinen Kumpel auch gleich zum gemeinsamen Training verdonnern! Eine Studie der Universität Aberdeen hat bewiesen: Leute trainieren tatsächlich mehr, wenn sie einen Trainingspartner haben!

Ein weiterer Vorteil beim gemeinsamen Training: Man macht seltener Rückzieher, wenn klar ist, dass der Trainingsbuddy auf einen wartet
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Antje Heimsoeth, Motivationstrainerin und Autorin („Sportmentaltraining“) erklärt: „Wer beim Sport einen Partner an der Seite hat, der ist hartnäckiger bei der Sache. Der Ehrgeiz ist angestachelt! Man misst sich ganz automatisch mit dem Trainingspartner und gibt bei Weitem nicht so schnell auf.“ Das ist ein Effekt, der verstärkt bei Männern zum Tragen kommt.

Bromance macht die Muckis groß!

Ein Trainingspartner wirkt gerade bei Männern als echter Ansporn. „Würde man alleine womöglich nach 20 Liegestützen aufhören, scheinen die 40 doch erstrebenswert, wenn man sieht, dass der Kumpel auf der Matte nebenan noch kein Zeichen von Schwäche zeigt. Männer suchen die Challenge“, weiß Antje Heimsoeth.

Und wie ist das bei den BFFs? 

Die beste Freundin immer an der Seite: Das gibt ein gutes Gefühl! 
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„Hier zählt eher das Miteinander. Es ist schön, die Freundin zu sehen, es wird gerne erst mal eine Runde gequatscht“, erklärt die Expertin. Außerdem hilft es Frauen, einen Verbündete haben und nicht alleine ins Fitnessstudio müssen. Das setzt die Hemmschwelle zum Training tiefer.

Bei beiden Geschlechtern gleich ist die Tatsache, dass Spaß die Wahrscheinlichkeit enorm erhöht, öfter und lieber zu trainieren. Das positive Zurückdenken ans letzte Training lässt den inneren Schweinehund schrumpfen.

Zusammen lachen, wenn eine Übung nicht klappt, neue Ziele setzen, Belohnungen vereinbaren – gemeinsamer Sport mehr Spaß! Auch einander gut zureden hilft: Aufbauenden Worte vom Trainingspartner fördern nachweislich ein intensiveres Training!
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Aber: Natürlich ist alles typabhängig. Auch manche Frauen lieben die Challenge, und einige Männer freuen sich über das Miteinander und ein ausgiebiges Schwätzchen nach dem Training.

Worauf kommt es an, um beim Sport wirklich dranzubleiben?

Antje Heimsoeth erklärt: „Der Schlüssel ist, ein Ziel zu haben, das emotional aufgeladen ist – das für mich eine Bedeutung hat und attraktiv ist. Es hilft nichts, wenn der Arzt den Sport verordnet oder der Partner es verlangt. Ich selbst muss es wollen und ich brauche Antworten auf die Frage: ‚Wozu mache ich das?‘ Ist das nicht gegeben, dann hat man schlicht Wünsche oder Vorsätze, die nur wenig Aussicht auf Erfolg haben.“

Auch interessant: So halten Sie gute Vorsätze wirklich ein & So lässt Schlaf die Muskeln wachsen

Was braucht der perfekte Fitness-Buddy?

Der Trainingspartner sollte positiv, hilfsbereit und zuverlässig sein. Auch eine Vertrauensbasis ist wichtig. Beide sollten das gleiche Ziel verfolgen – also z.B. abnehmen, Muskelaufbau oder Konditionssteigerung. So kann man auch wirklich gemeinschaftlich die gleichen Übungen machen. Nicht zuletzt müssen auch die Arbeitszeiten passen. Denn ringt man jede Woche erneut um einen Termin, dann kann das schnell lästig werden.

Tipp: Der Sport-Partner sollte einen Tick fitter sein als man selbst! Eine Studie aus Kanada bewies, dass das zusätzlich anspornt.

Ein echter Ansporn können auch gemeinsame Belohnungen sein. Ist das Ziel erreicht, geht man zum Beispiel gemeinsam essen. Hat einer der Trainingspartner das Ziel nicht erreicht, muss er den anderen einladen etc. …
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Sport-Dating-Apps: Wer in seinem Bekanntenkreis nicht fündig wird: Bestimmte Apps sind darauf spezialisiert, Trainingspartner zusammenzubringen. Das sind zum Beispiel GymderUrbanX und Spontacts. Hier findet man, ähnlich wie bei Tinder und Co., ein Fitness-Match in seiner Umgebung .

Doch egal, ob der Trainingspartner ein guter Bekannter, Arbeitskollege oder eine App-Bekanntschaft ist: Wichtig ist das Aufstellen einiger Regeln. Die Mentaltrainerin rät zu folgenden Punkten: 

  1. Beide setzen sich ein Ziel, der jeweils andere kennt es. Die Partner unterstützen sich gegenseitig dabei, es zu erreichen – mental und im Training.
  2. Destruktive Kritik ist nicht erlaubt.
  3. Gequatscht wird erst nach dem Training.
  4. Ohne triftigen Grund darf keine Verabredung abgesagt werden.

Gemeinsames Sporttreiben ist gesund!

Dass das gemeinsame Sporttreiben nicht nur effektiver ist, sondern auch zur allgemeinen Gesundheit beträgt, weiß die DAK-Gesundheit.

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Anstecken ist die Devise! Mit Motivation, Freude und Spaß – denn so ist die Hemmschwelle, zum Sport zu gehen, viel geringer, Foto: DAK-Gesundheit
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Destruktive Kritik ist ein No-Go, sowohl im Sport, als auch im Alltag, denn das macht krank! Mehr Infos gibt die DAK-Gesundheit, Foto: DAK-Gesundheit
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Weg mit dem Handy! Nichts ist entspannender als ein Spaziergang oder ein Lauf, bei dem das Smartphone zu Hause bleibt. Damit man sich trotzdem sicher fühlt, hat man ja den Trainings-Buddy dabei!, Foto: DAK-Gesundheit
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Frust macht krank! Nutzen Sie das Training mit dem Kumpel oder der Freundin, um Ärger und aufgestaute Energie abzulassen!, Foto: DAK-Gesundheit
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Warum ein guter Umgang mit den Mitmenschen und soziale Kontakte die Gesundheit fördern, erklärt die DAK-Gesundheit, Foto: DAK-Gesundheit

 


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