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Krasse Challenge

Was man über Motivation lernt, wenn man über den Atlantik rudert

Rudern
Sonja und Marina (von links nach rechts) haben am härtesten Ruderrennen der Welt teilgenommen. Sie erzählen, wie sie geschafft haben, nicht aufzugebenFoto: Atlantic Campaigns
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Die zwei Freundinnen Sonja und Marina (beide 31) sind 5 300 Km übers offene Meer gerudert. Hier verraten sie, wie sie diese Herausforderung gemeistert haben und warum es sich auch für andere Sportler lohnen kann, an die eigenen Grenzen zu gehen!

„Ist es verrückt, am härtesten Ruderrennen der Welt teilnehmen zu wollen, obwohl man noch nie gerudert ist?“

Diese Frage stellte Marina ihrer Freundin Sonja vor vier Jahren. Sie antwortete ihr: „Ja, klar ist es das! Aber es ist eine coole Herausforderung!“ Marina hatte im Fernsehen eine Doku über die Talisker Whisky Atlantic Challenge gesehen und wollte seitdem selbst daran teilnehmen. Dabei rudern mehrere Teams für 30 bis 90 Tage nonstop über den Atlantik. Von der kanarischen Insel La Gomera bis Antigua in der Karibik. Egal, ob die Sonne brennt, es ohne Ende regnet oder ein Sturm für haushohe Wellen sorgt: Die Teilnehmer müssen 5 300 Kilometer über das offene Meer rudern. Ohne Begleitboote, unter ständigem Schlafmangel, körperlichen Schmerzen und einer krassen psychischen Belastung.

Nur: Wieso stellt man sich dieser extremen Herausforderung überhaupt? Wie bereitet man sich auf eine Atlantiküberquerung vor? Wie verändert sich der Körper, wenn er ohne Pause durcharbeiten muss? Und was lernt man dabei über die Motivation von Sportlern? Das verraten uns jetzt die beiden Freundinnen, die gegen 35 andere Ruder-Teams angetreten sind und in 75 Tagen und zehn Stunden den Atlantik überquert haben.

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Sie kennen sich aus dem Studium und waren schon immer begeisterte Sportlerinnen. Sonja spielte in ihrer Kindheit Hockey, machte später Fitness und Marina setzt seit Jahren auf klassisches Muskeltraining. Doch die Überquerung des Atlantiks ist ihre bisher größte sportliche HerausforderungFoto: Atlantic Campaigns

Wie man sich auf die krasseste Ruder-Challenge der Welt vorbereitet

Für Sonja und Marina dauert die Vorbereitung fast drei Jahre lang. In dieser Zeit besuchen sie ihren ersten Ruderkurs. Sie trainieren zu Hause zwischen zehn bis fünfzehn Stunden pro Woche auf einem hochwertigen Kettler-Rudergerät mit Wasserwiderstand, rudern immer wieder 24 Stunden am Stück im See, setzen auf EMS (elektrische Muskelstimulation), stemmen schwere Gewichte im Fitnessstudio und fahren Fahrrad. Doch neben dem körperlichen Training standen auch Motivations-Übungen auf dem Plan. Denn wer besser werden will, muss auch Dinge tun, die keinen Spaß machen, einen aber voranbringen. Das Motto war deshalb: Getting comfortable with the uncomfortable. „Für mich als Morgenmuffel bedeutete das zum Beispiel, morgens nicht so lange im Bett liegen zu bleiben, sondern den Wecker auf fünf Uhr morgens zu stellen und direkt auf mein Kettler-Rudergerät zu steigen oder Joggen zu gehen“, erklärt Marina.

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Zusätzlich holen sich die beiden Freundinnen einen Mental-Coach an die Seite, der ihnen zeigt, wie sie sich motivieren können: „Durch ihn habe ich gelernt, dass ich Musik anmachen muss, wenn ich in einem emotionalen Tief bin. Die hilft mir, mich bis ans Limit zu pushen und Bestleistungen abzuliefern“, verrät Marina. Für Sportler lohnt es sich, herauszufinden, was einen antreibt. „Denn wer weiß, wie er sich selbst motivieren kann, kann Leistungen abliefern, von denen er nicht dachte, dass sie überhaupt möglich sind.“

Jeder Moment ist flüchtig. Auch der Moment, in dem man aufgeben will. „Doch wenn man einfach ein paar Minuten die Zähne zusammenbeißt und weitermacht, schöpft man neue Energie und zieht durch.“

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Kurz vor dem Start fallen die beiden in ein tiefes emotionales Loch

Nach drei Jahren Vorbereitung, vielen Stunden auf dem Kettler-Rudergerät, unzähligen Schweißperlen und Mental-Übungen geht es für Sonja und Marina endlich an den Start nach La Gomera. Vor Ort werden noch die letzten Checks am Boot gemacht, die zwei Wochen dauern. Zwei Wochen, die sich anfühlen wie eine Ewigkeit! „Wir waren bereit und wollten einfach nur noch losrudern. Doch stattdessen mussten wir warten, warten, warten! Und das führte wiederum dazu, dass wir uns Gedanken machten über das, was alles auf dem offenen, rauen Meer passieren kann“, erklärt Sonja. Und Marina ergänzt: „Unsere Gefühle wechselten ständig: Morgens hatten wir ein riesiges Grinsen im Gesicht, mittags waren wir total aufgeregt, dass wir bald alles hinter uns lassen, und am Nachmittag waren wir hundemüde. Nur um dann zwei Stunden später völlig hyperaktiv zu sein.“

Nachdem die Sicherheitschecks abgeschlossen sind, geht es los. Das Boot setzt sich in Bewegung und die beiden rudern gemeinsam los, bis die Nacht einbricht. Danach geht es im Zweistunden-Takt weiter: Sie arbeiten zwei Stunden, schlafen für zwei Stunden. Zwischendurch essen sie – ungefähr 5000 Kalorien pro Tag, vor allem in Form von Shakes und getrockneten Früchten, aber auch Fruchtgummi, Salami und Kekse haben sie dabei. „Auf dem Meer verändert sich der Geschmackssinn. Am Anfang haben die Gummibärchen wie Seife geschmeckt, und am Ende konnte ich fast nichts anderes mehr essen“, erklärt Marina.

So war es wirklich auf dem Meer

Die beiden genießen den Rhythmus. Merken, wie er ihnen Sicherheit gibt. Sie beobachten Fische, gucken in der Nacht in den Sternenhimmel. Sehen, wie die Sonne aufgeht, freuen sich über die Tiere und schätzen all die kleinen und schönen Momente, die man in einem Alltag an Land schnell übersehen hätte. Die Stimmung zwischen den beiden Freundinnen ist gut: Kann eine der beiden nicht mehr, entgegnet die andere, dass sie eine Herausforderung wollten und diese nun meistern müssen. Der Ton ist rau, aber er passt in die schroffe Umgebung. Es sind Momente, Stunden und Tage der vollkommenen Zufriedenheit.

Doch das Leben auf dem Boot hat auch seine Schattenseiten: Es gibt keine Toilette, ein Eimer muss reichen. Kleidung und Füße sind immer nass. Die Haut schält sich. Und ein trockenes Bett? Gibt es auch nicht! Auch ihre Körper verändern sich, passen sich der neuen Situation an: Die Wadenmuskulatur verkümmert, weil sie auf dem Boot kaum stehen und laufen. Dafür werden ihre Oberschenkel größer. Trotz der sportlichen Höchstleistungen bekommen sie keinen Muskelkater, da sie ihrem Körper keine Pause und damit keine Möglichkeit geben, überhaupt erst einen zu entwickeln.

Rudern über Atlantik
Die Haut ist gebräunter, das Gesicht ist schmaler, der Körper um 12 Kilogramm leichter – dafür ist das Lächeln nach der Challenge breiter als zuvorFoto: Atlantic Campaigns

Das Beste kommt zum Schluss? Von wegen! Am vorletzten Tag, kurz bevor sie das Land erreichen, drängt sie eine Strömung mit starkem Wind in die falsche Richtung. Sie müssen stoppen und einen Anker werfen, der sie an Ort und Stelle hält. „Das war extrem hart. Mental waren wir schon im Ziel, aber physisch im Nirgendwo. Ich war so enttäuscht, so wütend, dass ich die Ruder in die Ecke geworfen habe. Nach ein paar Minuten wurde mir jedoch bewusst, dass ich, wenn ich irgendwohin will, weitermachen muss“, erinnert sich Marina. Nachdem die Strömung vorbei ist, machen die beiden genau das: weiter. Immer weiter. Bis sie als letztes Team endlich im Ziel ankommen. Und Tränen der Erleichterung über ihre Gesichter laufen.

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Mit ihrer Ruder-Challenge wollen Marina und Sonja Spenden für die Schweizer Hilfsorganisation Kovive sammeln, die sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstütztFoto: Atlantic Campaigns

Zurück an Land – und völlig überfordert

Die ersten Schritte an Land fühlen sich ungewohnt an. Sie haben Probleme, die Balance zu finden. Der Körper schmerzt: „Wir mussten nur zehn Minuten laufen, um ins Hotel zu kommen, doch diese zehn Minuten haben einen heftigen Wadenmuskelkater verursacht“, verrät Sonja. Die körperliche Erschöpfung, die vielen Eindrücke, Geräusche und Menschen um sie herum – all das überfordert sie zunächst. Und: Ihnen fehlt der gleichförmige Rhythmus des Ruderns.

Dennoch spüren sie, dass sich nach den Wochen auf dem Meer etwas Grundlegendes in ihrem Leben verändert hat: Wenn man so stark an seine Grenzen geht, schätzt man auch die kleinen Dinge viel mehr. „Man merkt, dass man für jedes Problem eine Lösung findet, und ist überrascht darüber, was man eigentlich alles schaffen und bewegen kann“, erklärt Sonja.

Körperlich sind die beiden auch zwei Monate nach der Atlantiküberquerung noch ausgelaugt. Gleichzeitig fehlt ihnen das Rudern, weshalb sie schon bald auf ihrem Kettler-Rudergerät trainieren wollen, sobald sie wieder fit sind. Mittlerweile wissen sie, dass der Spaß erst beginnt, wenn man seine Komfortzone verlässt, und wollen andere Sportler dazu ermutigen, eigene Challenges im Alltag umzusetzen: „Egal, ob Sie einen Halbmarathon schaffen oder zehn Minuten planken wollen: Mit jeder Herausforderung, die Sie angehen, merken Sie, dass Sie besser werden, als Sie sich jemals vorgestellt haben!“

5 Tipps, um Ihre eigene Challenge umzusetzen

1. Formulieren Sie Ihr Ziel so konkret wie möglich
2. Setzen Sie sich Zwischenziele
3. Finden Sie heraus, was Sie motiviert
4. Trainieren Sie mit einem Buddy, der zu Ihnen passt
5. Feiern Sie die kleinen Erfolge


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