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Das ist das Erfolgsgeheimnis der Biathlon-Stars

Ruhig Blut trotz Wahnsinns-Puls

Biathlon boomt! Acht Millionen Deutsche fiebern zum Welt-Cup-Start am 26. November im schwedischen Östersund wieder mit den Biathleten im TV. Aber warum fasziniert der Wintersport plötzlich alle so? Es ist die Kombination aus Laufen. Innehalten. Und: gezielt Schießen. Das erfordert eine enorme Körper-Disziplin. Wie schaffen die Sportler das nur? Das verraten uns die Top-Stars des Wintersports ganz exklusiv.

Michael Greis war dreifacher Biathlon-Weltmeister. Heute ist er Trainer
Foto: privat

Schon mit 11 Jahren war es Michi Greis klar: „Ich sah beim Spaziergang die schießenden Langläufer und wusste: Das will ich auch machen!“ Er wollte auch beides können, skilaufen und schießen. Mit rasendem Puls ankommen, sich kontrollieren, das Gewehr nehmen, zielen… Gesagt, getan, gewonnen! Schon neun Jahre später holt Michael Greis Bronze bei den deutschen Meisterschaften, weitere zehn Jahre später erreicht er Gold bei den Olympischen Spielen, dreifacher Olympiasieger in Turin und Gewinner des Gesamtweltcups. Daran erinnert sich der Ex-Profi gern: „Mein größter Moment!“ Ob ein Olympiasieger und Weltmeister wie er noch Träume hat? „Sportlich habe ich das Glück, alles erreicht zu haben. Jetzt möchte ich aber in meiner ‚zweiten Karriere‘ als Trainer Erfolg haben.“

Er will noch mehr: Nach Hochfilzen arbeitet er jetzt auf die Medaille bei den Olympischen Winterspielen hin 
Foto: Getty Images

Das will Biathlon-Star Simon Schempp noch nicht behaupten. Der Weltmeister von Hochfilzen hat sich gerade erst warm gelaufen: „Die nächsten Olympischen Spiele stehen noch bevor. Eine Einzelmedaille wäre die Krönung!“ Das 29-Jährige Supertalent kam ähnlich früh wie Greis über seinen Vater zum Biathlon: „Er war selbst Biathlet und hat mich in den ersten Jahren trainiert.“ Spätestens mit der Aufnahme ins Skiinternat als 16-Jähriger stand sein Ausnahmetalent fest und die Karriere war vorgezeichnet.

Ehrgeiz hilft, macht aber noch keinen Biathleten.

Biathletin Anna Weidel: „Ich denke nicht, dass ich auf irgendetwas verzichten muss.“  
Foto: privat

Zu Stars wie Michael Greis und Simon Schempp sieht Biathletin Anna Weidel auf. „Was sie erreicht haben, ist mein großer Traum“, so die ambitionierte Sportlerin, die in der letzten Saison den IBU Junior Cup gewann. „Jetzt ist es erst einmal mein Ziel, ein fester Bestandteil der IBU Cup Mannschaft zu sein und erfolgreich bei der WM teilzunehmen.“ Doch die 20-Jährige hat einen festen Plan: „In den nächsten drei Jahren möchte ich selbstverständlich in die Weltcupmannschaft aufsteigen und dort gewinnen!“

Das alles passiert mit dem Biathleten, wenn er schießt: Klicken Sie sich durch und erleben Sie den Moment mit!

Ambition allein reicht nicht aus, um Biathlon-Star zu werden. Das ist den Kollegen Weidel und Schempp vom Team ERDINGER Alkoholfrei mehr als klar: „In der Trainingsphase sind wir zwischen drei und sechs Stunden am Tag am Start. Wir wechseln uns ab mit Intensivtraining auf Skirollern, was kürzer und anstrengender ist und ausgedehntem Grundlagentraining“, so Weltmeister Schempp. Beim Grundlagentraining wird auf dem Rad und zu Fuss trainiert. Beispiel für ein Dualtraining: Der erste Athlet fährt eine kurze Radstrecke und wirft anschließend dreimal auf ein Ziel, zum Beispiel ein Basketballkorb. Für jeden Fehlwurf steht eine Strafrunde zu Fuß an. Danach läuft der zweite eine Laufrunde, wirft auf den Korb und so weiter.

On the road again: Im Sommer ersetzten die Skiroller die Langlauf-Skier der Biathleten
Foto: fotolia

Anna Weidel fügt hinzu: „Im Frühling und im Sommer absolvieren wir meist noch ruhige, lange Ausdauereinheiten, hier hat eine Trainingswoche 20 bis 25 Stunden. Je näher der Wettkampf rückt, desto kürzer und schneller werden die Einheiten.“ Unter der Woche trainieren die Sportler mit der Gruppe am Stützpunkt, etwa Ruhpolding, am Wochenende jeder selbständig zu Hause.

Zwei Wochen im Jahr Nichtstun ist Luxus für den Profi-Athlet.

Biathleten brauchen Ausdauer im Sport, aber auch in Sachen Geduld und Verzicht! Sie wissen, dass der Sport ihr Leben bestimmt. „Gelegentlich wünscht man sich etwas mehr Zeit für andere Dinge, aber das ist nun mal part of the game“, bekennt Biathlon-Star Schempp. Anna Weidel sieht es „sportlich“: „Ich denke nicht, dass man auf irgendetwas verzichten muss. Andere sitzen den ganzen Tag im Büro. Wir trainieren und es gibt auch Tage, an denen man lieber im Bett bleiben möchte, aber das gibt es sicher in jedem Beruf. Was schon nervt ist, dass wir im Winter so viel unterwegs sind und nur nach Hause kommen, um die Tasche wieder zu packen.“ Und Schempp fügt hinzu: “ Im Urlaub, also direkt nach der Saison, kann es schon mal vorkommen, dass ich zwei Wochen nichts mache und einfach die Beine hochlege.“ Ab 1. Mai aber geht die Vorbereitung für die neue Saison schon wieder los.

Ankommen. Innehalten. Schießen: So gelingt der perfekte Schuss

Laufen und Schießen ist die perfekte Kombination.

Ein großes Plus von Biathlon ist die Dualität des Sports. Und auch gleichzeitig die große Herausforderung: Die Kombination aus Ausdauer- und Schießsport. „Alle denken immer dass man einen niedrigen Puls braucht um zu schießen. Dabei passt das Skilaufen perfekt zum Schießen. Man glaubt es kaum, aber ein hoher Puls ist flacher und dadurch auch angenehmer beim Schießen. Mit einem niedrigeren Puls werden die Schläge auch kräftiger. Daher ist es nicht unbedingt von Vorteil, dass man sich schnell erholt. Wichtig ist das regelmäßige Schusstraining und die Routine,“ so Weltmeister Schempp.

Die Biathleten können und müssen – ohne Schnee – auf die unterschiedlichsten Trainingsmethoden zurückgreifen. In den Sommermonaten etwa trainieren sie mit sogenannten „Skirollern“ auf Asphalt: „So kann man auch den einen oder anderen Kilometer zurücklegen“, sagt der Weltmeister, der sich auch gerne auf ein Rennrad schwingt und in den Bergen trainiert. „Außerdem trainieren wir im Sommer sehr allgemein und machen viel Krafttraining gehen laufen,“ so Weidel.

Wer sein Ziel verfolgt, kann es schaffen.

Und wie schaffen es die Profis, sich immer und immer wieder zu motivieren? Anna Weidel sagt: „Wenn man ein klares Ziel vor Augen hat, ist es nicht so schwer. Ich setze mir täglich neue Benchmarks. Und oft hilft es auch, auf ein Erfolgserlebnis in der Vergangenheit zurückzublicken.“ Dazu habe sie das Glück, dass Ruhpolding, der Ort der Weltmeisterschaften, nur 50 Kilometer von ihrem Heimatort weg sei. „Ich kann so oft ich will nach Hause fahren und Kraft bei Familie und Freunden tanken.“ Auch Ex-Profi Michael Greis hatte das Ziel immer im Visier: „Für mich war das Training immer eine Herausforderung, um meine eigenen Grenzen auszuloten und nach oben zu verschieben. Ambitionierte Ziele haben das Ganze unterstützt.“

 

Definition?
Isotonisch ist übersetzt eine Lösung, die wie das Blut zusammengesetzt ist. Im isotonischen Getränk entspricht das Verhältnis von Nährstoffen zu Flüssigkeit dem des menschlichen Blutes.

Vorteile eines kohlenhydrat- und natriumhaltigen isotonen Getränks?

  • tanken den Sportler-Körper mit Kohlenhydraten, Natrium, Wasser auf
  • speziell alkoholfreies Bier: herzhafter Geschmack als Alternative zu süßen Getränken
  • in Kombination mit einer Salzbrezel der perfekte Sportler-Snack nach starker Belastung
  • besonders sinnvoll für Sportler, die länger als 90 min in einer Einheit trainieren

 

„Ich erhole mich mit einem alkoholfreien Bier“, sagt Olympiasieger Greis.

All das nehmen die Biathlon-Helden auf sich, für den einen Moment. Das kann ein Sieg sein. Oder der pure Adrenalin-Kick. Oder einfach etwas, worauf lange hingearbeitet wurde. Für Michi Greis sind die aufregendsten Momente „meistens die am Schießstand, wenn es um gewinnen oder verlieren geht“. Weltmeister Simon Schempp liebt den Sprintwettkampf: „Da kann ich für mich selbst laufen und wenn ich richtig super in Form bin, hat das einen ganz besonderen Reiz.“ Und für das Publikum: „Die Zuschauer lieben Mann-gegen-Mann Kämpfe und Massenstarts. Das ist deshalb auch für mich ein großer Nervenkitzel“, so Schempp.

Bei aller Disziplin: Eine Belohnung ist auch für den Profi erlaubt. Für die Perspektiv-Sportlerin ist es schon Geschenk genug, „nach einem erfolgreichen Wettkampf mit ein paar Freunden Pizza essen oder zum Chinesen zu gehen.“ Simon Schempp ist noch bescheidener: „Ein Sieg nach einem anstrengenden Wettkampf ist Belohnung genug“, sagt er lachend. Und der Ex-Profi? „Für mich war ein alkoholfreies Bier genügend Belohnung nach einem erfolgreichen Tag.“

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